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Präsentation der Wasserstoff-Roadmap mit NRW-Ministerin Mona Neubaur
David Zülow, Dirk Brügge, Mona Neubaur und Dr. Dieter Ostermann ©Wasserstoff Hub RKN/Rheinland e. V.
  • 12. Februar 2025

Präsentation der Wasserstoff-Roadmap mit NRW-Ministerin Mona Neubaur

Von Jörg Schwarz | Journalismus, PR & Lyrik

„Ihr wollt was machen, ich helfe euch.“ Mona Neubaur, NRW-Wirtschaftsministerin und stellvertretende Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen

Mehr als 80 Gäste – Fachleute, Wissenschaftler, Unternehmer und interessierte Bürger - waren zur Präsentation der  Wasserstoff-Roadmap auf Gut Gnadental in Neuss gekommen. Es war bereits die zweite Veranstaltung zum Thema „Wasserstoffhochlauf“ nach der Vorstellung der Roadmap im historischen Zeughaus Neuss.

Das Grußwort auf Gut Gnadental hielt NRW-Ministerin Mona Neubaur, die bei der Premierenpräsentation verhindert war und sich von ihrer Staatssekretärin Silke Krebs hatte vertreten lassen.

In ihrer Ansprache lobte die Ministerin die Arbeit des Wasserstoff Hub Rhein-Kreis Neuss/Rheinland e. V. und warb um Vertrauen für die geplante grüne Transformation, wobei sie nicht die Herausforderungen verschwieg. Positive Überraschung: Die Ministerin blieb trotz großer Zeitnot und eines weiteren Abendtermins bis zum Ende der Veranstaltung und brachte sich höchst engagiert in die lebhafte Diskussionsrunde ein.

Aber der Reihe nach: Dr. Thomas Kattenstein, Leiter Competence Center Wasserstoff bei DMT Energy Engineers GmbH und Vorsitzender h2-netzwerk-ruhr e.V., präsentierte die Roadmap. Die Ergebnisse: Wasserstoff wird ein wesentlicher Baustein der Energiewende sein. Der Rhein-Kreis Neuss ist prädestiniert, der Vorreiter im Bereich Wasserstoff zu werden. Denn: Sowohl auf der Versorgungsseite (heimische Elektrolyse, Import per Kernnetz oder per Ammoniak) als auch auf der Nachfrageseite (energieintensive Industrie, Mobilität) bestehen enorme Potenziale. Zudem ist der Rhein-Kreis mit der aktiven Kreisverwaltung und dem Wasserstoffhub RKN/Rheinland mit seinen mehr als 130 Mitgliedern perfekt aufgestellt, sodass die identifizierten Themen und Projekte gemeinsam mit den Akteuren auch in die Umsetzung gebracht werden können.

An die Präsentation schloss sich eine aufschlussreiche Podiumsdiskussion an. Es diskutierten:  Dr. Carsten Leder, Leiter Vertrieb, Thyssengas GmbH, Mortimer Glinz, CEO Schmidt, Kranz & Co. GmbH, Ricardo Guerreiro Goncalves, Operations Manager European Logistics, DACHSER SE, Philippe Steiner, Managing Director SPG Steiner GmbH, sowie Dirk Brügge, Kreisdirektor des Rhein-Kreises Neuss. Gekonnt moderiert wurde die Expertenrunde von David Zülow, Hausherr und Vorsitzender der Zülow AG.

Einig war man sich darüber, dass das Hochfahren der Wasserstofftechnologie eine Chance für den Rhein-Kreis Neuss sei. Kreisdirektor Dirk Brügge betonte, dass die Roadmap eine Orientierung vorgebe, wie die hiesigen Potenziale genutzt werden können, um nach der Braunkohleverstromung neue wirtschaftliche Perspektiven zu eröffnen und gleichzeitig die Klimaziele zu erreichen.

Dem stimmte auch Mortimer Glinz zu, verschwieg aber nicht, dass es teuer werde: „Einer muss die Zeche zahlen,“ so der Unternehmer. Dennoch müsse man Gas geben: „Sonst gehen wir pleite.“

Ricardo Guerreiro Goncalves ergänzte: „Die Technologie ist da, aber die Kosten müssen stimmen, damit Wasserstoff zum Beispiel im Schwerlastverkehr tragfähig wird.“

Dr. Carsten Leder meinte, dass es jetzt darum gehe, die Pilotprojekte voranzutreiben.

Philippe Steiner mahnte: „Ein funktionierender Wasserstoffmarkt kann nur mit einer stetig wachsenden und verlässlichen Infrastruktur entstehen. Die öffentliche Hand muss den Hochlauf aktiv mitgestalten.“

Auch die Ministerin mischte sich intensiv in die Diskussionsrunde ein: „Ihr wollt was machen, ich helfe euch.“

Dr. Dieter Ostermann, Vorstandsvorsitzender des Wasserstoff Hub Rhein-Kreis Neuss/Rheinland e. V., bilanzierte: „Die H2-Roadmap für den Rhein-Kreis Neuss bietet einen klaren Plan zur Dekarbonisierung. Es gibt nur wenige Kreise in Deutschland, die über drei verschiedene Wege Wasserstoff erhalten können: mittels Eigenerzeugung per Elektrolyse aus erneuerbarer Energie, über Ammoniak-Importe über den Binnenhafen und über das Wasserstoff-Kernnetz.“

Jutta Zülow, Initiatorin und Mitgründerin des Wasserstoff Hub Rhein-Kreis Neuss /Rheinland e. V., stimmte ihm zu und sagte: „All das ist keine Theorie. Lasst uns loslegen.“

 

Wasserstoff Hub RKN/Rheinland e.V.
Der Wasserstoff Hub RKN/Rheinland e.V. ist kompetenter Ansprechpartner für Unternehmen, Wissenschaft und Forschung, Politik und Verwaltung und Bürger, in Bezug auf Wasserstofftechnologien und Wasserstoffinfrastruktur sowie die Anwendung und Herstellung von Wasserstoff. Mit der Einbindung von Forschung und Wissenschaft gestaltet der Verein den Strukturwandel und den Erhalt von Beschäftigung sowie der Wertschöpfung der Region im Hinblick auf Umwelt- und Klimaschutz. Als Vorstandsvorsitzender fungiert der promovierte Physiker und Geschäftsführer der Neusser neoxid group Dr. Dieter Ostermann. Schirmherr ist Hans-Jürgen Petrauschke, Landrat des Rhein-Kreises Neuss. Der auf Initiative der Unternehmerin Jutta Zülow gegründete Verein ist mit mehr als 130 Mitgliedern der größte am Rhein und zählt neben Unternehmen auch Städte, Kommunen und Schulen zu seinen Mitgliedern. Sitz des Vereins ist Gut Gnadental. Weitere Infos unter: https://www.h2-hub-rheinland.de/


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