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Die fünf häufigsten Irrtümer über Brillen
Auch wenn ein Hemdzipfel verlockend ist - die beste Lösung zum Brilleputzen sind Spülmittel und ein Mikrofasertuch ©Debeka/KI
  • 21. April 2026

Die fünf häufigsten Irrtümer über Brillen

Von Christian Arns | Debeka

Falsche Pflege und teure Missverständnisse: Worauf Brillenträger achten sollten

Etwa 39 Millionen Menschen in Deutschland tragen eine Brille und fast alle haben ihre eigenen Gewohnheiten im Umgang mit ihrer Sehhilfe. Doch was selbstverständlich erscheint, entpuppt sich oft als Irrtum. Die Debeka, Deutschlands größte private Krankenversicherung, klärt über die häufigsten Missverständnisse auf.

Irrtum 1: Das T-Shirt ist zum Brillenputzen gut genug

Bloß nicht! Der Griff zum Hemd- oder Shirtzipfel ist verlockend, doch ebenso schnell entstehen feine Kratzer auf den Gläsern bzw. deren Beschichtungen. Stofffasern wirken wie Schmirgelpapier, wenn sich Staub oder Schmutz auf der Brille oder dem Stoff befinden. Selbst mikroskopisch kleine Kratzer beeinträchtigen die Sehqualität. Die bessere Lösung: Die Brille zunächst unter lauwarmem Wasser abspülen, um Staub zu lösen, dann mit einem Tropfen neutralem Spülmittel reinigen und mit einem sauberen, weichen Mikrofasertuch sanft abtrocknen.

Irrtum 2: Verschiedene Anlässe erfordern mehrere Brillen

Eine Brille für den Alltag, eine fürs Auto, eine für den Strand – dieser Gedanke treibt die Kosten unnötig in die Höhe. Moderne Brillengläser vereinen verschiedene Funktionen: Selbsttönende Gläser passen sich automatisch den Lichtverhältnissen an. Gleitsichtgläser korrigieren Ferne und Nähe gleichzeitig. Entspiegelungen reduzieren Blendungen. Mit der richtigen Ausstattung genügt oft eine hochwertige Brille für viele Lebenslagen.

Irrtum 3: Hauptsache, die Brille sieht gut aus

Design spielt eine wichtige Rolle. Doch manchmal gibt der Zweck oder die Art des Sehfehlers die geeignete Brillenform vor. So sind bei stark fehlsichtigen Personen kleinere Gläser oft vorteilhafter, weil sie die Augen weniger vergrößern bzw. verkleinern. Gleitsichtgläser hingegen benötigen eine gewisse Mindestgröße, damit die unterschiedlichen Sehbereiche ausreichend groß sind. Bei Kindern oder Sportlern empfiehlt sich ein robustes Gestell.

Irrtum 4: Ob die Brille kaputt geht, ist Zufall

Viele Brillenträger nehmen Schäden als unvermeidlich hin. Tatsächlich lässt sich die Lebensdauer einer Brille durch einfache Maßnahmen erheblich verlängern. Die Brille gehört ins Etui, wenn sie nicht getragen wird. Ein Brillenband sichert bei starken Aktivitäten. Beim Optiker werden bei kostenlosen Checks Schrauben nachgezogen und Bügel justiert, bevor größere Schäden entstehen. Hitze und extreme Kälte meiden, etwa beim Aufbewahren im Auto. Schutz für beanspruchte Gläser bietet eine Hartschicht-Veredelung. Flexibles bzw. robustes Material beim Gestell erhöht die Lebensdauer.

Irrtum 5: Extras bei Brillen sind unbezahlbarer Luxus

Zusatzoptionen beim Brillenkauf klingen zunächst nach teurer Spielerei, doch viele Extras sind bezahlbar und verbessern den Alltag. Entspiegelungen beseitigen störende Lichtreflexe beim Autofahren und an Bildschirmen. Dünnere Gläser sind attraktiver und leichter auf der Nase. Der Lotuseffekt lässt Wasser und Schmutz abperlen. Anti-Beschlag erleichtert Temperaturwechsel. Während gesetzliche Krankenkassen selbst bei hoher Fehlsichtigkeit lediglich Zuschüsse zu Brillengläsern zahlen, beteiligen sich private Krankenzusatzversicherungen oft auch am Brillengestell sowie an vielen Extras – selbst bei geringer Sehschwäche.




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