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Mobilität am Reiseziel
Am besten hält man im Vorwege gemeinsam mit dem Autovermieter mögliche Schäden, Kratzer oder Beulen in einem Übergabeprotokoll fest ©TÜV NORD / AdobeStock
  • 05. August 2022

Mobilität am Reiseziel

Von Sabrina Kautz | PickMeUp Werbeagentur GmbH

Der Sommer ist da und damit die Urlaubszeit. Viele möchten auch am Zielort nicht auf ihre mobile Unabhängigkeit verzichten. Ein Mietwagen ist hier eine gute Lösung. Michael Schlüting, Leiter der TÜV NORD-Station Paderborn, gibt Tipps, was man bei der Buchung beachten sollte und wo versteckte Kostenfallen lauern können.

Mietwagen sind die perfekte Option für alle, die im Urlaub Wert auf mobile Unabhängigkeit legen. So lassen sich Inseln umrunden und auch die entlegensten Ecken des Reiseziels erkunden. Dennoch gibt es einige Aspekte zu beachten, wenn man ein Fahrzeug mietet.

Obacht beim Mietvertrag

Verträge können einen bitteren Beigeschmack von versteckten Klauseln und unbekannten Zusatzkosten haben. Jedes Detail ist hier entscheidend. Michael Schlüting, Leiter der TÜV NORD-Station Paderborn, erklärt: „Der Vertrag deckt die wichtigsten Punkte ab. Dazu gehört die Kilometerbegrenzung: Hier können schnell Zusatzkosten entstehen. Daher sind meist Angebote mit unbegrenzter Kilometerzahl sinnvoll. Alternativ sollte man sich überlegen, ob die gewünschte Kilometerzahl für die Reise ausreicht und bei Bedarf prüfen, ob diese bei der Autovermietung angepasst werden kann.“

Doch wer darf den Wagen fahren? Standardmäßig darf nur die Vertragsnehmerin oder der Vertragsnehmer das Auto bewegen. Gerade wenn das Auto viel genutzt werden soll, ist ein Fahrerwechsel durchaus sinnvoll. Denn lange Fahrten können zum Beispiel zu Müdigkeit und damit zu Konzentrationsschwierigkeiten oder sogar Sekundenschlaf führen. Besser und entspannter ist es, wenn sich mindestens eine weitere Person im Mietvertrag eintragen lässt. Hierbei sollte auf den zusätzlichen Versicherungsschutz geachtet werden, der eventuell mit gebucht werden muss. Viele Angebote haben die Option einer Zusatzfahrerin oder eines Zusatzfahrers inkludiert.

Auch das Tanken ist im Mietvertrag geregelt. Zwei Varianten sind gängig: Full-Empty oder Full-Full. „Bei Ersterem wird das Auto am Urlaubsende mit einem Resttank abgegeben. Zusätzlich zum Mietpreis fällt dann die komplette Tankfüllung inklusive der Servicegebühr an“, weiß Schlüting. Die zweite, meist die kostengünstigere, Variante verlangt, das Fahrzeug mit vollem Tank wieder abzugeben. Um mögliche Zusatzkosten bei Abholung und Rückgabe zu vermeiden, ist es ratsam, das Auto selbst vor Ort abzuholen und es zum gleichen Standort innerhalb der Frist zurückzubringen.

Besonders Fahrerinnen und Fahrer unter 21 bis unter 25 Jahren müssen mit Zuschlägen rechnen oder haben keinen Zugriff auf höherpreisige Modelle. Auch Zubehör wie Kindersitze oder Navigationssysteme kann mit einem Aufpreis verbunden sein. Möchte man mit dem gemieteten Fahrzeug Landesgrenzen überqueren, empfiehlt es sich, dies vorher mit dem Anbieter abzusprechen.

Gut versichert ist die halbe Miete

Um im Falle eines Unfalls finanziell abgesichert zu sein, bietet sich eine Haftpflichtversicherung in Höhe von mindestens einer Million Euro an. Der Umfang des Versicherungsschutzes sollte im Mietvertrag festgehalten werden, da Schäden an Reifen oder dem Unterboden sowie Steinschläge oft ausgenommen sind. „Parkrempler sind an manchen Urlaubsorten leider keine Seltenheit. Hier empfiehlt es sich, wenn möglich eine Vollkaskoversicherung ohne oder mit einer geringen Selbstbeteiligung zu wählen“, rät der TÜV-Experte.

So verläuft die Fahrzeugübernahme reibungslos

Im ersten Schritt sollte der Mietwagen im Idealfall gemeinsam mit einer Ansprechpartnerin oder einem Ansprechpartner der Autovermietung auf mögliche Schäden wie Beulen oder Lackkratzer genau untersucht werden, um diese in einem Übergabeprotokoll festzuhalten. Erfolgt die Übernahme allein, ist es ratsam, Mängel einfach mittels Handykamera fotografisch zu dokumentieren. „Die Mieterin oder der Mieter sollte darauf achten, neben fahrzeugspezifischen Papieren und Versicherungsunterlagen auch Notfallrufnummern und einen mehrsprachigen Unfallbericht bei der Fahrzeugübernahme zu erhalten. Am besten ist es, einen Ausdruck davon im Urlaub dabei zu haben“, weiß der Stationsleiter. Vor Fahrtantritt sollten Urlauberinnen und Urlauber einen kurzen, aber gründlichen Sicherheitscheck durchführen. Wie steht es um Reifen und Luftdruck? Funktionieren alle Lichtanlagen einwandfrei? Wie sehen die Bremsen aus? Lässt sich das Auto problemlos lenken?

Über die TÜV NORD GROUP:
Vor mehr als 150 Jahren gegründet, stehen wir weltweit für Sicherheit und Vertrauen. Als Wissensunternehmen haben wir die digitale Zukunft fest im Blick. Ob Ingenieurinnen, IT-Security-Experten oder Fachleute für die Mobilität der Zukunft: Wir sorgen in mehr als 100 Ländern dafür, dass unsere Kunden in der vernetzten Welt noch erfolgreicher werden. Mehr Infos unter: www.tuev-nord-group.com


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Der Käsemarkt in Nieheim ist sehenswert. Internationale Käsehersteller treffen hier zusammen und bieten ihren Käse an.

Käse und Käsemacher

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Warburg am Tag! ©Gerald Kaufmann

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