Sep. 18, 2026

Vier internationale…

- durch Deutschland und Österreich 10 Jahre “Nacht der Gitarren” Geboren wurde die Idee…
Sep. 21, 2026

AvD nimmt Winter- und…

Mit zwei neuen Reifentests liefert der Automobilclub von Deutschland (AvD) Autofahrern…
DBU-Projekt „BeeCheck“ – Weltbienentag am 20. Mai
Über einen Sensor im Ausflugloch erfasst das Frühwarnsystem „BeeCheck“ spezielle Daten, die mittels einer Analysesoftware präzise Rückschlüsse auf Volksstärke und Vitalität des Bienenvolkes zulassen ©JKI
  • 18. Mai 2021

DBU-Projekt „BeeCheck“ – Weltbienentag am 20. Mai

Von Klaus Jongebloed | DBU Naturerbe-Pressemitteilung

Braunschweig. Honigbienen zählen zu den wichtigsten Blütenbestäubern, ohne die mehr als 75 Prozent der für den Menschen wichtigen Kulturpflanzen und damit die Ernährung insgesamt gefährdet wären. Expertenschätzungen gehen davon aus, dass der globale wirtschaftliche Nutzen der Bestäubung bei mehr als 250 Milliarden Euro liegt. Doch die Bienen sind im Bestand bedroht – durch die Folgen des Klimawandels ebenso wie durch die Varroamilbe und andere Parasiten. Die Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU) hat deshalb mit rund 345.000 Euro die technische Entwicklung eines neuen sensorgesteuerten Frühwarnsystems „BeeCheck“ des Braunschweiger Unternehmens Gero Meßsysteme gefördert. Wissenschaftlich wurde das Vorhaben durch das Braunschweiger Institut für Bienenschutz des Julius-Kühn-Instituts begleitet und für die Feldanwendung optimiert.

Volkswirtschaftlicher Nutzen von Honigbienen als Bestäuber rund 22 Milliarden Euro jährlich

„Bienen sichern unsere Lebensgrundlagen, indem sie unsere Kulturpflanzen bestäuben und weil die Bestäubung der Wildpflanzen zur biologischen Vielfalt beiträgt“, sagt Dr. Maximilian Hempel, DBU-Abteilungsleiter Umweltforschung und Naturschutz mit Blick auf den Weltbienentag der Vereinten Nationen (United Nations, UN) am 20. Mai. Das neue Messsystem könne Zustand und Vitalität von Bienenvölkern erfassen, die Daten in Echtzeit übermitteln und so zur Bestandssicherung beitragen. „Denn je früher Imkerinnen und Imker wissen, dass es ihren Bienen schlecht geht, desto eher können sie ihnen helfen“, so Hempel. Seit 2018 macht der UN-Weltbienentag darauf aufmerksam, dass Bienen und andere Bestäuber wie Schmetterlinge zunehmend durch den Menschen gefährdet sind. Laut Weltbiodiversitätsrat sind in vielen Teilen der Welt mehr als 40 Prozent dieser Arten vom Aussterben bedroht. Verursacht wird der Rückgang demnach unter anderem durch Klimawandel, Lebensraumverlust und Pestizide. Laut Vereinten Nationen sind weltweit fast 90 Prozent der blühenden Pflanzenarten sowie mehr als 75 Prozent der weltweit angebauten Nahrungspflanzen von der Bestäubung durch Tiere abhängig. Der volkswirtschaftliche Nutzen der Honigbiene liegt nach Angaben der Europäischen Union EU-weit bei 22 Milliarden Euro jährlich.

„BeeCheck“ lässt präzise Rückschlüsse auf Vitalität und Bienenverhalten zu

Das batteriebetriebene Gerät übermittelt die Daten an einen Rechner. Infos über einen akuten Bienennotfall können Imkerinnen und Imker dadurch in Echtzeit erhalten – selbst wenn sie gerade kilometerweit entfernt sind ©JKI „In Deutschland machen insbesondere Parasiten, allen voran die Varroamilbe, den Honigbienen zu schaffen und führen unter anderem regelmäßig zu hohen Winterverlusten“, sagt Dr. Jens Pistorius. Er ist Leiter des Instituts für Bienenschutz, das die Entwicklung des Messsystems mit verhaltensbiologischem Wissen und im Hinblick auf die Konzeption der Versuche unter anderem zur Optimierung der Geräte unterstützte. Nach Pistorius‘ Worten gebe es aber auch andere Faktoren, die die Gesundheit und Vitalität der Bienen beeinflussen und das ganze Volk über kurz oder lang stärken oder schwächen können. „Die Stärke eines Bienenvolks ist entscheidend. Denn je mehr Bienen ausfliegen und bei ihrer Sammeltätigkeit Blüten bestäuben, desto höher ist die Bestäubungsleistung“, so Pistorius. Schon seit 1925 werde an Methoden geforscht, um die Anzahl an ein- und ausfliegenden Bienen mit zeitlicher Auflösung und über längere Zeiträume zu zählen. Bislang seien für das Erfassen der Bienenbrut und der Nahrungsvorräte im Volk zwar Populationsschätzungen möglich und auch vergleichsweise gut etabliert. „Sie sind aber mit einer Störung der Völker verbunden und nicht genau genug“, sagt der Institutsleiter.

