V.l.: Prof. Dr. Dieter Bathen, Prof. Dr. Andrea Kienle, Prof. Dr. Manfred Fischedick
Mär 12, 2024

Vorstand der…

Professoren Bathen und Fischedick von der Mitgliederversammlung im Amt bestätigt Dem…
Dennis Riehle - Jurnalist | Autor | Publizist
Mär 19, 2024

Konventionalität statt…

Die ökologische Wende der Ampel macht auch vor der Landwirtschaft nicht halt. Dabei sind…
Wir sehen Rot
Mär 15, 2024

EVG Betriebsrat Kay…

"Die EVG ist heute hier, weil es um 1.800 Arbeitsplätze - alleine im ersten Step geht -…
HIV-Prophylaxe PrEP könnte noch viel mehr Menschen schützen
Liegt auf der Hand: Menschen mit HIV-Risiko müssen Zugang zur HIV-Prophylaxe PrEP haben
  • 23. März 2023

HIV-Prophylaxe PrEP könnte noch viel mehr Menschen schützen

Von Holger Wicht | Deutsche Aidshilfe

Gegen HIV gibt es keine Impfung, aber HIV-Medikamente können zuverlässig vor einer Ansteckung schützen und Ängste vor einer HIV-Übertragung beim Sex nehmen. Davon könnten noch viel mehr Menschen in Deutschland profitieren, die Zahl der HIV-Infektionen könnte so weiter sinken. Anlässlich des Deutsch-Österreichischen AIDS-Kongresses (DÖAK), der heute in Bonn beginnt, hat die Deutsche Aidshilfe dazu ein neues Positionspapier veröffentlicht. 

Bei der PrEP (Prä-Expositions-Prophylaxe, „Vor-Kontakt-Vorsorge“) nehmen HIV-negative Menschen ein HIV-Medikament ein, entweder dauerhaft oder kurzfristig zu bestimmten Anlässen. Das Virus kann sich dann nicht mehr im Körper einnisten, eine HIV-Übertragung beim Sex ist nicht mehr möglich. Seit September 2019 ist die PrEP für Menschen mit „substanziellem“ HIV-Risiko eine Leistung der Gesetzlichen Krankenkassen. 

PrEP-Nutzung nimmt zu

Mindestens 30.000 Menschen, so berichtet Daniel Schmidt vom Robert Koch-Institut (RKI) auf dem DÖAK, schützen sich in Deutschland bisher mit der PrEP, bisher vor allem schwule Männer. Tendenz: steigend. Aber viele Menschen wissen noch nichts von dieser Schutzmöglichkeit oder glauben nicht, dass sie für sie in Frage kommt. Zugleich gibt es in manchen PrEP-Praxen lange Wartelisten und abseits der Metropolen weiße Flecken auf der Versorgungslandkarte.

 „Dass die Zahl der Nutzer*innen steigt, ist eine gute Nachricht. Diesen Trend gilt es zu verstärken, indem wir alle noch offener denken und breiter über die PrEP aufklären. Die PrEP ist prinzipiell für alle Menschen mit einem HIV-Risiko geeignet. Wer sich mit der HIV-Prophylaxe schützen möchte, muss sie auch schnell und unkompliziert bekommen“, sagt Ulf Kristal, Vorstandsmitglied der Deutschen Aidshilfe.

PrEP zugänglich machen

In der Evaluation der PrEP als GKV-Leistung (Kurzbericht) kommt auch das Robert Koch-Institut zu dem Schluss: „Um das Potenzial der PrEP als Präventionsmethode erschließen zu können, bleibt es wichtig, allen Personen mit Bedarf PrEP zugänglich zu machen.“ 

Folgende Maßnahmen können dazu aus Sicht der Deutschen Aidshilfe beitragen:

  • Aufklären: Die PrEP muss bekannter werden!
  • Individuell entscheiden: Ob die PrEP die geeignete Schutzmaßnahme ist, sollten Menschen im Gespräch mit ihren Ärzt*innen herausfinden, Hausärzt*innen sollten in der Anamnese auch Sexualität thematisieren.
  • PrEP anbieten: zum Beispiel in der Sexualberatung, in Angeboten für Menschen aus besonders stark von HIV betroffenen Gruppen, in Beratungsstellen für Sexarbeiter*innen.
  • PrEP auch in die reisemedizinische Beratung integrieren: Viele HIV-Infektionen auf heterosexuellem Wege geschehen in Ländern, wo HIV besonders häufig vorkommt.
  • Versorgungssicherheit herstellen: Um Ärzt*innen den Schritt zur PrEP-Verordnung zu erleichtern, sollte die erforderliche Fortbildung stark erleichtert werden, etwa über ein E-Learning-Angebot.
  • Community-Kompetenz einbinden: die zur Verordnung nötige Beratung könnte teilweise auch in Checkpoints der Aidshilfen oder Beratungsstellen stattfinden, an manchen Orten auch die Verordnung selbst.
  • Ängste ausräumen: Viele Menschen haben laut Evaluation unnötige Ängste vor starken Nebenwirkungen.
  • Zugang für alle schaffen: PrEP muss auch Menschen ohne Aufenthaltsstatus oder Krankenversicherung sowie Menschen in Haft zur Verfügung gestellt werden.
  • Kosten übernehmen: Auch private Krankenversicherungen sollten die PrEP bezahlen. Viele übernehmen die Kosten bisher nicht, einige benachteiligen bisher PrEP-Nutzer*innen sogar beim Tarif.

