Andre Cavalcante
Sep. 18, 2026

Vier internationale…

- durch Deutschland und Österreich 10 Jahre “Nacht der Gitarren” Geboren wurde die Idee…
Sep. 21, 2026

AvD nimmt Winter- und…

Mit zwei neuen Reifentests liefert der Automobilclub von Deutschland (AvD) Autofahrern…
Okt. 02, 2026

Noch 10 Tage…

Der Countdown läuft Nur noch 10 Tage: Die Landesgartenschau geht mit einer leuchtenden…
Erfolg der Deutschen Umwelthilfe im Revisionsverfahren für sauberes Wasser
Wasserhahn ©Gerald Kaufmann
  • 06. März 2025

Erfolg der Deutschen Umwelthilfe im Revisionsverfahren für sauberes Wasser

Von Sascha Müller-Kraenner | DUH

Bahnbrechendes Urteil für Gewässerschutz

Leipzig - Die Länder Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen müssen ambitioniertere Maßnahmen gegen die Nitratbelastung des Grundwassers im Ems-Gebiet ergreifen. Dies folgt aus einem Urteil des Bundesverwaltungsgerichts, mit dem die Revision der Länder gegen das Urteil des Oberverwaltungsgerichts (OVG) Lüneburg von November 2023 in zwei wesentlichen Teilen zurückgewiesen wird. Das OVG hatte der Klage der Deutschen Umwelthilfe (DUH), unterstützt durch den BUND Niedersachsen, stattgegeben und die beiden Bundesländer zur Überarbeitung der Gewässerschutzmaßnahmen verpflichtet. Die hiergegen eingelegte Revision hat das Bundesverwaltungsgericht hinsichtlich der Klageanträge zum Verschlechterungsverbot und zum Trendumkehrgebot zurückgewiesen. Die DUH fordert nun deutschlandweit attraktive Anreize für mehr Ökolandbau, für Alternativen zur Massentierhaltung und strengere Regeln und Kontrollen, um für eine verlustarme Düngung und für sauberes Wasser zu sorgen.

Sascha Müller-Kraenner, Bundesgeschäftsführer der DUH: „Mit dem gewonnenen Revisionsverfahren haben wir einen Präzedenzfall zur Umsetzung der Wasserrahmenrichtlinie und damit für die Grund- und Trinkwasserqualität in ganz Deutschland erwirkt. Der Beschluss des Bundesverwaltungsgerichtes in Leipzig ist ein Signal für alle Bundesländer, sich an geltendes Recht zu halten und den Schutz unseres Grundwassers ernst zu nehmen. Wir gehen davon aus, dass sich durch dieses bahnbrechende Urteil nun endlich der Grund- und Trinkwasserschutz in ganz Deutschland maßgeblich verbessern wird. Um eine Verschlechterung des Zustands des Grundwassers aufgrund der Nitratbelastung zu verhindern, braucht es wirksamere Düngeregeln und ein bundesweit einheitliches Monitoring. Sollten Länder und Bund weiterhin die Wasserverschmutzung durch zu viel Gülle und Dünger zulassen, drohen steigende Trinkwasserpreise, verstärkter Artenverlust und zudem ein EU-Vertragsverletzungsverfahren mit Strafen in Millionenhöhe.“

Hinsichtlich eines dritten Klageantrags zum sogenannten Verbesserungsgebot hat das Bundesverwaltungsgericht an den Europäischen Gerichtshof (EuGH) verwiesen. Die DUH zeigt sich auch hier optimistisch und rechnet mit einer Entscheidung innerhalb der nächsten anderthalb Jahre.

Rechtsanwältin Caroline Douhaire, die die DUH im Verfahren vertritt: „Die Länder sind nun dazu verpflichtet, Maßnahmen zu ergreifen, um eine weitere Verschlechterung des Grundwasserzustands durch Nitrat zu verhindern und steigende Nitrattrends umzukehren. Hinsichtlich des sogenannten Verbesserungsgebotes und der Frage der Wirksamkeit von Fristverlängerungen hat das Bundesverwaltungsgericht das Verfahren ausgesetzt und den Europäischen Gerichtshof angerufen. Dies ermöglicht eine wegweisende Klärung dieser wichtigen Frage für die gesamte Europäische Union.“

