Pontifikalamt mit Paderborner Diözesanadministrator und neuem Bischof von Le Mans, Prozession durch die Innenstadt und Empfang des Erzbistums am Sonntag des Libori-Festes
Paderborn (pdp) Für die kirchlichen Hauptakteure am ersten Sonntag des Libori-Festes – Paderborns Diözesanadministrator Monsignore Dr. Michael Bredeck und Bischof Dr. Jean-Pierre Vuillemin aus Le Mans – brachten das Pontifikalamt, die Prozession sowie der Empfang des Erzbistums mehrfache Premieren: Der aktuelle Leiter des Erzbistums Paderborn hielt im Pontifikalamt am Hochfest des heiligen Liborius im Paderborner Dom die Predigt, begrüßte beim Empfang für geladene Gäste aus Kirche, Gesellschaft, Politik und Kultur und nahm ein Buch zur neugestalteten Krypta entgegen. Der im Mai 2023 als neuer Bischof von Le Mans eingeführte Nachfolger des heiligen Liborius war erstmals Teilnehmer des Paderborner Libori-Festes, zelebrierte das Fest-Pontifikalamt und trug sich in das Goldene Buch des Erzbistums Paderborn ein. Diözesanadministrator Dr. Bredeck rief in seiner Predigt dazu auf, „den Frieden, den Jesus Christus schenkt, persönlich aufzunehmen und weiterzugeben“. Er feierte die Heilige Messe zum Hochfest des heiligen Liborius in Konzelebration mit Bischöfen aus der Weltkirche und aus Paderborn sowie mit zahlreichen Gläubigen im Hohen Dom zu Paderborn. Nach dem Festgottesdienst wurden das Allerheiligste und der vergoldete Schrein mit den Reliquien des heiligen Liborius in einer Prozession durch die Innenstadt getragen. Durch die Live-Übertragung in Bild und Ton konnten Interessierte weltweit den Gottesdienst mitfeiern.
„Libori ist ein Volksfest mit Seele“, hob der aktuelle Leiter des Erzbistums in seiner Predigt hervor. Neben Feiern, Kirmesgang oder Treffen mit Freunden biete Libori immer auch die Chance, etwas für die eigene Seele mitzunehmen, den Glauben an Jesus Christus zu vertiefen. Der heilige Liborius – Patron von Erzbistum, Dom und Stadt Paderborn – sei Jesus Christus gefolgt, habe von ihm her sein Leben gedeutet, Jesus Christus sei sein Bezugspunkt gewesen. Die Liboriusverehrung diene dazu, „uns alle auf diesen Bezugspunkt Jesus Christus neu auszurichten“, unterstrich der Paderborner Diözesanadministrator. „Auch wir dürfen unser Leben im Kraftfeld des Lebens Jesu neu deuten und nach unserem konkreten Auftrag in dieser Welt fragen.“
„Wo Jesus gegenwärtig ist, wird Friede erfahrbar, Trennung überwunden, eine tiefgründige Einheit geschenkt“, betonte Diözesanadministrator Dr. Bredeck im Hinblick auf das Libori-Leitwort „Pax vobis!“ – „Friede sei mit euch!“. Es sei auch heute „sehr deutlich“ zu spüren, dass der Friede immer bedroht und fragil sei, leicht zerstört und verloren gehen könne, führte er weiter aus. „Jesu Friedenszusage wurde vor 2000 Jahren und leider auch heute in eine unfriedliche Welt hineingesprochen. Die Welt, in der wir leben, die Gesellschaft in Deutschland, auch unsere Kirche ist an vielen Stellen nicht vom Frieden erfüllt, sondern von Unfrieden, von Krieg, von schweren Auseinandersetzungen, von den Folgen physischer und psychischer Gewalt.“
