Prof. Dr. Jost Langhorst
Mai 26, 2026

Integrative Medizin und…

Prof. Dr. med. Jost Langhorst überzeugt mit Forschungsergebnissen zu Phytopharmaka und…
Sebastian Fitzeks - Die Einladung
Mai 28, 2026

Sebastian Fitzeks - Die…

Der Bestseller als packendes Theatererlebnis 2027 wird der Psychothriller DIE EINLADUNG…
Shakira
Mai 27, 2026

Shakira und Burna Boy…

Mit einer All-Star-Besetzung aus Fußballspielern Shakira und Burna Boy haben das Video zu…
Weserrenaissance-Schloss ausgeziechnet
Mai 29, 2026

Schloss Amelunxen in…

Kristin Wichert, Ortskuratorin Paderborn der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD),…
Juni 01, 2026

Lottoglück im Kreis…

Sechs Richtige dank Vollsystem 007: In der LOTTO 6aus49-Ziehung vom Samstag (30. Mai)…
Juni 03, 2026

Heiraten auf der…

Termin: 06.06.2026 Dieses Datum ist gemacht für die Liebe: Am 6. Juni 2026 können Paare…
Juni 08, 2026

Inspiration für die…

Portrait-Gemälde von Johannes Hatzfeld für das Haus der Dommusik / Dompropst Göbel dankt…
Juni 12, 2026

Open-Air-Festival auf…

Vier Wochen kostenfreies Programm für Klein und Groß im Zollverein Park Glitzer auf den…
Perowskit-Solarzellen grüner herstellen
ZSW-Forscherin bei der Herstellung von Perowskit-Solarzellen ©ZSW
  • 07. Juli 2022

Perowskit-Solarzellen grüner herstellen

Von Claudia Brusdeylins | ZSW

Perowskit-Solarzellen sind die Hoffnungsträger der Photovoltaik. Sie können einfach und kostengünstig aus Tintenlösungen hergestellt werden und haben unlängst Rekord-Wirkungsgrade von bis zu 25,7 Prozent im Labor erzielt. Dabei kommen jedoch fast immer gesundheits- und umweltschädliche Lösungsmittel wie Dimethylformamid zum Einsatz. Für eine industrielle großflächige Beschichtung von Perowskit-Solarzellen ist daher die Entwicklung von Verfahren mit weniger kritischen Lösungsmitteln dringend erforderlich. Einen entscheidenden Erfolg auf diesem Weg hat nun das Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) erzielt: Die Forschenden entwickelten einen Beschichtungsprozess für Perowskite, bei dem ausschließlich das umweltfreundliche Lösungsmittel Dimethylsulfoxid eingesetzt wurde. Der Wirkungsgrad der im ZSW hergestellten Solarzelle ist praktisch genauso hoch wie bei Zellen, die mit dem toxischen Lösungsmittel Dimethylformamid hergestellt wurden. Die wissenschaftlichen Fortschritte wurden in der Fachzeitschrift „ACS Applied Energy Materials“ veröffentlicht.

Solarzellen mit Perowskit-Schichten als lichtabsorbierendem Material sind seit einigen Jahren in den Fokus von Forschung und Wirtschaft gerückt. Als Perowskite bezeichnet man Materialien, die die gleiche Kristallstruktur aufweisen wie das gleichnamige natürliche Mineral. „Einige Verbindungen dieser Materialklasse zeigen hervorragende optische und elektronische Eigenschaften – für eine höhere Stromausbeute von Solarzellen eine Grundvoraussetzung“, sagt Dr. Jan-Philipp Becker, der Leiter des ZSW-Fachgebiets Photovoltaik Materialforschung. „Außerdem sind die hierfür notwendigen Rohstoffe auf der Erde reichlich vorhanden und somit kostengünstig verfügbar. Damit könnten Hersteller von Solarzellen bald hocheffiziente Module zu noch niedrigeren Kosten anbieten, als sie bereits heute bei siliziumbasierten Zellen und Modulen erreicht werden.“

Es gibt noch weitere Vorteile der Technologie: Perowskite können als Dünnschichttechnologie auch auf Kunststoff-Folien hergestellt werden. Damit sind sie leichtgewichtig und flexibel und erschließen auch Anwendungen, die für herkömmliche Solarmodule nicht zugänglich sind – etwa nahtlos integrierte Solarzellen auf Fahrzeugdächern oder auf Industriehallen, die keine großen Lasten tragen können.