„Niemand darf von diesem wirkungsvollen Schutz vor HIV ausgeschlossen bleiben“, betont DAH-Vorstand Kristal. „Es muss einfache und ermutigende Zugänge zur PrEP geben! Das gilt ganz besonders für marginalisierte Gruppen – zum Beispiel nicht krankenversicherte Menschen, die aufgrund einer prekären Lebenssituation der Sexarbeit nachgehen.“

Um mit der PrEP noch mehr HIV-Infektionen zu verhindern, sind also Politik, Prävention, Medizinsystem sowie Hilfs- und Beratungsangebote gleichermaßen gefragt. 

„Es geht darum, die PrEP gemeinsam zu einer selbstverständlichen und akzeptierten Schutzmethode zu machen“, so Kristal.

PrEP schützt und nimmt Ängste

Bisher gilt die PrEP als Maßnahme für Menschen mit einem sehr hohen HIV-Risiko. Doch das ist zu kurz gedacht: Es kann viele Gründe geben, warum sie eine geeignete Schutzmethode ist. Die medikamentöse Prophylaxe ermöglicht, den Schutz vor HIV selbstbestimmt in die Hand zu nehmen und die volle Kontrolle zu behalten, unabhängig vom Verhalten der Partner*innen, den Umständen und dem emotionalen Geschehen in sexuellen Situationen. Wenn beim Kondomgebrauch etwas schiefgeht, schützt die PrEP trotzdem. Sie erlaubt aber auch, wenn gewünscht, auf Kondome zu verzichten. Manchen Menschen ermöglicht zudem erst die PrEP eine Sexualität ohne Angst vor einer HIV-Infektion. So trägt die medikamentöse HIV-Prophylaxe auch zu einer erfüllten Sexualität und zum psychischen Wohlbefinden bei.

Für manche Menschen ist die PrEP aus diesen Gründen die beste oder eine zusätzliche Schutzmöglichkeit, für manche Menschen ist sie die einzige praktikable Option. 

„Jede Motivation hat ihre Berechtigung. Wer die PrEP zum Schutz vor HIV einsetzen möchte, hat in der Regel gute Gründe dafür und sollte Unterstützung erfahren“, betont DAH-Vorstand Ulf Kristal.

Safer Sex 3.0

Prinzipiell stehen heute drei Möglichkeiten zur Verfügung, sich vor HIV zu schützen: Kondome, die PrEP und die Schutzwirkung der Therapie HIV-positiver Menschen, wenn HIV im Blut nicht mehr nachweisbar ist. Welche Methode geeignet ist, hängt von der individuellen Situation und persönlichen Vorlieben ab. Manche Menschen kombinieren auch verschiedene Methoden oder wechseln je nach Anlass.




Ressort: Themen

Kommentare powered by CComment

Das Portal für
Paderborn, Höxter und Warburg

webverzeichnis

Autopflege Zubler
Webcomponenten
Joomla, Anmeldesysteme, Newsletter
Elsener Straße 24 b - 33102 Paderborn
Das Portal für Paderborn, Höxter und Warburg
  • Kloster Corvey ©Gerald Kaufmann

    Kloster Corvey, Stiftskirche

    Kloster Corvey war mit das größte Kloster hier im Hochstift. Beeindruckend ist, wie schon im vorletzten Jahrtausend mit dem Aufbau begonnen wurde.

  • Paderquellgebiet ©Gerald Kaufmann

    Paderquellgebiet

    Mit seinen 200 Quellen mitten in Paderborn im ist die Pader der kürzeste Fluss in Deutschland und mündet im benachbarten Schloß Neuhaus in die Lippe.

  • Rathaus Paderborn ©Gerald Kaufmann

    Rathaus Paderborn

    Rathaus im Stil der Weserrenaissance. Nach der Zerstörung im 2. Weltkrieg wurde ist wieder aufgebaut und ist noch heute Tagungsort des Stadtrates.

  • Das Drei-Hasen-Fenster ©Gerald Kaufmann

    Das Drei-Hasen-Fenster

    Das Drei-Hasen-Fenster im Kreuzgang des Paderborner Doms ist ein Wahrzeichen von Paderborn, und findet sich auch an vielen weiteren Orten in der Paderstadt wieder.