Carl-Wilhelm Bodenstein-Dresler aus dem Vorstand des BUND Niedersachsen: „Diese Entscheidung ist von großer Bedeutung für den Gewässerschutz in Deutschland. Die Länder müssen nun zum Schutz unserer Gewässer deutlich entschiedener handeln. Im Ems-Gebiet kann nur mit einem wirksamen Maßnahmenpaket zur Verringerung der Nitrateinträge sichergestellt werden, dass die Grenzwerte für Nitrat im Grundwasser schnellstmöglich und auf Dauer eingehalten werden. Grundwasser ist und bleibt die Quelle unseres wichtigsten Lebensmittels: das Trinkwasser. Die Nährstoffeinträge aus landwirtschaftlicher Nutzung in den Boden und damit in das Grundwasser müssen auch im Ems-Gebiet dringend reduziert und Kontrollen stringent durchgeführt werden. Dabei dürfen Landwirt*innen bei der Umsetzung der sich aus dem Urteil ergebenden betrieblichen Anpassungen nicht allein gelassen werden.“

Hintergrund:

Deutschland macht seit Jahren zu wenig für den Schutz seiner Gewässer und des Grundwassers. Obwohl das EU-Recht schon seit mehr als 30 Jahren eine Minderung der Nitratbelastung des Grundwassers vorschreibt und nach der EU-Wasserrahmenrichtlinie ein guter Grundwasserzustand bis 2015 zu verwirklichen war, ist die Erreichung dieses Ziels noch immer in weiter Ferne. Hauptdefizit aus Sicht der DUH: Das geltende Düngerecht lässt eine dauerhafte Überdüngung zu, statt sie zu bremsen. Gute Regeln im Düngerecht wie die betriebliche Nährstoffbilanzierung werden kaum kontrolliert und es wird politisch sogar über ihre Abschaffung diskutiert.

Gründe für die Belastung sind unter anderem die Massentierhaltung und die Überdüngung mit Gülle. Die Verfehlung eines guten chemischen Zustands des Grundwassers aufgrund zu hoher Nitratwerte im Ems-Gebiet steht beispielhaft für zahlreiche andere Nitrat-Hotspots in Deutschland. Bisher verfehlt Deutschland an 26 Prozent der Messstellen den Grenzwert für trinkbares Wasser. An 16 Prozent der Messstellen steigen die Nitratwerte sogar weiter an. Folgen der aktuell noch erlaubten Überdüngung sind unter anderem mehr kostenintensive Aufbereitung des belasteten Wassers und somit steigende Trinkwasserkosten, Algenplagen in Gewässern und verstärktes Artensterben auch in Seen, Flüssen und Meeren.

Bereits 2018 hat die DUH das Recht auf sauberes Wasser bei der Bundesregierung und 2019 bei den Ländern NRW und Niedersachsen eingeklagt. In der Zwischenzeit haben Bund und Länder neue Maßnahmen zur Reduzierung der Düngung ergriffen. Diese reichen jedoch aus Sicht der DUH noch nicht aus, um saubere Gewässer sicherzustellen. Das heutige Urteil stellt ein Stoppschild gegen weitere Verschlechterungen des Grundwasserzustands auf.

Link:

Mehr zum Thema Nitrat: https://www.duh.de/nitrat/


Ressort: Themen

Das Portal für
Paderborn, Höxter und Warburg

webverzeichnis

Blutspende
Das Portal für Paderborn, Höxter und Warburg
Kloster Corvey ©Gerald Kaufmann

Kloster Corvey, Stiftskirche

Kloster Corvey war mit das größte Kloster hier im Hochstift. Beeindruckend ist, wie schon im vorletzten Jahrtausend mit dem Aufbau begonnen wurde.

Paderquellgebiet ©Gerald Kaufmann

Paderquellgebiet

Mit seinen 200 Quellen mitten in Paderborn im ist die Pader der kürzeste Fluss in Deutschland und mündet im benachbarten Schloß Neuhaus in die Lippe.

Rathaus Paderborn ©Gerald Kaufmann

Rathaus Paderborn

Rathaus im Stil der Weserrenaissance. Nach der Zerstörung im 2. Weltkrieg wurde ist wieder aufgebaut und ist noch heute Tagungsort des Stadtrates.

Das Drei-Hasen-Fenster ©Gerald Kaufmann

Das Drei-Hasen-Fenster

Das Drei-Hasen-Fenster im Kreuzgang des Paderborner Doms ist ein Wahrzeichen von Paderborn, und findet sich auch an vielen weiteren Orten in der Paderstadt wieder.

Abdinghofkriche in Paderborn ©Gerald Kaufmann

Abdinghofkriche in Paderborn

Abdinghofkriche ist ungefähr gleich alt wie der Dom und wurde als Klosterkirche gegründet. Heute ist sie so etwas wie der Evangelische Dom in Paderborn.

