V.l.: Prof. Dr. Dieter Bathen, Prof. Dr. Andrea Kienle, Prof. Dr. Manfred Fischedick
Mär 12, 2024

Vorstand der…

Professoren Bathen und Fischedick von der Mitgliederversammlung im Amt bestätigt Dem…
Dennis Riehle - Jurnalist | Autor | Publizist
Mär 19, 2024

Konventionalität statt…

Die ökologische Wende der Ampel macht auch vor der Landwirtschaft nicht halt. Dabei sind…
Wir sehen Rot
Mär 15, 2024

EVG Betriebsrat Kay…

"Die EVG ist heute hier, weil es um 1.800 Arbeitsplätze - alleine im ersten Step geht -…
„Glänzende Begegnungen“ im Diözesanmuseum
Freuen sich auf eine erfolgreiche Ausstellung: neben der „Reliquienstatue der Thronenden Muttergottes“ aus dem 13. Jahrhundert (v.l.n.r.) Kuratorin Elisabeth Maas, Dompropst Monsignore Joachim Göbel, Kuratorin Karin Wermert und Museumsdirektor Dr. Holger Kempkens ©Benjamin Krysmann / Erzbistum Paderborn
  • 31. August 2023

„Glänzende Begegnungen“ im Diözesanmuseum

Von Presse-Team des Erzbistums Paderborn | Erzbischöfliches Generalvikariat

Neue Sonderausstellung zeigt „Die Domschätze von Münster und Paderborn“

Paderborn (pdp). Es sind seltene Kunst-Schätze, die über Jahrhunderte bis heute in Westfalen bewahrt wurden. Jetzt präsentiert sie das Erzbischöfliche Diözesanmuseum erstmals in einer Ausstellung: „Glänzende Begegnungen – Die Domschätze von Münster und Paderborn“. Zu sehen ist die Begegnung beider überregional bedeutenden Sammlungen in Paderborn vom 2. September 2023 bis 7. Januar 2024.

Die erstmalige Begegnung der zwei kostbaren Kathedralschätze in einer gemeinsamen Ausstellung sei einzigartig, erklärt der Direktor des Erzbischöflichen Diözesanmuseums in Paderborn, Dr. Holger Kempkens. Bei der neuen Ausstellung, deren offizielle Eröffnung an diesem Freitag stattfindet, spanne sich der Bogen „von kostbaren Reliquiaren des 11. Jahrhunderts über wertvolle liturgische Geräte und Paramente des Mittelalters, der Renaissance bis zu Kostbarkeiten des Barock.“

Einzigartige Sammlung

Mit seinen einzigartigen Objekten aus rund 1.000 Jahren gehört der Domschatz aus Münster zu einer der bedeutendsten Schatzkammersammlungen Europas. Goldene und silberne Reliquiare, kostbare Textilien und andere Kunst- und Kultgegenstände der liturgischen Ausstattung des Münsteraner Domes zeugen von Frömmigkeit und künstlerischer Meisterschaft.

Zum Bestand gehört beispielsweise der sogenannte Pauluskopf aus dem 11. Jahrhundert – das älteste erhaltene Büstenreliquiar des Abendlands. Bemerkenswert ist außerdem die Anzahl mittelalterlicher Bergkristallschliffe aus dem islamischen Orient, die bei der Gestaltung kostbarer christlicher Gefäße Wiederverwendung fanden. Auch eine Reihe aus Silber gearbeiteter Propheten- bzw. Heiligenfiguren des 14. bis 17. Jahrhunderts dokumentiert die einzigartige künstlerische und kulturhistorische Qualität der Sammlung.

„Außergewöhnliche Begegnungen und Vergleiche“

„Neben den überwiegend aus Gold, Silber oder vergoldetem Silber gefertigten Kunstwerken stehen Steinskulpturen, Holzobjekte und Textilien für die Vielfalt der Sammlung“, berichtet Museumsdirektor Dr. Kempkens. Eine Besonderheit sei das vollständige Ensemble des Figurenzyklus des 1542–1549 geschaffenen Lettners. Kriege und Fremdherrschaft hätten für den Münsteraner Domschatz zwar immer wieder den Verlust von Objekten mit sich gebracht. Jedoch bildeten die erhaltenen Werke „besonders aus dem Mittelalter und der Frühen Neuzeit einen beeindruckend intakten Bestand“.