  • Abdinghofkriche in Paderborn ©Gerald Kaufmann

    Abdinghofkriche in Paderborn

    Abdinghofkriche ist ungefähr gleich alt wie der Dom und wurde als Klosterkirche gegründet. Heute ist sie so etwas wie der Evangelische Dom in Paderborn.

  • Paderborner Dom ©Gerald Kaufmann

    Paderborner Dom

  • Rathaus Höxter ©Gerald Kaufmann

    Rathaus Höxter

  • Wisent in Hardehausen ©Gerald Kaufmann

    Wisent in Hardehausen

  • Kleines Viadukt bei Altenbeken ©Gerald Kaufmann

    Kleines Viadukt bei Altenbeken

  • Waschfrauen an der Pader ©Gerald Kaufmann

    Waschfrauen an der Pader

  • Liboriuskapelle ©Gerald Kaufmann

    Liboriuskapelle

    Liboriuskapelle in Paderborn

  • Keiserpfalz ©Gerald Kaufmann

    Kaiserpfalz in Paderbortn

    Platz zwischen Dom und Kaiserpfalz. Im Hintergrund die

  • Kapuzinerkirche ©Gerald Kaufmann

    Kapuzinerkriche

    Die Kapuzinerkirche in Brakel entstand im 18. Jahrhundert und beinhaltet barocke als auch gotische Elemente.

  • Rathaus Brakel ©Gerald Kaufmann

    Rathaus Brakel

    Das Brakeler Rathaus im im Renaissance-Stil. Davor steht die Rolandssäule, welche auch als Pranger genutzt wurde.

  • Nieheim Fachwerkhaus

    Großes Fachwerkhaus in Nieheim

    Der Käsemarkt in Nieheim ist sehenswert. Internationale Käsehersteller treffen hier zusammen und bieten ihren Käse an.

  • Käse und Käsemacher

    Käse und Käsemacher

    Käsehersteller aus dem Brezenzer Wald zu Gast in Nieheim!

  • Warburg am Tag! ©Gerald Kaufmann

    Warburg am Tag! ©Gerald Kaufmann

    Warburg liegt ziemlich mit am äußersten Rand vom Hochstift Paderborn, Höxter.

Neuestes

April 10, 2024
Solar

Wüstenstaub kann PV-Leistung stark beeinträchtigen

Kommentar von Dennis Riehle Dass ausgerechnet die Sahara Habecks Erneuerbaren-Traum zerstört, ist ein Wink mit dem Zaunpfahl! Es war wieder einmal eine grüne Kundgabe voller Euphorie, die uns wissen ließ, dass wir in Sachen Energie mittlerweile weitgehend von Russland unabhängig sind, die die…
April 09, 2024
Der Roboter

Bester Zeitpunkt für den Einsatz von KI am Arbeitsplatz

Haben Sie sich schon einmal gefragt, wann der optimale Zeitpunkt für den Einsatz eines Chatbots in Ihrem Arbeitsumfeld ist? Ob zur Optimierung des Kundensupports, zur Verbesserung der internen Kommunikation oder zur Automatisierung von Routineaufgaben – der Zeitpunkt der Integration eines Chatbots…
April 08, 2024
Die Bahnen in NRW

Beschäftigungsoffensive des Landes nimmt wichtige Etappe

rund 1000 Interessentinnen und Interessenten für Bahnberufe in 6 Monaten Zugausfälle, hohe Krankenstände und massive Belastungen durch die Folgen des demografischen Wandels: Das Zugpersonal im NRW Nahverkehr braucht - wie wir alle wissen - dringend Verstärkung. Mehr als 500 Quereinsteigerinnen und…
April 04, 2024
Recycling

Verbraucher:innen benötigen Finanz-Anreize & Informationen

Studie der Uni Hohenheim zeigt: Verbraucherinnen und Verbraucher sind gewillt ihren Müll zu trennen. Fehlinformationen und Wissenslücken stehen dem jedoch entgegen. Schätzungen zufolge wird es bis zum Jahr 2050 33.000 Millionen Tonnen Plastikmüll auf der Erde geben. Ein Grund dafür: Viele…

Neuestes

Die besten Angebote für die nächste Reise

Strand Person Sonnenuntergang
Frühlingsfest bei Ullrich Caravaning Bad Salzuflen, 28. März 2024. Zum Frühlingsanfang lädt Ullrich Caravaning wieder zum Frühlingsfest ein. Am 20. und 21. April können Besucher vor Ort in…

So dreht man den Heizkessel im Sommer richtig ab

Die Heizung im Sommer abschalten
Heizung: In der warmen Jahreszeit abschalten oder auf Sommerbetrieb umstellen spart Energi Zukunft Altbau gibt Tipps für den sparsamen Umgang mit Heizenergie Mit dem Frühling steigen die…

Meist gelesen




Paderborn und Höxter

erleben!

---


Hochstiftanzeiger!

Finde was zählt!