Paderborner Dom ©Gerald Kaufmann

Paderborner Dom

Rathaus Höxter ©Gerald Kaufmann

Rathaus Höxter

Wisent in Hardehausen ©Gerald Kaufmann

Wisent in Hardehausen

Kleines Viadukt bei Altenbeken ©Gerald Kaufmann

Kleines Viadukt bei Altenbeken

Waschfrauen an der Pader ©Gerald Kaufmann

Waschfrauen an der Pader

Liboriuskapelle ©Gerald Kaufmann

Liboriuskapelle

Liboriuskapelle in Paderborn

Keiserpfalz ©Gerald Kaufmann

Kaiserpfalz in Paderbortn

Platz zwischen Dom und Kaiserpfalz. Im Hintergrund die

Kapuzinerkirche ©Gerald Kaufmann

Kapuzinerkriche

Die Kapuzinerkirche in Brakel entstand im 18. Jahrhundert und beinhaltet barocke als auch gotische Elemente.

Rathaus Brakel ©Gerald Kaufmann

Rathaus Brakel

Das Brakeler Rathaus im im Renaissance-Stil. Davor steht die Rolandssäule, welche auch als Pranger genutzt wurde.

Nieheim Fachwerkhaus

Großes Fachwerkhaus in Nieheim

Der Käsemarkt in Nieheim ist sehenswert. Internationale Käsehersteller treffen hier zusammen und bieten ihren Käse an.

Käse und Käsemacher

Käse und Käsemacher

Käsehersteller aus dem Brezenzer Wald zu Gast in Nieheim!

Warburg am Tag! ©Gerald Kaufmann

Warburg am Tag! ©Gerald Kaufmann

Warburg liegt ziemlich mit am äußersten Rand vom Hochstift Paderborn, Höxter.

Adam Eva

Adam und Eva Haus. Daneben der Erzengel

Historische Fachwerkhäuser unweit der Paderqellen am Dom.

Neuestes

Feel-Good-Challenge

Jetzt wieder mitmachen und „GLÜCKLICH/T SEIN!“

Oktober 16, 2026
Mitmachaktion des Erzbistums Paderborn ruft vom 25. Oktober bis 6. Dezember 2026 zu kleinen Gesten mit großer Wirkung auf Paderborn (pdp) Wenn der Herbst es draußen kälter werden lässt, spenden kleine Zeichen der Zuwendung Wärme zwischen Menschen: ein Lächeln, ein freundliches Wort und ganz…
Daniel Ritter

Neue Zinsrealität: „Warten ist nicht die beste Option“

Oktober 15, 2026
Frankfurt am Main – Viereinhalb Prozent Bauzinsen – für viele Menschen ist das derzeit eine wichtige Zahl, an der sich die Debatte über Wohneigentum mitentscheidet. Dabei führt der Vergleich mit den vergangenen Jahren leicht in die falsche Richtung. Die Zinsen von unter einem Prozent in den Jahren…
Sagenhaft Hall 9000

HNF im November 2023

Oktober 14, 2026
Sagenhaft! – Geschichte und Fantasien der Künstlichen Intelligenz Vortrag im Heinz Nixdorf MuseumsForum Schon vor Jahrhunderten gab es Vorstellungen davon, eine technische Komponente zu schaffen, die dem Menschen ähnelte oder sogar überlegen war. Somit nahm die Idee von denkenden Maschinen und…
Personengruppe Unna

Kreis Unna stellt exzellentes Recruiting unter Beweis

Oktober 14, 2026
Paderborn / Unna – Der Kreis Unna hat als moderner, sozialer Dienstleister Exzellenz bewiesen: Zum ersten Mal hat sich der Kreis dem Recruiting-Excellence-Audit® der Jobbörse Jobware gestellt – und wurde belohnt: Der Kreis Unna wurde nun mit dem Recruiting-Excellence Award® ausgezeichnet! Der Kreis…

Neuestes

4. Tag des Wasserstoffs auf Gut Gnadental

16-Tonnen-Radbagger mit H2-Verbrenner der DEUTZ AG im Innenhof von Gut Gnadental
Wasserstoff im Realitäts-Check – Wo stehen wir, wo geht es hin? „Überall geht ein früheres Ahnen dem späteren Wissen voraus.“ Alexander von Humboldt (1769-1859), Naturforscher und…

Meist gelesen




Paderborn und Höxter

erleben!

---


Hochstiftanzeiger!

Finde was zählt!