Regensburg bringt sich mit fünf Projekten in den neuen bundesweiten Corona-Forschungsverbund der Universitätsmedizin ein. Das Foto zeigt einen Blick in das Labor des Lehrstuhls für Medizinische Zellbiologie an der Universität Regensburg ©obx-medizindirekt/Uni Regensburg/Julia Dragan

Regensburger Know-how beflügelt Deutschlands Corona-Forschung

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Ein neues, bundesweites Nationales Corona-Forschungsnetzwerk soll Deutschlands Expertise bündeln. Fünf Pilotprojekte des Regensburger Universitätsklinikums sollen helfen, Corona besser zu bekämpfen und die Bundesrepublik besser auf künftige Pandemien vorzubereiten.

Berlin/Regensburg - Das Regensburger Universitätsklinikum wird mit fünf Pilotprojekten Teil eines neuen bundesweiten Corona-Forschungsnetzwerks, das die Bundesregierung mit rund 150 Millionen Euro fördert. Das so genannte "Nationale Forschungsnetzwerk der Universitätsmedizin zu Covid-19", kurz "Netzwerk Universitätsmedizin", soll die Forschung der deutschen Universitätsklinika zur aktuellen Pandemie bündeln und stärken.

Der neue Verbund unter der Koordination der Charité-Universitätsmedizin Berlin soll in einem Krisenfall bundesweit alle Maßnahmenpläne, Diagnostik- und Behandlungsstrategien der deutschen Universitätsklinika und weiterer Akteure des Gesundheitswesens systematisch zusammenführen. Zu den Schwerpunkten des neuen Netzwerks gehören klinikübergreifende Notaufnahmeregister, die Forschung zur Covid-19-Immunität, ein deutschlandweites Obduktionsnetzwerk, bundesweit einheitliche, datenschutzkonforme Infrastrukturen für die Speicherung von Covid-19-Forschungsdatensätzen sowie eine Nationale Strategie für die Palliativversorgung in Pandemiezeiten.

Die ostbayerischen Mediziner und Wissenschaftler wollen unter anderem ein bestehendes Notaufnahmeregister zu einer flächendeckenden Infrastruktur für eine Echtzeit-Versorgungsforschung in Notaufnahmen ausbauen (Projekt "AKTIN-EZV"). Ein weiteres Vorhaben ("Defeat Pandemics") umfasst den Aufbau eines deutschlandweiten Obduktionsnetzwerks, um Daten, Materialien und Erkenntnisse systematisch und strukturiert zu erfassen und Netzwerkpartnern zur Auswertung zu Verfügung zu stellen.

Das radiologische Projekt "Racoon" erweitert das Netzwerk zudem um eine bildgebende Komponente. Die Forschungsdatenplattform "FoDaPl" soll dazu dienen, eine deutschlandweite gesicherte digitale Dateninfrastruktur aufzubauen. Sie soll zum einen bei der aktuellen sowie bei künftigen Pandemien als Plattform dienen und dauerhaft medizinische Informationen zusammenführen. Eine erste sogenannte praktische Umsetzung dieser Datenbank-Idee ist das "Nationale Pandemie Kohorten Netz". Es ermöglicht, Daten und Bioproben von Patienten mit nachgewiesener SARS-CoV-2-Infektion einheitlich zu erfassen, nachzuverfolgen und auszuwerten.

"Die Regensburger Universitätsmedizin besitzt deutschlandweit für Forschung und Lehre sowie in der klinischen Versorgung einen hervorragenden Ruf. An der Etablierung und Förderung des Netzwerks Universitätsmedizin zu Covid-19 beteiligen wir uns gerne, um sehr wichtige wissenschaftliche Pionierarbeit in der Bekämpfung der derzeitigen Pandemie zu leisten", sagt Professor Dr. Dirk Hellwig, Dekan der Fakultät für Medizin der Universität Regensburg.

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