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Zertifiziert: Der Hochschwarzwald ist nachhaltiges Reiseziel
Blick auf den Feldsee©Hochschwarzwald Tourismus GmbH
  • 22. Juli 2022

Zertifiziert: Der Hochschwarzwald ist nachhaltiges Reiseziel

Von Herbert Kreuz | Hochschwarzwald Tourismus GmbH

Der Hochschwarzwald ist erneut als „Nachhaltiges Reiseziel“ ausgezeichnet worden. Bereits im Februar 2016 wurde der Ferienregion das Siegel vom Land Baden-Württemberg erstmals verliehen. Es ist das einzige Zertifizierungssystem für Destinationen im deutschsprachigen Raum. Gemeinsam mit einer Vielzahl von Partner:innen stärkt die Hochschwarzwald Tourismus GmbH die ökologische, ökonomische und soziale Nachhaltigkeit in der Region. Dazu werden Projekte angestoßen und gefördert aus so unterschiedlichen Bereichen wie Klimaschutz, Vermarktung regionaler Erzeugnisse, Sensibilisierung von Gästen für Natur und Umwelt sowie Nachhaltigkeit bei den Gastgeber:innen. Die erneute Prüfung fand im Juni 2022 statt, die Rezertifizierung als „Nachhaltiges Reiseziel“ ist nun offiziell bestätigt worden.

Hinterzarten — Die Ferienregion Hochschwarzwald hat im Februar 2016 vom Ministerium für ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg nach einem umfangreichen Auditierungsverfahren das Siegel nachhaltiges Reiseziel erhalten. Diese Zertifizierung ist als kontinuierlicher Prozess angelegt und erfordert alle drei Jahre eine erneute Prüfung. 2019 wurde die Hochschwarzwald Tourismus GmbH wieder mit dem Siegel ausgezeichnet. Das aktuelle Prüfverfahren hat im Frühjahr 2022 begonnen und ist nun abgeschlossen. Vor wenigen Tagen hat die Hochschwarzwald Tourismus GmbH die offizielle Bestätigung der Rezertifizierung als nachhaltiges Reiseziel empfangen.

Ziel des Prozesses ist es, eine zukunftsfähige und damit generationengerechte Entwicklung des Tourismus durch konkrete Maßnahmen der Destination und ihrer Partnerbetriebe zu ermöglichen. Deren Umsetzung wird von der gemeinnützigen Zertifizierungsgesellschaft TourCert mit Sitz in Stuttgart überprüft. Bei der Erfüllung der Zertifizierungskriterien geht es nicht primär darum, als Ferienregion festgelegte Zielmarken zu erreichen, wie etwa die Reduzierung von Emissionen oder des Ressourcenverbrauchs um einen bestimmten Anteil bis zu einem definierten Zeitpunkt. Vielmehr soll die Hochschwarzwald Tourismus GmbH als Impulsgeber fungieren, der möglichst viele Akteur:innen in der Ferienregion zur Optimierung ihrer Nachhaltigkeitsleistungen animiert und diese in einem stetigen Prozess vorantreibt. Dabei sollen sowohl die ökologische als auch die ökonomische und soziale Nachhaltigkeit gestärkt werden. Unterstützt wird die Hochschwarzwald Tourismus GmbH hierbei durch einen interdisziplinären Nachhaltigkeitsrat – bestehend unter anderem aus Vertreter:innen von Gastgewerbe, Verkehrsverbund, Forstverwaltung, Landwirtschaft und Politik./p>

Umweltschonend und kostenlos unterwegs – mit Elektroauto, E-Bike und dem ÖPNV

Seit vielen Jahren forciert die Hochschwarzwald Tourismus GmbH nachhaltige Projekte und arbeitet dabei eng mit Partner:innen und Interessengruppen aus Bereichen wie Naturschutz, Wirtschaft und Soziales zusammen. So können Gäste im Hochschwarzwald beispielsweise bequem und umweltschonend ihre Ausflugsziele erreichen: Alle Unterkünfte stellen die kostenfreie KONUS-Gästekarte zur Verfügung. Mit ihr kann der gesamte öffentliche Nahverkehr kostenlos genutzt werden. Da die Region hervorragend an das nationale und internationale Bahnnetz angebunden ist, wird Besucher:innen zudem die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln empfohlen, sowohl von Gastgeber:innen als auch in Katalogen und Broschüren.
Auch bei der Elektromobilität setzt der Hochschwarzwald bereits seit 2015 ein Zeichen – mit dem ersten touristischen E-Carsharing Deutschlands im ländlichen Raum. Feriengäste mit der Hoch-schwarzwald Card können die mit Ökostrom angetriebenen E-Autos täglich drei Stunden kostenlos nutzen. Für den gleichen Zeitraum stehen mit der Hochschwarzwald Card E-Bikes zum Nulltarif zur Verfügung./p>

