Bei extremen Minusgraden droht der Ukraine ein Großangriff auf die noch verbleibende Energieinfrastruktur. Die internationale Hilfsorganisation Help - Hilfe zur Selbsthilfe warnt vor den humanitären Folgen.
Bonn – Angesichts sinkender Temperaturen von bis zu minus 30 Grad warnt die internationale Hilfsorganisation Help – Hilfe zur Selbsthilfe vor einer weiteren Eskalation der humanitären Lage in der Ukraine. „Bereits jetzt sind in den Großstädten Millionen Menschen ohne Strom, Heizung und Warmwasser", berichtet Help-Landesdirektor Oleksandr Novykov. Durch einen erwarteten Großangriff auf die noch verbleibende Energieinfrastruktur könnte sich die humanitäre Situation weiter verschärfen.
„Besonders für ältere Menschen, Kinder und Kranke werden Extremtemperaturen, wie wir sie Anfang kommender Woche erwarten, zu einer lebensgefährlichen Bedrohung. Viele Menschen haben aktuell keine Möglichkeit, ihre Wohnungen zu heizen. Durch die Stromausfälle sind ältere oder kranke Menschen, die in hohen Stockwerken wohnen und auf den Aufzug angewiesen sind, beinahe vollständig von der Außenwelt und weiterer Versorgung abgeschnitten.“
Help ist bereits seit 2021 in der Ukraine aktiv und leistet Winterhilfe in Form von Heizmaterialien, Notstromlösungen, warmen Mahlzeiten und Gebäudereparaturen. Für eine Ausweitung der Maßnahmen – gerade in den besonders betroffenen Großstädten wie Kyjiw – fehle es jedoch an Mitteln, erklärt Novykov. „Um unsere Hilfe auszuweiten und betroffene Menschen mit lebenswichtiger Winterhilfe unterstützen zu können, sind wir dringend auf weitere Spenden angewiesen.“
Für weitere Informationen oder Interviewanfragen wenden Sie sich bitte an presse(at)help-ev.de oder telefonisch an +49 (0)173 2790 438 / +49 (0)173 7107454.
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