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#AidshilfeBleibtStabil an der Seite aller, die sie brauchen
Kunst ©Gerald Kaufmann
  • 14. April 2026

#AidshilfeBleibtStabil an der Seite aller, die sie brauchen

Von Deutsche Aidshilfe

– ob im Knast, oder auf dem Strich

Deutsche Aidshilfe positioniert sich mit klaren Worten für Solidarität und gegen Menschenfeindlichkeit. HIV-Prävention baut auf Akzeptanz und Respekt.

Mit der bundesweiten Kampagne #AidshilfeBleibtStabil setzt die Deutsche Aidshilfe ab heute ein Zeichen: gegen zunehmende Menschenfeindlichkeit und für eine offene, solidarische Gesellschaft.

„Wir erleben, dass Hass, Ausgrenzung und Abwertung wieder lauter werden – auf der Straße, im Netz und in politischen Debatten. Unsere Botschaft ist klar: Wir stehen an der Seite unserer Communitys – unerschrocken und stabil!“, erklärt Stefan Miller vom Vorstand der Deutschen Aidshilfe.

Angriffe auf Vielfalt – Folgen für die Gesundheit

Angriffe und Feindlichkeit treffen besonders die Gruppen, für die Aidshilfe seit Jahrzehnten Prävention und Antidiskriminierungsarbeit macht:

  • Menschen mit HIV,
  • queere Menschen, darunter zum Beispiel schwule Männer und trans Menschen,
  • Menschen mit Migrationsgeschichte,
  • Sexarbeiter*innen,
  • Drogen konsumierende Menschen,
  • Menschen in Haft.

„Aus jahrzehntelanger Erfahrung und unzähligen Studien wissen wir: Diskriminierung schwächt Menschen und macht krank. Das gilt auch für den Schutz vor Infektionskrankheiten. Nur wenn Menschen sicher und selbstbestimmt leben können, funktioniert auch HIV-Prävention“, so DAH-Vorstand Miller.

Unterstützung mit Worten und Taten

„Wir gehen auf den Strich“, „Wir kommen in den Knast“ oder „Wir heißen dich willkommen“ – mit klaren Slogans macht die Deutsche Aidshilfe deutlich, wie sie und ihre 115 Mitgliedsorganisationen auch in Zukunft unverbrüchlich Beratung, Prävention und Unterstützung leisten werden.

Auch sexuelle Bildung („Wir machen Schule“) und der Einsatz für Akzeptanz und Vielfalt („Wir stehen zusammen“) gehören zu den Aidshilfe-Aufgaben, auf die es jetzt besonders ankommt. Denn ein selbstbewusster Umgang mit der eigenen Sexualität und geschlechtlichen Identität ist eine wichtige Grundlage für Schutzverhalten.

„Solidarität ist kein abstrakter Wert für uns – sie ist tägliche Praxis. Wir gehen dahin, wo andere Hemmungen haben oder wegsehen. Wir unterstützen Menschen, die sonst keine Stimme haben. Und wir mischen uns ein, wenn Grundrechte infrage gestellt werden“, so Miller.

Klare Haltung in schwierigen Zeiten

Auch Aidshilfe-Organisationen selbst werden immer wieder zur Zielscheibe von Angriffen. So wurden bei der Aidshilfe Düsseldorf Nazisymbole in die Glasscheiben geritzt, außerdem erhielten die Kolleg*innen ein Paket mit Fäkalien. Die Aidshilfe Aachen wurde Opfer einer Serie von Angriffen, es wurde sogar auf das Gebäude geschossen.

„Wir lassen uns nicht einschüchtern“, betont Stefan Miller. „Gerade jetzt dürfen demokratische und humanistische Kräfte nicht nachlassen. Diese Kampagne ist auch eine Einladung an alle, die für eine solidarische Gesellschaft einstehen: Zeigt Haltung. Widersprecht, wenn Menschen abgewertet werden. Und bleibt stabil – gemeinsam mit uns.“

Crossmedial und bundesweit sichtbar

Die Kampagne #AidshilfeBleibtStabil ist ab heute sichtbar – mit Plakaten, Stickern, Social Media. Auf einer zentralen Website sind Materialien, Hintergrundinformationen und Beteiligungsmöglichkeiten zu finden.

www.aidshilfe.de/bleibt-stabil




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