Nachhaltiges Ferienwohnungskonzept und ein Weihnachtsmarkt mit 100% Ökostrom

Um Ferienwohnungen im ländlichen Raum zukunftssicher aufzustellen, wurde im Jahr 2014 die Ferienwohnungsmarke Kuckucksnester – Design Apartments Hochschwarzwald entwickelt, die 2015 mit dem Deutschen Tourismuspreis ausgezeichnet wurde. Ein ähnliches Konzept wird seit 2019 mit der Restaurantmarke Kuckucksstuben umgesetzt. Hier steht der Erhalt des gastronomischen Angebots im ländlichen Raum im Fokus.
Auch bei Veranstaltungen legt die Hochschwarzwald Tourismus GmbH Wert auf Nachhaltigkeit. So wird etwa der Strom für den beliebten Weihnachtsmarkt in der Ravennaschlucht ausschließ-lich aus erneuerbaren Energien gewonnen, zudem wurde der Stromverbrauch für den Markt in den vergangenen Jahren deutlich gesenkt.
Gleiches gilt für den Papierverbrauch: Die Auflagen der von der Hochschwarzwald Tourismus GmbH herausgegebenen Broschüren, wie Wander- und Fahrradführer, wurden um jährlich rund 150.000 Exemplare reduziert. Seit 2019 werden zudem alle Printerzeugnisse klimaneutral und soweit möglich auf recyceltem Papier gedruckt. Gleichzeitig sensibilisiert die Tourismus-Organisation Besucher:innen für die Belange des Naturschutzes und der regionalen Akteur:innen, etwa aus Forst- und Landwirtschaft. Besonders Kinder stehen bei der Vermittlung von Werten wie Umwelt- und Artenschutz im Fokus. Hierzu wurden Naturlehrpfade eingerichtet und Angebote wie der Naturforscherrucksack sowie ein neues Ferienprogramm für Familien mit Kindern ins Leben gerufen, mit denen auf spielerische Weise wichtiges Wissen vermittelt werden soll. An alle Altersgruppen richten sich die neuen Angebote zum Thema Voluntourismus, bei denen Urlaubserlebnisse und ehrenamtliche Einsätze im Dienst des Naturschutzes kombiniert werden.
Innerhalb des Unternehmens gibt es regelmäßig verpflichtende Schulungen für alle Mitarbeitenden, um das Bewusstsein für Nachhaltigkeit zu stärken und das Thema fest im Arbeitsalltag der Beschäftigten zu verankern./p>

Naturräumliche Vorteile und vielfältige Kooperationen mit regionalen Partner:innen

Durch natürliche Gegebenheiten nimmt die Nachhaltigkeit in der Ferienregion Hochschwarzwald schon immer eine gewichtige Rolle ein. Bereits seit Jahrhunderten wird die Wasserkraft der Gebirgsbäche zur Energiegewinnung genutzt. Heute ist der Schluchsee Teil des größten Wasserkraft-Komplexes in Deutschland. In den zahlreichen unter Schutz stehenden Mooren werden zudem enorme Mengen des klimaschädlichen Treibhausgases CO₂ gespeichert. Einen Beitrag zum klimafreundlichen Bauen leistet die in der Region traditionell vorherrschende Holzbauweise. Des Weiteren ist der Hochschwarzwald bekannt für sein Höhenklima mit hervorragender Luftqualität. In den sieben heilklimatischen Kurorten Hinterzarten, Lenzkirch, Schluchsee, Schönwald, St. Blasien, Titisee und Todtmoos verbessert ein wissenschaftlich anerkanntes und therapeutisch anwendbares Klima das Wohlbefinden von Gästen spürbar. Vielfältige Kooperationen mit Partner:innen, regionalen Initiativen und Gastgeber:innen stellen ein weiteres wichtiges Standbein der Förderung von Nachhaltigkeit dar. 34 Beherbergungsbetriebe und drei Leistungspartner:innen sind inzwischen von TourCert als nachhaltige Partner-unternehmen zertifiziert und nehmen in puncto Nachhaltigkeit eine Vorreiterrolle in der Region ein, weitere haben den Prozess der Zertifizierung angestoßen oder durchlaufen ihn bereits. Um die Betriebe beim Klimaschutz zu unterstützen, bietet die Hochschwarzwald Tourismus GmbH seit 2021 im Rahmen eines neuen Projekts die Erstellung einer betrieblichen Treibhausgasbilanz an. Dabei werden – unter Einbeziehung aller Geschäftsbereiche und Zuliefernden – die Bilanzen der teilnehmenden Hotels ermittelt und auf Basis des Status quo wirksame Maßnahmen zur Reduktion der Emissionen identifiziert und Tipps zu deren Umsetzung gegeben. Darüber hinaus haben sich zahlreiche Gastronom:innen im Verein der Naturpark-Wirte zusammengeschlossen, dessen Mitglieder sich die Verwendung von qualitativ hochwertigen, regionalen Produkten auf die Fahnen geschrieben haben. Durch die Kooperation mit lokalen Erzeuger:innen wird die vielfältige, kleinräumig geprägte Landwirtschaft im Hochschwarzwald gestärkt, welche den Erhalt der auch für den Tourismus bedeutsamen Kulturlandschaft gewährleistet.
Eine klima- und ressourcenschonende Energiegewinnung unter starker Einbeziehung der Bürgerschaft ist das Ziel der Bioenergiedörfer Breitnau und St. Peter. In beiden Orten wurden Bürgergenossenschaften gegründet, die mit Hilfe von lokalen Wärmenetzen und umweltfreundlichen Energieträgern wie Sonne, Wind, Wasser, Holz und Biogas ihre Klimabilanz deutlich verbessert haben. So produziert etwa St. Peter dreimal so viel Strom wie die Gemeinde selbst verbraucht, bei der Wärmeerzeugung liegt die Quote bei rund 80% des Eigenbedarfs.


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Das Drei-Hasen-Fenster

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Abdinghofkriche in Paderborn ©Gerald Kaufmann

Abdinghofkriche in Paderborn

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Rathaus Brakel

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Großes Fachwerkhaus in Nieheim

Der Käsemarkt in Nieheim ist sehenswert. Internationale Käsehersteller treffen hier zusammen und bieten ihren Käse an.

Käse und Käsemacher

Käse und Käsemacher

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Warburg am Tag! ©Gerald Kaufmann

Warburg am Tag! ©Gerald Kaufmann

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