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Im Ahrtal soll ein zentrales Mahnmal für die Opfer der Flutkatastrophe entstehen
Denkmal (tagsüber) Visualisierung: Michael Bender
  • 22. Mai 2026

Im Ahrtal soll ein zentrales Mahnmal für die Opfer der Flutkatastrophe entstehen

Von Jochen E. Diedenhofen

Bad Neuenahr-Ahrweiler, Mai 2026. – Fast fünf Jahre nach der verheerenden Flutkatastrophe im Ahrtal ist vieles wieder aufgebaut worden. Straßen, Häuser und Orte kehren Schritt für Schritt zurück in den Alltag. Doch die Erinnerung an die Nacht vom 14. auf den 15. Juli 2021 bleibt – ebenso wie die Verantwortung, die Ereignisse und ihre Folgen dauerhaft sichtbar zu machen.

Mit dem Projekt „DenkAHR“ will der gemeinnützige Verein DenkAHR e.V. nun ein zentrales Mahnmal für die Opfer der Flutkatastrophe im Ahrtal errichten. Entstehen soll ein Ort des Erinnerns, Gedenkens und Mahnens in Bad Neuenahr-Ahrweiler.

Im Ahrtal verloren damals 135 Menschen ihr Leben. Weitere Menschen starben später an den Folgen der Katastrophe. Die Flutnacht veränderte eine ganze Region – und bewegte Menschen weit über das Ahrtal hinaus.

Während vielerorts inzwischen der Wiederaufbau sichtbar wird, soll das „DenkAHR – Projekt einen bleibenden Raum schaffen für Trauer, Erinnerung, Begegnung und gesellschaftlichen Austausch. Das Mahnmal versteht sich dabei nicht nur als Rückblick auf die Katastrophe, sondern auch als sichtbares Zeichen dafür, wie eng Erinnerung und Zukunft miteinander verbunden sind.

Landrätin Cornelia Weigand übernimmt Schirmherrschaft

Unterstützung erhält das Projekt auch von der Landrätin des Kreises Ahrweiler, Cornelia Weigand, die die Schirmherrschaft übernommen hat. „Das von DenkAHR e.V. geplante Denkmal ist von herausragender Bedeutung für unseren Kreis und die Erinnerung an die verheerende Flutkatastrophe 2021“, erklärt Weigand.

Entwickelt und initiiert wurde das Konzept von Designer und Künstler Jochen E. Diedenhofen.

Die Dimensionen des Mahnmals beziehen sich bewusst auf das Datum der Flutkatastrophe: Das Bauwerk soll 14 Meter lang und 70 Zentimeter breit werden – als Verweis auf den 14. Juli 2021. Die geplante Höhe von 4,5 Metern orientiert sich am durchschnittlichen Wasserstand der Flutnacht.

Im Zentrum stehen markante Bronzekuben, die an die135 Todesopfer der Flutkatastrophe im Ahrtal erinnern sollen.

Darüber hinaus sollen Materialien aus durch die Flut zerstörten Gebäuden in das Denkmal integriert werden. Dadurch entsteht eine sichtbare Verbindung zwischen Verlust, Erinnerung und Wiederaufbau.

Der Verein DenkAHR e.V. versteht das Projekt ausdrücklich als bürgerschaftliches Gemeinschaftswerk „aus der Region für die Region“. Ziel sei es nicht nur, einen Ort der Trauer zu schaffen, sondern auch die Erinnerung an die Ereignisse dauerhaft im öffentlichen Bewusstsein zu verankern und kommende Generationen zum Nachdenken anzuregen.

Alle notwendigen politischen Abstimmungen und Gremienentscheidungen wurden bereits erfolgreich durchlaufen. Dank vieler großzügiger Spender und Förderer wächst der finanzielle Grundstock langsam, aber stetig an. Der Bau des Projekts erfordert insgesamt 370.000 Euro. Sobald die Gelder vollständig verfügbar sind, soll das Mahnmal noch in diesem Jahr errichtet werden.

Der gemeinnützige Verein DenkAHr eV. bedankt sich schon jetzt für jeden kleinen und großen Spendenbeitrag. Alle Spender erhalten eine Spendenbescheinigung.

Spendenkonto DenkAHR e.V.:
VR Bank RheinAhr eG
IBAN: DE90 5776 1591 1771 1790 00

Kreissparkasse Ahrweiler
IBAN: DE97 5775 1310 1000 6673 76

Verwendungszweck jeweils: „Spende DenkAHR“

Für weitere Informationen:

www.denkahr.de

 

 

Ressort: Themen

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