Die persönlich-spirituelle Komponente des diesjährigen Libori-Leitworts „Pax vobis!“ verdeutlichte Monsignore Dr. Bredeck mit dem biblischen Begriff des „Schalom“. Dieser kennzeichne einen Zustand des Heils, in dem es Mensch und Natur gut geht, in dem Sicherheit und Ordnung herrschen und Schwache Unterstützung finden. „Schalom“ – der Friede Jesu Christi – sei eine Gabe Gottes und umfasse Leib und Seele, bedeute Schutz, Wohlergehen, Ruhe und Segen. Jesu Friedensgruß „Pax vobis!“ sei auch die Einladung, sich in einem inneren Frieden zu gründen und von daher neu auf die Umgebung zu schauen. Dabei lebe der Frieden auch immer davon, „dass ich mich dem anderen aussetze, seine Not erkenne, für ihn da bin“, mahnte der Diözesanadministrator. Zum Abschluss seiner Predigt bekräftigte Diözesanadministrator Dr. Bredeck: „Wir sind angesprochen durch den Friedensgruß ‚Pax vobis!‘ des Auferstandenen, wir sind in seinem Namen gesandt, diesen Frieden weiterzugeben, ihn zuzusagen und zu bezeugen. Und wir dürfen heute wieder neu erfahren: In mir selbst darf Friede einziehen, Gottes Schalom möchte meine Seele berühren und mir innere Ruhe schenken. Was für ein großes Geschenk!“
Nach dem Pontifikalamt im Dom bildete sich die Sakraments- und Reliquien-Prozession, bei der das Allerheiligste in einer Monstranz und die Reliquien des heiligen Liborius im vergoldeten Schrein durch die Paderborner Innenstadt getragen wurden. Die Gläubigen begleiteten „ihren“ Bistumspatron durch die Straßen, vorbei an Besuchern des Pott-Markts und an Menschen, die den Sonntagvormittag in den Cafés verbrachten. Dem von den Schreinträgern der Libori-Bruderschaft geschulterten Schrein wurde ein Fächer aus Pfauenfedern vorangetragen – dieser erinnert an den Pfau, der laut Überlieferung der Prozession vorangeflogen sein soll, in der im Jahr 836 die Reliquien des heiligen Liborius von Le Mans nach Paderborn überführt wurden.
Vor dem Paderborner Rathaus spendete Weihbischof Dr. Dominicus Meier OSB mit dem Allerheiligsten den sakramentalen Segen. Anschließend führte die Prozession zurück in die Paderborner Bischofskirche, wo der Reliquienschrein wieder im Hochchor aufgestellt wurde.
Im Anschluss an die Prozession kamen geladene Gäste aus Kirche, Gesellschaft, Politik und Kultur im Bildungs- und Tagungshaus Liborianum zusammen. Ehrengäste beim Empfang waren in diesem Jahr Verantwortliche für die Neugestaltung der Krypta des Paderborner Domes. Die Krypta des Paderborner Domes berge als Herzkammer des Erzbistums die Reliquien des Bistumspatrons, die für den fast 1.200-jährigen Liebesbund zwischen Le Mans und Paderborn stehen, betonte Diözesanadministrator Msgr. Dr. Bredeck in seiner Ansprache. „Dieser über Jahrhunderte bewährte Bund weist immer auch in die Zukunft. Er erinnert uns, dass wir das Libori-Leitwort ‚Pax vobis!‘ mit Leben füllen und dem Frieden ein Gesicht geben sollen – jedes Jahr, jeden Tag und jede Stunde.“
Im Hinblick auf die Neugestaltung der Dom-Krypta unterstrich der aktuelle Leiter des Erzbistums: „Hier ist mit Respekt vor dem bestehenden Alten eine Transformation zum Neuen gelungen – nicht einfach nur modern, sondern vor allem würdevoll. Ich glaube, dass wir als Kirche davon auch für unsere künftigen Herausforderungen viel lernen können.“ Das Aufstellen einer Hinweistafel, die in der Bischofsgruft auf das Fehlverhalten der beiden früheren Erzbischöfe Lorenz Kardinal Jaeger und Johannes Joachim Kardinal Degenhardt im Umgang mit sexuellem Missbrauch hinweist, sei umstritten, erklärte Diözesanadministrator Dr. Bredeck. „Wir sind aber überzeugt, dass sie ein wichtiges Zeichen des Dialoges ist, und zwar ganz bewusst in der Krypta als Ort, an dem sich Geschichte, Gegenwart und Zukunft unseres Erzbistums verbinden.“
