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Stiftungsratsvorsitzender Matthias Wilkes und die Vorstandsmitglieder Dr. Katharina Gerarts, Dr. Daniel Heilmann, Detlef K. Boos (v.l.) eröffneten offiziell das Jubiläumsjahr der Karl Kübel Stiftung. ©Karl Kübel Stiftung / Thomas Neu

Karl Kübel Stiftung startet ins Jubiläumsjahr

  • Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie
  • Hochstift

Das 50-jährige Bestehen wird unter dem Motto „Familie zählt!“ gefeiert                               

Die Karl Kübel Stiftung für Kind und Familie feiert in diesem Jahr ihr 50-jähriges Bestehen. Mit dem Hissen der Fahne am Stiftungssitz in Bensheim und der heutigen Vorstellung der Jubiläumsaktivitäten wurde das Festjahr offiziell eröffnet. Es steht unter dem Motto „Familie zählt!“

Den Grundstein für die Stiftung legte ihr Stifter Karl Kübel (1909-2006), als er 1972 seine „3K“-Möbelwerke verkaufte und den Erlös sowie den größten Teil seines Privatvermögens in die Stiftung einbrachte. Seitdem setzt sie sich auf vielfältige Art für das Wohl und die Stärkung von Kindern und Familien im In- und Ausland ein. Diese Zielsetzung war Karl Kübel wichtig, denn er hatte bereits früh erkannt, dass die Zukunftschan­cen von Kindern entscheidend vom familiären Kontext bestimmt werden.  

„Die Bedeutung von Familie für die Entwicklung eines Kindes spiegelt sich auch in unserem Jubiläumsmotto „Familie zählt!“ wider. Familien in all ihren unterschiedlichen Ausprägungen sind die Basis unserer Gesellschaft. Wir unterstützen Kinder und Eltern, damit sie sich zu starken Persönlichkeiten entwickeln können, die ein gutes, selbstbestimmtes Leben führen können“, sagt Matthias Wilkes, Stiftungsratsvorsitzender der Karl Kübel Stiftung.

Im Jubiläumsjahr gibt es verschiedene Aktionen und Veranstaltungen, die das Motto aufgreifen. Los geht es in der kommenden Woche. Ab dem 19. Januar stellt die Karl Kübel Stiftung jede Woche eine Person oder Organisation auf ihrer Website (www.kkstiftung.de) und ihren Social-Media-Kanälen vor, um zu zeigen wie ihre Arbeit wirkt. „Gemeinsam mit unseren Kooperationspartnern, Förderern sowie Spenderinnen und Spendern haben wir in den zurückliegenden fünf Jahrzehnten viel bewirken können und mehr als zwei Millionen Menschen, zum Beispiel durch Existenzsicherungsprojekte oder Bildungsangebote, neue Chancen und eine bessere Zukunft ermöglicht“, so Wilkes.

Weiter geht es am 22. März mit der Verleihung des FAIRWANDLER-Preises an junge Initiativen, die sich für eine gerechtere Welt einsetzen. Im September folgen die Verleihung des Karl Kübel Preises sowie des Dietmar Heeg Medienpreises und der Weltkindertag. Höhepunkt des Jubiläumsjahres ist der Festakt am 4. Dezember im Bürgerhaus Bensheim mit Festredner Prof. Dr. Norbert Lammert, Bundestagspräsident a.D. Genau an dem Tag vor 50 Jahren wurde die Stiftung gegründet.

Seitdem hat sie mehr als 2.000 Projekte in elf Ländern gefördert. Allein in der Entwicklungszusammenarbeit wurden in dieser Zeit mehr als 1,5 Millionen Menschen erreicht. Die Bildungsinstitute der Stiftung verzeichneten in den zurückliegenden fünf Jahrzehnten hochgerechnet knapp eine Millionen Teilnehmer*innen. 

Ein Blick zurück zeigt, dass sich die Projektarbeit in dieser Zeit stetig weiterentwickelt hat, um den Bedürfnissen von Kindern und Familien gerecht zu werden und sie zu fördern.  

Anfang der 1970er Jahre konzentrierte sich die Stiftungsarbeit z.B. auf Arbeits- und Studienprogramme für junge Akademiker*innen zum Erlernen von Kenntnissen aus der Entwicklungszusammenarbeit. Ab 1977 förderte die Stiftung ländliche Projekte in Tansania, Kenia, Afghanistan, Bolivien und Indien. Die Schwerpunkte ihres Engagements waren von Beginn an Entwicklungszusammenarbeit, Familie und Bildung. 1978 wurde das erste Bildungsinstitut der Stiftung gegründet - das Odenwald-Institut in Südhessen; weitere Institute folgten. Neben dem Odenwald-Institut gehören heute das Felsenweg-Institut mit seinen Standorten in Bremen und Erfurt sowie das Institute for Development Education in Coimbatore/Indien zur Stiftung. 

Bedeutende Inlandsaktivitäten der Stiftung umfassen Gemeinschaftsprojekte mit dem Land Hessen – aktuell zum Beispiel die Eltern-Kind-Treffpunkte Drop (In)klusive, die Landesservicestelle für Familienzentren oder der Hessische Familientag.

In der Entwicklungszusammenarbeit engagiert sich die Stiftung heute in sieben Ländern, darunter Indien, die Philippinen und Äthiopien. Ihre Projekte zielen darauf ab, die Lebensverhältnisse von besonders bedürftigen Bevölkerungsgruppen zu verbessern, zu sozialer Gerechtigkeit beizutragen und damit auch Fluchtursachen zu vermeiden. Schwerpunkte der Projektarbeit liegen in den Bereichen Bildung, Ernährungssicherung sowie Kinder- und Frauenrechte.

Mit ihrer entwicklungspolitischen Bildungsarbeit und dem weltwärts-Freiwilligendienst setzt sich die Karl Kübel Stiftung dafür ein, jungen Menschen ein ausgewogenes Weltbild zu vermitteln, Begegnung und Solidarität zu ermöglichen und das Bewusstsein für globale Zusammenhänge und benachteiligte Menschen aus Entwicklungsländern zu schärfen. 

Darüber hinaus lenkt die Stiftung mit ihren Preisen den Blick auf soziales Engagement. Der renommierte Karl Kübel Preis würdigt Persönlichkeiten, die sich in besonderer Weise für Kinder und Familien engagieren. Der Dietmar Heeg Medienpreis wird an Journalist*innen für besonders eindrückliche Medienberichte zum Thema Familie verliehen. Dritter im Bunde ist der FAIRWANDLER-Preis, mit dem seit 2016 an junge, entwicklungspolitische Initiativen ausgezeichnet werden.

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