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Steigende Temperaturen machen PV-Sicherheit wichtiger denn je
ABC-Module bleiben unter realen Betriebsbedingungen kühler ©AIKO
  • 23. Juli 2026

Steigende Temperaturen machen PV-Sicherheit wichtiger denn je

Von Iris Erbach | Aiko

AIKO ABC-Module sind die weltweit ersten , die von TÜV Rheinland die Zertifizierung „PV Module Anti-Ignition Hazard“ erhalten haben.

Europa erlebt immer häufigere und intensivere Hitzewellen. Von Südeuropa bis Mitteleuropa stellen Rekordtemperaturen die Energieinfrastruktur vor neue Herausforderungen. Während der Ausbau der Photovoltaik auf dem gesamten Kontinent voranschreitet, werden Solaranlagen zunehmend durch extremere Klimabedingungen auf die Probe gestellt.

Jahrelang konzentrierte sich die PV-Innovation vor allem auf Wirkungsgrad und Kostensenkung. Da die Betriebsbedingungen jedoch immer anspruchsvoller werden, entwickelt sich die Sicherheit zu einem weiteren entscheidenden Maßstab für die Modulleistung.

AIKO ABC rückt die PV-Sicherheit stärker in den Fokus

Vor diesem Hintergrund gewinnen die ABC-Module (All Back Contact) von AIKO nicht nur aufgrund ihres hohen Wirkungsgrads und ihrer Ästhetik an Aufmerksamkeit, sondern auch wegen ihrer außergewöhnlichen Sicherheitsleistung.

AIKO ABC-Module sind die weltweit ersten PV-Module, die von TÜV Rheinland die

Zertifizierung „PV Module Anti-Ignition Hazard“ erhalten haben. Unter den verschärften Prüfbedingungen von TÜV Rheinland verzeichneten ABC-Module Hotspot-Temperaturen, die mehr als 35 % unter denen von TOPCon-Modulen lagen. Dies belegt ihre verbesserte Fähigkeit, thermische Risiken durch lokale Überhitzung zu reduzieren.

Darüber hinaus ist die ABC-Technologie so ausgelegt, dass die Hotspot-Temperaturen unter relevanten Betriebsbedingungen wirksam auf unter 100 °C begrenzt werden. Das trägt dazu bei, übermäßige thermische Belastungen zu verringern und potenzielle Entzündungsrisiken zu mindern. Dieser Vorteil zeigte sich auch in vergleichenden Verschattungstests: Sowohl bei der Verschattung einzelner Zellen als auch bei großflächiger Verschattung verzeichneten ABC-Module deutlich niedrigere Hotspot-Temperaturen als TOPCon-Module.

Warum kann die ABC-Technologie Hotspots besser unterdrücken?

Hotspots können entstehen, wenn Teilverschattung, Mikrorisse oder andere interne Defekte den normalen Stromfluss innerhalb eines PV-Moduls stören.

Wird ein Teil einer Zelle verschattet, nimmt ihre Fähigkeit zur Stromerzeugung ab. Da die Zellen innerhalb eines Moduls elektrisch miteinander verbunden sind, kann der betroffene Bereich in Sperrrichtung betrieben werden, wodurch elektrische Energie lokal als Wärme abgegeben wird. Hält diese lokale Erwärmung an, können die Temperaturen rasch ansteigen, die Materialalterung beschleunigen und in schweren Fällen zu Brandgefahren führen.

Die AIKO ABC-Technologie begegnet diesen Risiken mit zwei zentralen konstruktiven Vorteilen.

1. Bypass-Dioden-ähnliche Funktion auf Zellebene hilft, lokale Überhitzung zu unterdrücken

AIKO ABC-Zellen verfügen über eine einzigartige, Bypass-Dioden-ähnliche Funktion auf Zellebene, die den Stromfluss bei Teilverschattung verbessert.

Wird ein Teil einer Zelle verschattet, bietet die Architektur alternative Strompfade, die den Strom um den betroffenen Bereich herumleiten, anstatt elektrische Belastung und Verlustleistung stark an einer Stelle zu konzentrieren.

Durch die Verringerung der lokalen Verlustleistung trägt dieses Design dazu bei, einen übermäßigen Anstieg der Hotspot-Temperatur zu unterdrücken und die thermische Sicherheit bei Teilverschattung zu verbessern.

Dieser Unterschied im thermischen Verhalten wurde auch in einer Live-Demonstration auf der Intersolar Europe 2026 veranschaulicht. Unter identischen Licht- und

Verschattungsbedingungen wurden ABC- und TOPCon-Module direkt nebeneinander verglichen – ein unmittelbarer visueller Beleg dafür, wie die beiden Technologien auf Teilverschattung reagieren.

2. Kupfer-Verschaltungstechnologie senkt das Hotspot-Risiko durch Mikrorisse

Auch die Kupfer-Verschaltungstechnologie von AIKO reduziert das Risiko von Hotspots durch Mikrorisse erheblich. Anders als bei der herkömmlichen Silberpasten-Metallisierung, die in der Regel Glasfritte enthält, verwenden AIKO ABC-Zellen reine Kupfergitter, die direkt mit dem Silizium-Wafer verbunden sind.

Diese robuste Kupferstruktur erhöht die Zähigkeit und mechanische Festigkeit der Zelle deutlich, verbessert die Widerstandsfähigkeit gegen Mikrorisse und verringert das damit verbundene Risiko einer Hotspot-Bildung.

Der Schutz geht über intern entstehende Hotspots hinaus

Beim PV-Brandschutz geht es nicht nur darum, eine Überhitzung im Inneren des Moduls zu verhindern. Solaranlagen können auch externen Brandquellen ausgesetzt sein, wodurch die Flammbeständigkeit zu einer weiteren wichtigen Dimension der Modulsicherheit wird.

Bei der IEC-Brandprüfung, bei der Module 10 Minuten lang einer Flamme von 760 °C ausgesetzt werden, erreichten die Glas-Glas-Module von AIKO ABC die höchste Brandschutzklasse A, während TOPCon-Module mit Klasse C bewertet wurden. Dies verdeutlicht den Unterschied zwischen beiden Technologien bei Flammbeständigkeit und Brandausbreitung.

Auf dem Weg zu einer sichereren und widerstandsfähigeren Solarzukunft

Während Europa seine Energiewende beschleunigt, reicht Effizienz allein nicht mehr aus. Thermische Sicherheit, Brandschutz und langfristige Zuverlässigkeit gewinnen bei der Bewertung von PV-Technologien der nächsten Generation zunehmend an Bedeutung.

Vor diesem sich wandelnden Hintergrund steht die AIKO ABC-Technologie für einen weitreichenden Schritt hin zu Solarlösungen, die hohe Leistung und mehr Sicherheit vereinen – und damit den Weg zu einer widerstandsfähigeren und nachhaltigeren Energiezukunft unterstützen.

Weitere Informationen finden Sie unter https://aikosolar.com.


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