Schädliche Lösungsmittel behindern Produktion im großen Maßstab

Die Ausgangsstoffe der Perowskite werden für die Beschichtung in speziellen Lösungsmitteln aufgelöst. Erst dann können sie gleichmäßig auf die Trägerfläche aufgebracht werden. Dabei kommen in der Regel Mischungen mit Dimethylformamid (DMF) zum Einsatz, das jedoch gesundheits- und umweltschädlich ist. Für eine Überführung der Produktion in einen industriellen Maßstab ist das hinderlich, da größere Mengen des Lösungsmittels als Abfall anfallen und entsorgt werden müssten. Auch sind hohe Kosten für den Arbeitsschutz zu erwarten.

Forschung und Industrie suchen daher intensiv nach umweltverträglichen, industrietauglichen Lösungsmitteln. Aufgrund der benötigten chemischen Eigenschaften kommen jedoch nur wenige Stoffe in Frage. Das Team um Jan-Philipp Becker hat nun genauer untersucht, ob reines Dimethylsulfoxid (DMSO) ein solches Lösungsmittel sein kann. DMSO ist eigentlich für den Beschichtungsprozess nicht geeignet, da die hohe Oberflächenspannung und Zähflüssigkeit des Lösungsmittels zu einer ungleichmäßigen Beschichtung der Solarzelle führt. Außerdem kann der Kristallisationsprozess der Zelle mit DMSO nur schlecht kontrolliert werden, so dass oft nur kleine Perowskit-Kristalle entstehen. Die Folge: Die Zelle erzeugt weniger Solarenergie.

Produktionsprozess für grüne Lösungsmittel anpassen

Um dieses Problem zu lösen, wandten die ZSW-Forschenden zwei Kunstgriffe an. Mittels eines angepassten Filmziehverfahrens und einer verbesserten Trocknungsmethode konnten sie den Wirkungsgrad der mit DMSO produzierten Perowskit-Solarzellen deutlich steigern. „Wir haben ein Netzmittel aus Siliziumoxid-Nanopartikeln bei der Beschichtung der Perowskit-Solarzelle genutzt und den Trocknungsprozess angepasst", sagt Becker. Die beiden Optimierungen führen dazu, dass Schichten mit großen Kristalliten mit gleichbleibender Qualität entstehen.

Die im ZSW mit DMSO als Lösemittel hergestellten 0,24 Quadratzentimeter großen Perowskit-Solarzellen erreichen einen Wirkungsgrad von 16,7 Prozent – nur 0,2 Prozent weniger als die gleich großen, ebenfalls im Institut hergestellten Perowskit-Solarzellen mit DMF. Die Forschenden nutzen die Rakelbeschichtung, englisch Blade Coating, die relativ problemlos auf größere Produktionseinheiten skalierbar ist und sich dadurch für die industrielle Umsetzung eignet.

Perowskit-Solarzellen mit größerer Fläche produzieren

Hier liegt auch der große Unterschied zu Zellen mit Rekordwirkungsgraden von 25,7 Prozent. Sie wurden mit dem Verfahren der Rotationsbeschichtung, englisch Spin Coating, hergestellt. Dabei ist der Wirkungsgrad zwar höher, industriell nutzen lässt sich die Methode für große Modulflächen jedoch nicht.

„Die neuen Forschungsergebnisse sind ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur industriellen Fertigung“, freut sich Becker. „Nun werden wir den Herstellungsprozess weiter optimieren und größere Module herstellen.“ Mit industrietauglichen Beschichtungsmethoden arbeiten die Forschenden auf Modulgrößen von bis zu 30 mal 30 Quadratzentimeter hin. Bei dieser Größe wären alle grundsätzlichen Herausforderungen für die weitere Skalierung auf kommerzielle Modulformate bereits überwunden.

Die Arbeiten wurden im Rahmen der Forschungsprojekte „PERCISTAND“ und „CAPITANO“ durch die Europäische Union und das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) gefördert. Die Arbeit erschien unter dem Titel „One-Step Blade Coating of Inverted Double-Cation Perovskite Solar Cells from a Green Precursor Solvent“: https://pubs.acs.org/doi/10.1021/acsaem.1c02425


Ressort: Themen

Das Portal für
Paderborn, Höxter und Warburg

webverzeichnis

Blutspende
Das Portal für Paderborn, Höxter und Warburg
Kloster Corvey ©Gerald Kaufmann

Kloster Corvey, Stiftskirche

Kloster Corvey war mit das größte Kloster hier im Hochstift. Beeindruckend ist, wie schon im vorletzten Jahrtausend mit dem Aufbau begonnen wurde.

Paderquellgebiet ©Gerald Kaufmann

Paderquellgebiet

Mit seinen 200 Quellen mitten in Paderborn im ist die Pader der kürzeste Fluss in Deutschland und mündet im benachbarten Schloß Neuhaus in die Lippe.

Rathaus Paderborn ©Gerald Kaufmann

Rathaus Paderborn

Rathaus im Stil der Weserrenaissance. Nach der Zerstörung im 2. Weltkrieg wurde ist wieder aufgebaut und ist noch heute Tagungsort des Stadtrates.