Bei der Präsentation im Diözesanmuseum Paderborn würden den Stücken aus Münster ausgewählte Werke aus dem Paderborner Domschatz gegenübergestellt. „So kommt es zu außergewöhnlichen Begegnungen und Vergleichen“, erklärt der Kunsthistoriker. Als markante Beispiele nennt der Museumsdirektor die „gotischen Statuettenreliquiare“, die es in beiden Domschätzen gebe, die „monumentalen barocken Werke aus Silber“, die Fürstbischof Ferdinand von Fürstenberg für beide Domkirchen bei demselben Goldschmied Jürgen Richels in Hamburg in Auftrag gegeben habe, oder die „spätgotischen Sitzfiguren“ aus der Werkstatt von Johann Brabender in Münster. Sie seien einst für den Domlettner in Münster und die Abteikirche in Marienfeld geschaffen worden.

Münsteraner Domschatz in Paderborn

Bis 2017 war der Münsteraner Domschatz in der Domkammer Münster ausgestellt, die aber wegen baulicher und technischer Mängel geschlossen werden musste. Der Domschatz und alle weiteren Exponate wurden ausgelagert. Damit wenigstens eine Auswahl von Kunstwerken weiterhin zu sehen ist, leihen andere Museen einige „Herzstücke“ für Sonderausstellungen. So das Museum Catharijneconvent Utrecht (Niederlande) 2019 und das Kunstmuseum Cleveland im US-Bundesstaat Ohio 2021.

Jetzt zeigt das Diözesanmuseum Paderborn 72 Objekte des Münsteraner Domschatzes. „Diese große Anzahl an Schatzstücken war bisher noch nie außerhalb von Münster zu sehen“, betont Dr. Kempkens. Damit sei ein „sehr umfangreicher logistischer und personeller Aufwand“ verbunden. „In absehbarer Zeit wird das wahrscheinlich nicht wiederholt“. Daher biete die jetzige Präsentation fast aller Teile aus dem Domschatz von Münster in Paderborn „für viele Jahre die letzte Gelegenheit, die hochrangigen Objekte in ihrer Gesamtheit zu erleben“.

Umfangreiches Begleitprogramm und Publikation

Zur Sonderausstellung „Glänzende Begegnungen – Die Domschätze von Münster und Paderborn“ bietet das Diözesanmuseum ein umfangreiches Begleitprogramm an. Dazu gehören mehrere öffentliche Führungen sowie Führungen des Museumsdirektors und der Kuratorinnen. Geplant sind die Begegnung mit einem Restaurator, Gold- und Silberschmied, zwei Dialog-Veranstaltungen mit dem Institut für Germanistik und Vergleichende Literaturwissenschaft der Universität Paderborn, ein eigener Familiennachmittag und das Kinderprogramm „Die Museums-Spürnasen finden einen Schatz“. Alle Veranstaltungen, Termine und Informationen auch unter www.dioezsanmuseum-paderborn.de.

Auch eine Publikation zur Ausstellung ist erhältlich: Der Schatz von Münster / The Treasure of Münster. Wertvolle Reliquiare und Kunstwerke aus der Domkammer / Precious Reliquaries and Works of Art from the Domkammer, herausgegeben im Auftrag des Kapitels der Kathedralkirche St.-Paulus zu Münster von Udo Grote, Münster 2019, 280 Seiten, durchgehend farbig illustriert, 29,90 Euro.




Ressort: Hochstift

Kommentare powered by CComment

Das Portal für
Paderborn, Höxter und Warburg

webverzeichnis

Autopflege Zubler
Webcomponenten
Joomla, Anmeldesysteme, Newsletter
Elsener Straße 24 b - 33102 Paderborn
Das Portal für Paderborn, Höxter und Warburg
  • Kloster Corvey ©Gerald Kaufmann

    Kloster Corvey, Stiftskirche

    Kloster Corvey war mit das größte Kloster hier im Hochstift. Beeindruckend ist, wie schon im vorletzten Jahrtausend mit dem Aufbau begonnen wurde.

  • Paderquellgebiet ©Gerald Kaufmann

    Paderquellgebiet

    Mit seinen 200 Quellen mitten in Paderborn im ist die Pader der kürzeste Fluss in Deutschland und mündet im benachbarten Schloß Neuhaus in die Lippe.

  • Rathaus Paderborn ©Gerald Kaufmann

    Rathaus Paderborn

    Rathaus im Stil der Weserrenaissance. Nach der Zerstörung im 2. Weltkrieg wurde ist wieder aufgebaut und ist noch heute Tagungsort des Stadtrates.

  • Das Drei-Hasen-Fenster ©Gerald Kaufmann

    Das Drei-Hasen-Fenster

    Das Drei-Hasen-Fenster im Kreuzgang des Paderborner Doms ist ein Wahrzeichen von Paderborn, und findet sich auch an vielen weiteren Orten in der Paderstadt wieder.

  • Abdinghofkriche in Paderborn ©Gerald Kaufmann

    Abdinghofkriche in Paderborn

    Abdinghofkriche ist ungefähr gleich alt wie der Dom und wurde als Klosterkirche gegründet. Heute ist sie so etwas wie der Evangelische Dom in Paderborn.