Die Herausgeber des im Bonifatiusverlag erschienen neuen Buches „In der Herzkammer des Erzbistums. Die Paderborner Domkrypta in Geschichte und Gegenwart“ Norbert Börste, Martin Fischer und Stefan Kopp überreichten dem Leiter des Erzbistums Paderborn ein Exemplar des jetzt erschienen Werkes. Professor Dr. Stefan Kopp informierte, der vorgelegte Sammelband ordne die Paderborner Domkrypta in die Baugeschichte des Domes und die Krypten-Entwicklung in Europa interdisziplinär ein. Expertinnen und Experten aus Archäologie, Denkmalpflege, Geologie und Physik, Architektur und Vermessungstechnik, Kunst- und Kirchengeschichte sowie Liturgiewissenschaft und Praxis haben dazu einen Beitrag geleistet.
Der neue Bischof der Diözese Le Mans, Bischof Dr. Jean-Pierre Vuillemin, trug sich schließlich ins Goldene Buch des Erzbistums Paderborn ein. Als Nachfolger des heiligen Liborius auf dem Bischofsstuhl von Le Mans wurde damit der „Liebesbund ewiger Bruderschaft“ zwischen den beiden Diözesen Paderborn und Le Mans weiter gefestigt. Bischof Vuillemin nahm erstmals am Libori-Fest in Paderborn teil. Er warb darum, die Beziehung und Freundschaft zu festigen und zu vertiefen. „Unsere Freundschaft hat ihre Wurzeln im heiligen Liborius. Ich freue mich, als neuer Bischof von Le Mans beim Libori-Fest zu sein. Lassen Sie uns diese lange Tradition auf die Fürsprache des heiligen Liborius und mit Gottes Segen fortführen.“
Nachdem er mittlerweile mehrere hundert Frauen nach einer Abtreibung begleitet hat, engagiert sich der Konstanzer Sozialberater Dennis Riehle stärker denn je für den Lebensschutz. Der Leiter der ehrenamtlichen Beratungsstelle „FamilienKnäuel“ zeigt sich durch die Geschichten von Betroffenen, die einen Schwangerschaftsabbruch hinter sich haben, überzeugt von der Notwendigkeit zu Einsatz und Hilfe für Menschen, die mit sich ringen und einen medizinischen Eingriff in Erwägung ziehen: „Es geht nicht um die Verurteilung derjenigen Frauen, die eine Abtreibung hinter sich haben. Viele haben aus scheinbarer Ausweglosigkeit gehandelt, nicht weniger aber auch aus der zunehmenden gesellschaftlichen Abstumpfung. Immerhin gilt eine Abtreibung mittlerweile als Normalität, obwohl sie das nie werden wird.
Schon allein deshalb nicht, weil die psychischen und körperlichen Folgen für die Frau auch über Jahre und gar Jahrzehnte andauern können und der Verlustschmerz sie nicht selten zermürbt. Doch das wird vor einem Schwangerschaftsabbruch nur allzu selten bedacht. Da geht es eher darum, auf das Selbstbestimmungsrecht zu beharren – ohne aber gleichzeitig einzugestehen, dass diesem auch das Recht auf Leben des Ungeborenen gegenübersteht. Insofern ist der Anspruch, ausschließlich aus eigenem Interesse handeln zu dürfen, zumindest ethisch nicht haltbar“, sagt der Familienberater vom Bodensee, der sich um die Distanz in der Debatte sorgt und sich erschüttert zeigt, wie empathielos gesprochen wird: „Nicht wenige Frauen sagen mir im Gespräch, dass ihnen das egal sei, wie man über sie denkt. Sie hätten das Recht auf Abtreibung – und wenn nötig, würden sie den Schwangerschaftsabbruch auch so oft wie nötig durchführen lassen. Dieser Egozentrismus ist beängstigend, allerdings auch bezeichnend für unsere Moderne“.