Das Drei-Hasen-Fenster ©Gerald Kaufmann

Das Drei-Hasen-Fenster

Das Drei-Hasen-Fenster im Kreuzgang des Paderborner Doms ist ein Wahrzeichen von Paderborn, und findet sich auch an vielen weiteren Orten in der Paderstadt wieder.

Abdinghofkriche in Paderborn ©Gerald Kaufmann

Abdinghofkriche in Paderborn

Abdinghofkriche ist ungefähr gleich alt wie der Dom und wurde als Klosterkirche gegründet. Heute ist sie so etwas wie der Evangelische Dom in Paderborn.

Paderborner Dom ©Gerald Kaufmann

Paderborner Dom

Rathaus Höxter ©Gerald Kaufmann

Rathaus Höxter

Wisent in Hardehausen ©Gerald Kaufmann

Wisent in Hardehausen

Kleines Viadukt bei Altenbeken ©Gerald Kaufmann

Kleines Viadukt bei Altenbeken

Waschfrauen an der Pader ©Gerald Kaufmann

Waschfrauen an der Pader

Liboriuskapelle ©Gerald Kaufmann

Liboriuskapelle

Liboriuskapelle in Paderborn

Keiserpfalz ©Gerald Kaufmann

Kaiserpfalz in Paderbortn

Platz zwischen Dom und Kaiserpfalz. Im Hintergrund die

Kapuzinerkirche ©Gerald Kaufmann

Kapuzinerkriche

Die Kapuzinerkirche in Brakel entstand im 18. Jahrhundert und beinhaltet barocke als auch gotische Elemente.

Rathaus Brakel ©Gerald Kaufmann

Rathaus Brakel

Das Brakeler Rathaus im im Renaissance-Stil. Davor steht die Rolandssäule, welche auch als Pranger genutzt wurde.

Nieheim Fachwerkhaus

Großes Fachwerkhaus in Nieheim

Der Käsemarkt in Nieheim ist sehenswert. Internationale Käsehersteller treffen hier zusammen und bieten ihren Käse an.

Käse und Käsemacher

Käse und Käsemacher

Käsehersteller aus dem Brezenzer Wald zu Gast in Nieheim!

Warburg am Tag! ©Gerald Kaufmann

Warburg am Tag! ©Gerald Kaufmann

Warburg liegt ziemlich mit am äußersten Rand vom Hochstift Paderborn, Höxter.

Adam Eva

Adam und Eva Haus. Daneben der Erzengel

Historische Fachwerkhäuser unweit der Paderqellen am Dom.

Neuestes

Vertreterinnen und Vertreter der Diözesanarbeitsgemeinschaft

Sorge um massive Kürzungen für soziale Projekte

Juni 25, 2026
Katholische Träger der Jugendsozialarbeit warnen im Gespräch mit Generalvikar Dr. Michael Bredeck vor Risiken für Bildungsangebote Paderborn (pdp). Mit Blick auf die Zukunft zeigt sich die Diözesanarbeitsgemeinschaft (Di-AG) katholischer Jugendsozialarbeit im Erzbistum Paderborn besorgt um die…
Vieren

UN-Meeting zu HIV/Aids: Weißer Rauch – und viele Fragen offen

Juni 24, 2026
Gemeinsame Pressemitteilung des Aktionsbündnisses gegen Aids, der Deutschen Aidshilfe und der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung Es waren harte Verhandlungen: Mit einer Deklaration zur globalen HIV/Aids-Strategie für die nächsten fünf Jahre ist in New York am Dienstagabend das UN-High-Level-Meeting…
Tag der Sicherheit

Blackout – was tun?

Juni 23, 2026
Tag der Sicherheit auf Gut Gnadental „Hoffe auf das Beste, aber sei auf das Schlimmste vorbereitet.“ – Englisches Sprichwort Naturkatastrophen wie die Ahrtalflut mit mindestens 135 Toten, kriegerische Auseinandersetzungen, hybride Angriffe auf Unternehmen und Attacken auf sensible Infrastruktur wie…
Er fordert: Raus in die Natur

Integrative Medizin: Aufenthalt im Grünen als heilsame Low-Cost-Behandlung

Juni 23, 2026
Wald- und Naturtherapie können Psyche und Körper helfen Durch den Wald gehen, im Park spazieren oder bei der Gartenarbeit in der Erde wühlen: Der Kontakt mit der Natur kann heilsam auf psychische Erkrankungen wirken, wie die Auswertung mehrerer Studien zu diesem Thema nahelegt. Warum sich dieser…

Neuestes

Meist gelesen




Paderborn und Höxter

erleben!

---


Hochstiftanzeiger!

Finde was zählt!