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Ein neues Kniegelenk - und nach zwei Stunden wieder auf den Beinen
Bereits nach zwei Stunden nach dem Einsatz eines neuen Kniegelenks wieder auf den Beinen: "Die Dankbarkeit der Patienten ist groß, wenn sie so schnell wieder Selbstständigkeit erlangen", sagt Professor Dr. Joachim Grifka, der Direktor der Orthopädischen Klinik der Universität Regensburg im Asklepios Klinikum Bad Abbach. ©obx-medizindirekt/Asklepios Klinikum Bad AbbachBereits nach zwei Stunden nach dem Einsatz eines neuen Kniegelenks wieder auf den Beinen: "Die Dankbarkeit der Patienten ist groß, wenn sie so schnell wieder Selbstständigkeit erlangen", sagt Professor Dr. Joachim Grifka, der Direktor der Orthopädischen Klinik der Universität Regensburg im Asklepios Klinikum Bad Abbach. ©obx-medizindirekt/Asklepios Klinikum Bad Abbach
  • 22. Oktober 2020

Ein neues Kniegelenk - und nach zwei Stunden wieder auf den Beinen

Von obx-medizindirekt

Der schnelle Weg zum schmerzfreien Kniegelenk:

Bad Abbach - Ein neues Kniegelenk am Morgen und noch am Operationstag wieder auf eigenen Beinen gehen: Neue minimalinvasive Operationstechniken und ein komplett neues Behandlungsprogramm machen es möglich. Die Orthopädische Universitätsklinik Regensburg im Asklepios Klinikum in Bad Abbach gilt als führendes Zentrum für Kniegelenksoperationen in Europa. Dort wurde bereits Anfang der Zweitausender-Jahre die Navigations-Operationsmethode zum optimalen Kniegelenk-Ersatz entwickelt und hat weltweit Einsatz gefunden.

In den vergangenen Jahren entwickelten die Spezialisten das Behandlungskonzept intensiv weiter. Bereits vor der Operation erhalten die Patienten heute ein spezielles Schulungsprogramm. Die Schmerztherapie wurde komplett neu strukturiert. Mit einem besonderen Mehrwert für die Betroffenen: Die operierten Patienten sind üblicherweise bereits umgehend nach der Operation schmerzfrei. Sie können schon zwei Stunden nach dem Eingriff aufstehen, die ersten Schritte machen und sind beispielsweise bei der Körperhygiene nicht mehr auf fremde Hilfe angewiesen.

Neues Konzept seit zwei Jahren erfolgreich etabliert

Das neuartige Behandlungskonzept ist nun seit knapp zwei Jahren in Bad Abbach im Routinebetrieb erfolgreich etabliert: "Die minimalinvasive Operationstechnik sowie Schulung des Patienten bereits vor dem Eingriff mit angepasster Schmerztherapie und kurzwirksamer Narkose sind eine spezielle Entwicklung, die auch das Risiko von postoperativen Problemen reduziert", sagt Professor Dr. Joachim Grifka. Der Direktor der Orthopädischen Klinik der Universität Regensburg im Asklepios Klinikum Bad Abbach gilt heute laut Ärztereport des Magazins Focus als einer der führenden Experten auf dem Gebiet des Gelenkersatzes.

Eingespielte Teams mit hoher Expertise und viel Erfahrung

"Damit ein so komplexes Behandlungskonzept funktionieren kann, bedarf es eines eingespielten Teams mit hoher Expertise und viel Erfahrung in den verschiedensten Berufsgruppen. Die Dankbarkeit der Patienten ist groß, wenn sie so schnell wieder auf den Beinen sind und Selbstständigkeit erlangen", so der Klinikdirektor. Patienten weltweit kommen mittlerweile zum Ersatz ihrer schmerzhaften Kniegelenke in die renommierte Orthopädische Universitätsklinik in Bad Abbach. Auch orthopädische Chirurgen aus bekannten europäischen Kliniken sind regelmäßig in Bad Abbach zu Gast, um die neuen Operationstechniken sowie das neue Behandlungskonzept mit der "raschen Genesung" kennenzulernen.

Mehrere "Bausteine" als Schlüssel für den Erfolg

Bereits vor der geplanten Operation beginnt in Bad Abbach die Behandlung. Mittels detaillierten Instruktionen von Fachleuten erlernen die Patienten das Gehen an Unterarmgehstützen sowie die einzelnen Etappen der Nachbehandlung kennen. Dieses Programm umfasst auch spezielle physiotherapeutische Behandlungen. Patienten lernen, selbstständig zu üben, ihre Beweglichkeit und Verhaltensmaßnahmen zu trainieren. So wissen Patienten genau, was sie vor, während und nach der Operation erwartet. "Das reduziert Ängste und ermöglicht uns das bestmögliche Ergebnis, wenn der Patient bereits weiß, was als nächstes kommt", sagt Privatdozent Dr. Felix Greimel, Oberarzt am Klinikum und Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie. Der Patient erhält zudem ein Shampoo, mit dem er am Abend vor der Operation und am Morgen der Operation den Körper antibakteriell behandelt. Diese gezielte Vorbereitung macht es noch unwahrscheinlicher, eine Infektion zu erleiden.

Eine neuartige, schonende Schmerztherapie mindert die Belastungen

Die Operation selbst erfolgt in einer kurzwirksamen Teilnarkose des Beines. Zudem erhalten Patienten während der Operation Schmerzmittel im Wundbereich sowie Präparate, die Blutungen hemmen. Bereits eine Stunde nach der Operation bekommen Patienten damit wieder Gefühl und Kraft im Bein. "Und bereits zwei Stunden nach dem Eingriff sind die ersten Schritte ohne nennenswerte Beschwerden möglich", sagt Professor Grifka.

Ein weiterer Vorteil dieser Art des Eingriffs: Auf die sonst übliche Wunddrainage kann in aller Regel komplett verzichtet werden. Durch die neuartige Schmerztherapie sind zudem meist nur leichte Schmerzmittel nötig. "Die Patienten werden also nicht durch starke Schmerzmittel geschwächt", sagt Dr. Greimel. Der Privatdozent hat sich besonders um die Ausarbeitung der neuen Operationstechnik sowie der gezielten Schmerztherapie gekümmert: "Die Kombination aus gezielter Vorbereitung des Patienten, der angepassten Schmerztherapie, der speziellen Operationstechnik, das ausgeklügelte physiotherapeutische Nachbehandlungsprogramm sowie die Einbeziehung aller Berufsgruppen sind gemeinsam der Schlüssel zum Erfolg."

"Die Patienten sind voller Freude"

Bei den Patienten kommt dieser neue, schnelle Weg zum schmerzfreien Kniegelenk gut an: "Die Patienten sind voller Freude, wenn sie direkt nach der Operation wieder gehen können und nicht auf eine Schwester für die Körperhygiene-Maßnahmen angewiesen sind", sagt Petra Winter, die für das neuartige Konzept verantwortliche Physiotherapeutin. Sie hat auch den Übungsparcours auf der Station entwickelt.


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