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Schutz des Wassers ins Zentrum der Umweltpolitik rücken
Wasserhahn ©Gerald Kaufmann
  • 20. März 2026

Schutz des Wassers ins Zentrum der Umweltpolitik rücken

Von Gerd Pfitzenmaier - ÖDP

Am Weltwassertag mahnt die Naturschutzpartei zum achtsameren Umgang mit dem nur scheinbar unendlichen Lebensquell Wasser.

Der Weltwassertag (22. März) verdeutlicht die zwiespältige Sicht auf das lebenswichtige Element: Ohne Wasser können weder Menschen noch Tiere oder Pflanzen überleben. Theoretisch gibt es genug davon auf dem Globus – trotzdem ist Wasser in vielen Regionen knapp. Das Umweltbundesamt spricht vom überwiegend „guten ökologischen Zustand" des Wassers in Deutschland – trotzdem gibt es immer wieder Streit um diesen Rohstoff – etwa wenn Unternehmen wie Tesla in Brandenburg zu viel davon beanspruchen oder wenn Wasserprojekte zum Ärgernis geraten, wie bei der Umleitung des Rheins zum Auffüllen der verlassenen Tagebaugruben in Nordrhein-Westfalen.

Regelmäßige Überschwemmungen beleuchten zudem die dunkle Seite des Lebenselixiers. Einerseits plätschert zu wenig, andererseits strömt zu viel. Die Infrastruktur in Deutschland ist nicht ausreichend auf die stärkeren Niederschläge in Folge des Klimawandels vorbereitet. Überflutungen verursachen daher massive Schäden. Eine verfehlte „Wasserpolitik" und die Verdichtung der Böden führen dazu, dass der Boden die Niederschläge nicht ausreichen aufsaugt. Er vertrocknet und vernichtet Ernten. „Die Politik muss auf diese veränderte Situation reagieren", drängt der Bundesvorsitzende der Ökologisch-Demokratischen Partei (ÖDP – Die Naturschutzpartei), Günther Brendle-Behnisch: „Wir alle müssen umdenken und künftig noch behutsamer mit Wasser umgehen." Für die ÖDP gilt: „Der Schutz unserer Wasserreserven muss ins Zentrum der Umweltpolitik rücken."

Die ÖDP Bayern hat hierzu eine Petition „Trinkwasserversorgung vor kommerziellen Interessen“ mit über 10.000 Unterschriften beim Bayerischen Landtag eingereicht. Ziel der Petition ist es, das Staatsziel „Trinkwasserschutz“ in der Bayerischen Verfassung zu verankern. Dies hätte deutschlandweite Ausstrahlung.

Der ÖDP-Chef verweist darauf, dass Wasser ein Gemeingut ist. Heute werde es nahezu kostenfrei aus Brunnen gepumpt, deren Wasservorkommen aber in Zukunft versiegen können. Daher dürfe Wasser nicht für Anerkennungsbeträge an die Industrie abgegeben werden. Es müsse für alle, die es nutzen wollen, einen angemessenen Preis haben - nicht nur für Haushalte. „Unser Trinkwasser ist zu wertvoll für viele aktuelle Verwendungen", stellt die ÖDP klar: „Um Trinkwasserknappheit zu vermeiden, ist daher die Trennung in einen Trink- und einen Brauchwasserkreislauf unabdingbar."


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Kommentare

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Aluis Hingerl
7 monate vor
Die viele Abwässergräben in der Landwirtschaft machen es oft nicht besser.
Hier müsste öfter Wasser gestaut werden, damit es nicht sofort abfließt, sondern seinen Weg ins Grundwasser finden kann.
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