  • Paderborner Dom ©Gerald Kaufmann

    Paderborner Dom

  • Rathaus Höxter ©Gerald Kaufmann

    Rathaus Höxter

  • Wisent in Hardehausen ©Gerald Kaufmann

    Wisent in Hardehausen

  • Kleines Viadukt bei Altenbeken ©Gerald Kaufmann

    Kleines Viadukt bei Altenbeken

  • Waschfrauen an der Pader ©Gerald Kaufmann

    Waschfrauen an der Pader

  • Liboriuskapelle ©Gerald Kaufmann

    Liboriuskapelle

    Liboriuskapelle in Paderborn

  • Keiserpfalz ©Gerald Kaufmann

    Kaiserpfalz in Paderbortn

    Platz zwischen Dom und Kaiserpfalz. Im Hintergrund die

  • Kapuzinerkirche ©Gerald Kaufmann

    Kapuzinerkriche

    Die Kapuzinerkirche in Brakel entstand im 18. Jahrhundert und beinhaltet barocke als auch gotische Elemente.

  • Rathaus Brakel ©Gerald Kaufmann

    Rathaus Brakel

    Das Brakeler Rathaus im im Renaissance-Stil. Davor steht die Rolandssäule, welche auch als Pranger genutzt wurde.

  • Nieheim Fachwerkhaus

    Großes Fachwerkhaus in Nieheim

    Der Käsemarkt in Nieheim ist sehenswert. Internationale Käsehersteller treffen hier zusammen und bieten ihren Käse an.

  • Käse und Käsemacher

    Käse und Käsemacher

    Käsehersteller aus dem Brezenzer Wald zu Gast in Nieheim!

  • Warburg am Tag! ©Gerald Kaufmann

    Warburg am Tag! ©Gerald Kaufmann

    Warburg liegt ziemlich mit am äußersten Rand vom Hochstift Paderborn, Höxter.

Neuestes

April 10, 2024
Solar

Wüstenstaub kann PV-Leistung stark beeinträchtigen

Kommentar von Dennis Riehle Dass ausgerechnet die Sahara Habecks Erneuerbaren-Traum zerstört, ist ein Wink mit dem Zaunpfahl! Es war wieder einmal eine grüne Kundgabe voller Euphorie, die uns wissen ließ, dass wir in Sachen Energie mittlerweile weitgehend von Russland unabhängig sind, die die…
April 09, 2024
Der Roboter

Bester Zeitpunkt für den Einsatz von KI am Arbeitsplatz

Haben Sie sich schon einmal gefragt, wann der optimale Zeitpunkt für den Einsatz eines Chatbots in Ihrem Arbeitsumfeld ist? Ob zur Optimierung des Kundensupports, zur Verbesserung der internen Kommunikation oder zur Automatisierung von Routineaufgaben – der Zeitpunkt der Integration eines Chatbots…
April 08, 2024
Die Bahnen in NRW

Beschäftigungsoffensive des Landes nimmt wichtige Etappe

rund 1000 Interessentinnen und Interessenten für Bahnberufe in 6 Monaten Zugausfälle, hohe Krankenstände und massive Belastungen durch die Folgen des demografischen Wandels: Das Zugpersonal im NRW Nahverkehr braucht - wie wir alle wissen - dringend Verstärkung. Mehr als 500 Quereinsteigerinnen und…
April 04, 2024
Recycling

Verbraucher:innen benötigen Finanz-Anreize & Informationen

Studie der Uni Hohenheim zeigt: Verbraucherinnen und Verbraucher sind gewillt ihren Müll zu trennen. Fehlinformationen und Wissenslücken stehen dem jedoch entgegen. Schätzungen zufolge wird es bis zum Jahr 2050 33.000 Millionen Tonnen Plastikmüll auf der Erde geben. Ein Grund dafür: Viele…

Neuestes

Die besten Angebote für die nächste Reise

Strand Person Sonnenuntergang
Frühlingsfest bei Ullrich Caravaning Bad Salzuflen, 28. März 2024. Zum Frühlingsanfang lädt Ullrich Caravaning wieder zum Frühlingsfest ein. Am 20. und 21. April können Besucher vor Ort in…

So dreht man den Heizkessel im Sommer richtig ab

Die Heizung im Sommer abschalten
Heizung: In der warmen Jahreszeit abschalten oder auf Sommerbetrieb umstellen spart Energi Zukunft Altbau gibt Tipps für den sparsamen Umgang mit Heizenergie Mit dem Frühling steigen die…

Meist gelesen




Paderborn und Höxter

erleben!

---


Hochstiftanzeiger!

Finde was zählt!