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Heizen, Wohnen, Sparen: Was sich 2026 für deutsche Haushalte ändert
Fenster ©Gerald Kaufmann
  • 30. Januar 2026

Heizen, Wohnen, Sparen: Was sich 2026 für deutsche Haushalte ändert

Von Hannah Raehs | P.E.R. Consulting GmbH

Dieses Jahr bringt beim Heizen und für Gebäude einige Neuerungen für Hausbesitzerinnen und Hausbesitzer sowie für Mieterinnen und Mieter mit sich: Neben steigenden Abgaben auf fossile Energieträger stehen neue rechtliche Vorgaben des Bundes und der EU an. Das Serviceportal ["Intelligent heizen"](https://intelligent-heizen.info/) informiert über die Änderungen.

Bislang ist der Winter in fast allen Regionen Deutschlands besonders kalt und eisig. Entsprechend hoch ist der Energieaufwand, um die eigene Wohnung oder das Haus behaglich warmzuhalten. In diesem Jahr müssen Haushalte dafür mit höheren Kosten für Gas und Öl rechnen, denn an einigen Stellschrauben wurde zum Jahreswechsel gedreht. Weitere Gesetzes- und Regeländerungen sind für 2026 angekündigt. Für Verbraucherinnen und Verbraucher heißt das: informiert bleiben und möglichst vorausschauend planen - ob bei der Heizungserneuerung, beim Umbau oder Neubau.

Höhere CO2-Abgabe

Zum Jahreswechsel ist die CO2-Abgabe für fossile Brennstoffe wie Benzin, Diesel, Heizöl und Erdgas deutlich gestiegen - von 55 auf bis zu 65 Euro pro Tonne. Kundinnen und Kunden müssen damit rechnen, dass ihr Gasversorger oder Heizöllieferant die Kostensteigerung an sie weitergibt. Bis zu 3 Cent könnte das pro Liter Heizöl ausmachen und bis zu 0,2 Cent pro Kilowattstunde bei Erdgas.

Laut einer Beispielrechnung der Verbraucherzentrale NRW sollte eine Familie in einem wenig sanierten Einfamilienhaus mit einem Jahresverbrauch von 20.000 Kilowattstunden mit rund 260 bis 310 Euro Mehrkosten rechnen. Ist eine Ölheizung in Betrieb können sogar bis zu 410 Euro mehr anfallen.

Bei Mietwohnungen gilt: Die zusätzlichen CO2-Kosten werden zwischen Mietpartei und Vermieter aufgeteilt. Wie die Aufteilung aussieht, hängt auch davon ab, wie gut saniert und gedämmt das Gebäude ist.

Weitere Änderungen bei Energiekosten

Auswirkungen auf die eigene Energie-Rechnung haben auch weitere Änderungen: Die 2022 eingeführte Gasspeicherumlage ist zum 1. Januar 2026 entfallen. Haushalte mit einem Verbrauch von 20.000 Kilowattstunden könnten so bis zu 60 Euro einsparen. Gleichzeitig könnten die Netzentgelte um 10 bis 12 Prozent ansteigen, was insgesamt zu höheren Rechnungen führen würde.

Ob Verbraucherinnen und Verbraucher 2026 mehr oder weniger für Energie zahlen, hängt stark von den individuellen Bedingungen ab. Was sich für alle lohnt: Energie einsparen und effizient nutzen. Tipps gibt es im [Ratgeber von Intelligent heizen](https://intelligent-heiz en.info/category/heizung-und-mehr/heizungstipps/).

Reform des Heizungsgesetzes kommt

Über das sogenannte "Heizungsgesetz" wurde in den vergangenen Jahren viel diskutiert. Damit geht es in diesem Jahr voraussichtlich weiter. Der offizielle Titel lautet Gebäudeenergiegesetz (GEG 2024). Ende 2025 hat der Koalitionsausschuss der Bundesregierung beschlossen, das Regelwerk zu reformieren und in Gebäudemodernisierungsgesetz (GMG) umzubenennen. Nach der Überarbeitung soll das Gesetz technologieoffener, flexibler und einfach ausgestaltet sein. Wie die Änderungen genau aussehen, ist aber noch unklar. Für alle, die eine Immobilie besitzen, ist besonders interessant, ob sich die Anforderungen beim Einbau einer neuen Heizung ändern oder nicht. Derzeit müssen in diesem Fall 65 Prozent erneuerbare Energien für die Wärmeversorgung eingesetzt werden.

Sanierungspflichten nach EU-Gebäuderichtlinie

Auch aus der EU gibt es Druck: Bis Ende Mai müssen alle Mitgliedstaaten die europäische Gebäuderichtlinie (EPBD 2024) in nationales Recht umsetzten. Diese sieht unter anderem vor, dass der Primärenergieverbrauch im Gebäudesektor massiv gesenkt wird, etwa indem gezielt die energetisch schlechtesten Gebäude zuerst saniert werden. Für Neubauten soll stufenweise der Nullemissionsstandard eingeführt werden, ab 2028 für öffentliche und ab 2030 auch für private Gebäude.

Ob alle Vorgaben noch in 2026 mit dem GMG umgesetzt werden, ist derzeit offen. Wer eine Heizungssanierung, einen Umbau oder Neubau plant, sollte sich aber unbedingt fortlaufend informieren.

Neue und erweiterte KfW-Förderprogramme

Gute Neuigkeiten gibt es für alle, die einen altersgerechten oder barrierefreien Umbau planen: Die Bundesregierung will das entsprechende KfW-Förderprogramm reaktivieren und hat dafür 50 Millionen Euro eingeplant. Ab dem Frühjahr 2026 können alle, die Wohneigentum besitzen, zur Miete wohnen oder Wohnraum vermieten die Zuschüsse für das Programm "Nr. 455-B Barrierereduzierung - Investitionszuschuss" beantragen.

Darüber hinaus wurde das bestehende KfW-Förderprogramm "Klimafreundlicher Neubau - Wohngebäude" um die Förderstufe "Effizienzhaus 55 - Wohngebäude erweitert. Damit wird der Neubau in Deutschland gefördert. Die Beantragung ist bereits seit Dezember 2025 möglich - 800 Millionen Euro sind dafür vorgesehen.

Über "Intelligent heizen"

Die verbraucherorientierte Plattform "Intelligent heizen" ist ein Angebot der [VdZ - Wirtschaftsvereinigung Gebäude und Energie e.V.](http://www.vdzev.de/) Das Serviceportal informiert bereits seit fast 20 Jahren technologieoffen und energieträgerneutral über Maßnahmen für eine wirtschaftliche Heizungsmodernisierung und Lüftung. Bildmaterial in Druckqualität erhalten Sie unter [www.intell igent-heizen.info](https://intelligent-heizen.info/presse/). Tipps für energiesparendes Heizen und aktuelle Informationen gibt es auch auf [Instagram](https://www.instagram.com/intelligentheizen/). Ebenso informiert der "Intelligent heizen"-[Newsletter](https://intelligent- heizen.info/newsletter-abonnement/#newsletter) monatlich über Verbrauchertipps zum energieeffizienten Heizen.


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