Paderborn (pdp). Wie verändern soziale Medien unseren Zusammenhalt? Diese Frage stand im Mittelpunkt des Aktionstags „Zusammen:Halt“, zu dem das Erzbistum Paderborn rund 120 Jugendliche ins Heinz Nixdorf Museumsforum eingeladen hatte. Gemeinsam mit Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz und dem Newsfluencer Fabian Grischkat diskutierten Schülerinnen und Schüler über ihre Erfahrungen im Netz, über Streitkultur, Verantwortung und Haltung in digitalen Debatten. Der Großteil der Teilnehmer kam von Gymnasium und der Realschule St. Michael in Paderborn, dem Edith-Stein-Berufskolleg Paderborn und dem Gymnasium St. Xaver in Bad Driburg.
Die Initiative zu dem Tag ging von Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz aus. Ihm ist es ein Anliegen, Medienkompetenz zu stärken und als Katholische Kirche in gesellschaftlichen Debatten präsent zu sein. „Von diesem Tag soll eine Ermutigung für junge Menschen ausgehen, zuversichtlich in die Zukunft zu blicken. Dass wir alle Möglichkeiten in einer Kommunikationsgesellschaft nutzen können und sollen, um unsere Werte in die Gesellschaft hineinzutragen“, erklärte der Erzbischof. Zugleich nehme er generationenübergreifend die Sorge wahr, wie stark soziale Medien polarisieren könnten. „Wir haben aber heute wieder die Erkenntnis gewonnen, dass es genügend Menschen gibt, die dem etwas entgegenstellen wollen“, sagte der Erzbischof.
Gemeinsam mit dem Newsfluencer Fabian Grischkat, dem auf Instagram allein 235.000 User folgen, diskutierten die Schülerinnen und Schüler sowie der Erzbischof über ihre Erfahrungen im Netz, über Streitkultur, Verantwortung und Haltung in digitalen Debatten. „Das friedliche Miteinander und Werte, für die die Gesellschaft und auch die Kirche stehen, werden zunehmend angegriffen. Das wird auch in den digitalen Medien sichtbar. Social Media ermöglicht Teilhabe, birgt aber auch Risiken" , mahnte Fabian Grischkat. Auf die Frage eines Schülers, wie er zum pauschalen Verbot sozialer Netzwerke für unter 15-Jährige stehe, wie es jüngst in Australien beschlossen wurde, blickt er kritisch und forderte stattdessen mehr Engagement für die Vermittlung von Medienkompetenz: „Spätestens mit 14, 15 oder 16 Jahren sollte man sich in Onlinediskussionen einbringen können. Wir haben damals in der schulischen Streitschlichter-AG gelernt, wie man Konflikte löst. Diesen Umgang brauchen wir auch in den Sozialen Medien.“
Newsfluencer Fabian Grischkat, Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz und Moderator Thomas Kuhr im Gespräch über Verantwortung und Haltung in digitalen Debatten ©Anna-Sophie Meyer / Erzbistum Paderborn
Mit Blick auf globale Entwicklungen sagte der 25-Jährige Newsfluencer: „Wir leben in einer Autokratisierung der Welt, nicht in einer Demokratisierung.“ Das friedliche Miteinander und gesellschaftliche Werte würden zunehmend unter Druck geraten. Umso wichtiger sei es, die eigene Stimme zu erheben – online wie offline – für Respekt und Zusammenhalt. Seinen Impuls stellte Grischkat unter den Titel „Haltung im Netz. Die unterschätzte Kraft der 5. Gewalt“.
Genau hier knüpft das Erzbistum Paderborn mit seiner Kampagne „Wir sagen Zusammen:Halt“ an. Ziel ist es, das gesellschaftliche Miteinander zu stärken und Menschen zu ermutigen, sich konstruktiv in öffentliche Debatten einzubringen. Bereits im Umfeld der vergangenen Bundestags- und Kommunalwahlen habe man gute Erfahrungen damit gemacht, Räume für ein sachliches und respektvolles Ringen, um die Zukunft der Gesellschaft zu eröffnen. Der Aktionstag im Heinz Nixdorf Museumsforum versteht sich als weiterer Baustein dieser Initiative – mit besonderem Blick auf junge Menschen und ihre digitale Lebenswelt.
Im Anschluss an das Podiumsgespräch arbeiteten die Jugendlichen an verschiedenen Mitmach-Stationen weiter. Ein Quiz thematisierte Cybermobbing und Einsamkeit, weitere Angebote sensibilisierten für Populismus und KI-generierte Inhalte. Zudem erhielten die Schülerinnen und Schüler praktische Impulse für respektvolle Kommunikation in sozialen Netzwerken.
Mehr Informationen zur Kampagne unter: https://wir-sagen-zusammen-halt.de/
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