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Starkes Zeichen gegen Werksschließungen bei der Bahn
Bahn ©Gerald Kaufmann
  • 07. März 2025

Starkes Zeichen gegen Werksschließungen bei der Bahn

Von Benjamin Köster | Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG)

Am Freitag sind 350 Kolleginnen und Kollegen der DB Fahrzeuginstandhaltung (FZI) dem Aufruf der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG) gefolgt und haben für die Zukunft des Standortes vor ihrem Werk demonstriert. Auslöser des Protests ist die Ankündigung, dass in diesem Jahr keine neuen Auszubildenden im Werk anfangen sollen.

„Wir sind hier heute, weil wir einfach mal laut werden müssen“, sagte Betriebsrat Andreas Steins. Seit 113 Jahren werde bei FZI in Paderborn ausgebildet. „Und jetzt in Zeiten des Fachkräftemangels will man das wegschmeißen?“ Die EVG und die betrieblichen Interessenvertreter warnen vor einer Schließung des Werkes, in dem bereits Kurzarbeit angeordnet worden ist.

Neithard von Böhlen, Vorsitzender der EVG Nordrhein-Westfalen, stellt sich an die Seite der Beschäftigten: „Die Kolleginnen und Kollegen in Paderborn können sich auf uns verlassen. Wenn die Bahn jetzt Werke schwächt oder gar schließt, begeht sie einen schweren Fehler.“

Auch die Vorsitzende des Konzern-Jugend und Auszubildendenvertretung, Jette Augustin, stellte klar: „Wer bei Nachwuchskräften spart, spart an der Zukunft.“ Und: „Wenn jetzt hier gespart werden soll, was sagt das dann über die Zukunft des gesamten Werks aus?“

Der Bundesvorstand der EVG hat sich bereits in der vergangenen Woche für den Erhalt der Werke starkgemacht. Der stellvertretende EVG-Vorsitzende Kristian Loroch dazu: „Ohne funktionierende Instandhaltung, keine funktionierende Bahn. So einfach ist das. Es ist erschreckend, dass die Bahn hier offenbar bereit ist, für kurzfristige Einsparungen ganze Werke aufs Spiel zu setzen. Für die EVG steht fest: Umstrukturierungen und Anpassungen dürfen niemals auf Kosten der Beschäftigten gehen. Wir werden jedes Vorgehen genauestens überwachen und kritisch hinterfragen."


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Kommentare

0
Bahnkunde
1 jahr vor
Irgendwie scheint die Arbeiterschaft sich wohl erst dann zu melden, wenn der Laden vor die Wand gefahren ist. Bei dem AW hatte ich immer das Gefühl, hier kann was nicht stimmen. Wenn per LKW Achsen 'nen Berg hoch- und runtergefahren werden, obwohl man doch Bahn ist, ist das schon seltsam.
Nie gab es mal Meldungen, dass man besonders progressiv sei im Service oder Technik. Es schien so, als würden man seit 100 Jahren dort das Gleiche machen. So etwas kann nicht gut gehen.
Solche Arbeiten machen dann Arbeiter im Osten Europas wesentlich billiger, bei gleicher Qualität.
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Anonym
1 jahr vor
In den nicht mehr ganz so neuen Bundesländern wachsen Wartungshallen für ICE's wie Pilze aus dem Boden. Top modern. Die hatten vor der Wende zwar nur Trabi's, aber Bahn konnten sie schon vorher.
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