Ralf Rosenquist, Geschäftsführer des Unternehmens Gero Meßsysteme, das die Hard- und Software technisch entwickelt hat: „Über einen speziellen Sensor im Ausflugloch erfasst das Gerät individuelle Körpermassen und Daten, die erkennen lassen, ob eine Biene ein-, ausfliegt oder im Loch verweilt.“ Eine Analysesoftware berechne die Daten mit Hilfe komplizierter Algorithmen, so dass präzise Rückschlüsse auf Volksstärke und Vitalität des Bienenvolkes, aber auch rückwirkende Analysen von Ereignissen mit Auswirkungen auf Flugbienen möglich seien. Mittels zusätzlicher Sensoren kann das Gerät laut Rosenquist auch Gewichtsänderungen des Bienenstocks sowie wichtige Witterungsdaten wie Temperatur, Luftfeuchte, Niederschlag und Sonnenstand parallel erfassen. „Ziel war es, ein Gerät zu entwickeln, das über Monate autark im Feld eingesetzt werden kann und keine Störung der Bienen verursacht“, so Rosenquist. Das Gerät sei batteriebetrieben und übermittle die Daten an einen Rechner. So könne die Technik unverzüglich informieren, wenn außerordentliche Ereignisse wie akuter Bienenschaden, ein Schwarmvorgang oder Massentracht auftreten. Ein weiterer Vorteil: Durch die Autarkie könne die Anzahl der Kontrollbesuche verringert werden, was wiederum den mit den Fahrten zu weiter entfernten Standorten verbundenen Schadstoffausstoß verringere.

Messsystem könnte für Zulassungsprüfung von Pflanzenschutzmitteln eingesetzt werden

Institutsleiter Pistorius erhofft sich weitere Effekte: „Das Gerät könnte als Standardsystem für viele Bereiche der Bienenforschung Zusatznutzen bringen und eröffnet für Bienenforschung, -zucht und  -management ganz neue Möglichkeiten – sei es bei der Krankheitsbekämpfung oder zur Optimierung der Bestäubung.“ Darüber hinaus könnte das Messsystem auch in Langzeitmonitorings und für die Zulassungsprüfung von Pflanzenschutzmitteln eingesetzt werden.


Ressort: Themen

Das Portal für
Paderborn, Höxter und Warburg

webverzeichnis

Blutspende
Das Portal für Paderborn, Höxter und Warburg
Kloster Corvey ©Gerald Kaufmann

Kloster Corvey, Stiftskirche

Kloster Corvey war mit das größte Kloster hier im Hochstift. Beeindruckend ist, wie schon im vorletzten Jahrtausend mit dem Aufbau begonnen wurde.

Paderquellgebiet ©Gerald Kaufmann

Paderquellgebiet

Mit seinen 200 Quellen mitten in Paderborn im ist die Pader der kürzeste Fluss in Deutschland und mündet im benachbarten Schloß Neuhaus in die Lippe.

Rathaus Paderborn ©Gerald Kaufmann

Rathaus Paderborn

Rathaus im Stil der Weserrenaissance. Nach der Zerstörung im 2. Weltkrieg wurde ist wieder aufgebaut und ist noch heute Tagungsort des Stadtrates.

Das Drei-Hasen-Fenster ©Gerald Kaufmann

Das Drei-Hasen-Fenster

Das Drei-Hasen-Fenster im Kreuzgang des Paderborner Doms ist ein Wahrzeichen von Paderborn, und findet sich auch an vielen weiteren Orten in der Paderstadt wieder.

Abdinghofkriche in Paderborn ©Gerald Kaufmann

Abdinghofkriche in Paderborn

Abdinghofkriche ist ungefähr gleich alt wie der Dom und wurde als Klosterkirche gegründet. Heute ist sie so etwas wie der Evangelische Dom in Paderborn.