Wussten Sie, dass der Mensch durchschnittlich 120.000 Kilometer in seinem Leben auf seinen Füßen zurücklegt? Unsere Füße bringen also eine echte Höchstleistung.
Der Fuß ist ein Geniestreich der Natur. Die Form des menschlichen Fußes ist eine wichtige Voraussetzung für den aufrechten Gang. Der Fuß wird von Knochen, Gelenken, Muskeln geformt und zusammengehalten. Diese machen ihn einerseits stabil und belastbar, andererseits beweglich und formbar. Jedoch können äußere Einflüsse, Bewegungsmuster oder Krankheiten dazu führen, dass sich ein Fuß verformt. Dabei kommt der Körper aus dem Lot. Das kann Beschwerden in Knien, Hüften oder Wirbelsäule begünstigen.
Das Gute: Es ist nie zu spät! Unsere Füße sind ein Leben lang lern- und veränderungsfähig. Wenn ihnen die richtige Behandlung geboten wird, können sich positive Veränderungen schnell einstellen.
Höxter (pdp). In einer Zeit zunehmender Entchristlichung ist vom Vitusfest in der ehemaligen Benediktinerabtei Corvey ein hoffnungsvolles Signal ausgegangen: Etwa 600 Menschen machten die Feierlichkeiten im Andenken an den Schutzpatron des Corveyer Landes zu einem großen gemeinschaftlichen Glaubensbekenntnis.
Diesen Glauben an Jesus Christus frei und unbehelligt bekennen zu können, sei angesichts der Christenverfolgungen weltweit ein Privileg, betonte der Festprediger und Hauptzelebrant des Festhochamtes im Schlosspark in Corvey, Diözesanadministrator Monsignore Dr. Michael Bredeck. Gefährlich sei es nicht, zu seinem Glauben zu stehen – wohl aber zunehmend ungewöhnlich, verwies der derzeitige Leiter des Erzbistums Paderborn auf die Tatsache, dass Christen aller Konfessionen in den großen Städten unseres Landes schon in der Minderheit seien, ganz besonders in jungen Altersgruppen.
Kloster Corvey war mit das größte Kloster hier im Hochstift. Beeindruckend ist, wie schon im vorletzten Jahrtausend mit dem Aufbau begonnen wurde.
Mit seinen 200 Quellen mitten in Paderborn im ist die Pader der kürzeste Fluss in Deutschland und mündet im benachbarten Schloß Neuhaus in die Lippe.
Rathaus im Stil der Weserrenaissance. Nach der Zerstörung im 2. Weltkrieg wurde ist wieder aufgebaut und ist noch heute Tagungsort des Stadtrates.
Das Drei-Hasen-Fenster im Kreuzgang des Paderborner Doms ist ein Wahrzeichen von Paderborn, und findet sich auch an vielen weiteren Orten in der Paderstadt wieder.
Abdinghofkriche ist ungefähr gleich alt wie der Dom und wurde als Klosterkirche gegründet. Heute ist sie so etwas wie der Evangelische Dom in Paderborn.
Liboriuskapelle in Paderborn
Die Kapuzinerkirche in Brakel entstand im 18. Jahrhundert und beinhaltet barocke als auch gotische Elemente.
Das Brakeler Rathaus im im Renaissance-Stil. Davor steht die Rolandssäule, welche auch als Pranger genutzt wurde.
Der Käsemarkt in Nieheim ist sehenswert. Internationale Käsehersteller treffen hier zusammen und bieten ihren Käse an.
Käsehersteller aus dem Brezenzer Wald zu Gast in Nieheim!
Warburg liegt ziemlich mit am äußersten Rand vom Hochstift Paderborn, Höxter.