Paderborner Dom ©Gerald Kaufmann

Paderborner Dom

Rathaus Höxter ©Gerald Kaufmann

Rathaus Höxter

Wisent in Hardehausen ©Gerald Kaufmann

Wisent in Hardehausen

Kleines Viadukt bei Altenbeken ©Gerald Kaufmann

Kleines Viadukt bei Altenbeken

Waschfrauen an der Pader ©Gerald Kaufmann

Waschfrauen an der Pader

Liboriuskapelle ©Gerald Kaufmann

Liboriuskapelle

Liboriuskapelle in Paderborn

Keiserpfalz ©Gerald Kaufmann

Kaiserpfalz in Paderbortn

Platz zwischen Dom und Kaiserpfalz. Im Hintergrund die

Kapuzinerkirche ©Gerald Kaufmann

Kapuzinerkriche

Die Kapuzinerkirche in Brakel entstand im 18. Jahrhundert und beinhaltet barocke als auch gotische Elemente.

Rathaus Brakel ©Gerald Kaufmann

Rathaus Brakel

Das Brakeler Rathaus im im Renaissance-Stil. Davor steht die Rolandssäule, welche auch als Pranger genutzt wurde.

Nieheim Fachwerkhaus

Großes Fachwerkhaus in Nieheim

Der Käsemarkt in Nieheim ist sehenswert. Internationale Käsehersteller treffen hier zusammen und bieten ihren Käse an.

Käse und Käsemacher

Käse und Käsemacher

Käsehersteller aus dem Brezenzer Wald zu Gast in Nieheim!

Warburg am Tag! ©Gerald Kaufmann

Warburg am Tag! ©Gerald Kaufmann

Warburg liegt ziemlich mit am äußersten Rand vom Hochstift Paderborn, Höxter.

Adam Eva

Adam und Eva Haus. Daneben der Erzengel

Historische Fachwerkhäuser unweit der Paderqellen am Dom.

Neuestes

16-Tonnen-Radbagger mit H2-Verbrenner der DEUTZ AG im Innenhof von Gut Gnadental

4. Tag des Wasserstoffs auf Gut Gnadental

Oktober 13, 2026
Wasserstoff im Realitäts-Check – Wo stehen wir, wo geht es hin? „Überall geht ein früheres Ahnen dem späteren Wissen voraus.“ Alexander von Humboldt (1769-1859), Naturforscher und Forschungsreisender Oft heißt es, die MINT-Fächer seien unbeliebt. Ein ganz anderes Bild bot sich am Tag des…
Dompropst Monsignore Joachim Göbel

„Die Baumeister des Mittelalters waren gute Theologen“

Oktober 09, 2026
In der Licht-Show LUMINISCENCE lernen die Zuschauenden etwas über die Geschichte und die „Seele“ des Paderborner Doms. Dompropst Göbel freut sich auf die Vorstellungen ab dem 6. November und berichtet im Interview davon, was die Menschen erwartet. Von Jasmin Lobert Redaktion: Herr Dompropst Göbel,…
Galopprennbahn

Herbstfest auf der Galopprennbahn beim großen Saison-Finale

Oktober 09, 2026
Herbstfest auf der Galopprennbahn beim großen Saison-Finale Das Saison-Finale 2026 der Düsseldorfer Galopprennbahn wartete mit sportlichen Leckerbissen und einem extra großen Rahmenprogramm für die ganze Familie auf. Die Veranstaltung stand im Zeichen des mit 55.000 Euro dotierten 106. Großen…
Wachs Doener

Mustafa's Döner ab heute als Wachsfigur im Madame Tussauds Berlin

Oktober 08, 2026
- Vom Mehringdamm ins Museum Es gibt Berliner Ikonen, die jeder kennt. Der Döner von Mustafa's Gemüse Kebap am Mehringdamm gehört definitiv dazu. Ab sofort steht er nicht mehr nur für Schlangen, die um den Block reichen, sondern auch im Madame Tussauds Berlin – als erste Döner-Wachsfigur der Welt.…

Neuestes

„Ökumenische Ost-Erweiterung“

Ökumenik
Paderborner Möhler-Institut für Ökumenik ist seit 25 Jahren im Dialog mit der Orthodoxie / Würdigung als „ökumenische Brückenbauwerkstatt“ Vor 25 Jahren weitete das vom Erzbistum Paderborn…

Meist gelesen




Paderborn und Höxter

erleben!

---


Hochstiftanzeiger!

Finde was zählt!