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Sorge um massive Kürzungen für soziale Projekte
Vertreterinnen und Vertreter der Diözesanarbeitsgemeinschaft katholischer Jugendsozialarbeit im Erzbistum Paderborn sprachen mit Generalvikar Dr. Michael Bredeck (l.) über die aktuellen Herausforderungen in der Bildungsarbeit mit jungen Menschen ©Jana Sudhoff
  • 25. Juni 2026

Sorge um massive Kürzungen für soziale Projekte

Von Presse-Team des Erzbistums Paderborn

Katholische Träger der Jugendsozialarbeit warnen im Gespräch mit Generalvikar Dr. Michael Bredeck vor Risiken für Bildungsangebote

Paderborn (pdp). Mit Blick auf die Zukunft zeigt sich die Diözesanarbeitsgemeinschaft (Di-AG) katholischer Jugendsozialarbeit im Erzbistum Paderborn besorgt um die Bildungsangebote für junge Menschen. Alarmiert sind die heimischen Träger durch geplante Kürzungen, die in der EU und auf Bundesebene im Raum stehen. Ihre Befürchtungen schilderten Vertreterinnen und Vertreter der Arbeitsgemeinschaft beim Jahresgespräch mit Generalvikar Dr. Michael Bredeck in den Räumlichkeiten von IN VIA Paderborn. Gemeinsam wurde reflektiert, wie die Sparpläne die Arbeit vor Ort betreffen und welche Risiken sie für konkrete Projekte der Träger bergen.

Die EU-Kommission plant umfassende Reformen des mehrjährigen Finanzrahmens (MFR) für die Jahre 2028 bis 2034. Das hätte Auswirkungen auf den Europäischen Sozialfonds (ESF). Demnach soll der ESF seine eigenständige Budgetlinie verlieren und stattdessen in einen zentralen national-regionalen Partnerschaftsplan (NRPP) pro Mitgliedsstaat integriert werden – ein Multifonds, in dem bisher getrennte EU-Fonds unter einem einzigen Dach zusammengefasst werden sollen. Das könne Verteilungskämpfe zur Folge haben, befürchtet die Diözesane Arbeitsgemeinschaft. Ebenso kritisch sieht man die Pläne zur Einführung eines leistungsbasierten Auszahlungsmechanismus, zum Wegfall der regionalen zugunsten einer zentralisierten Steuerung auf Bundesebene und zur Streichung der höheren EU-Kofinanzierungssätze für Projekte mit besonders vulnerablen Zielgruppen und für soziale Innovationen.

Erfolgschancen der Förderangebote gefährdet

„Die Planungen der EU-Kommission haben weitreichende Bedeutung auch für unsere Angebote, denn der ESF wirkt in alle sozialen Bereiche hinein“, sagte Arbeitsgemeinschaftsvorsitzender Wolfgang Gelhard (Kolping-Bildungswerk Paderborn). Die Vertreterinnen und Vertreter der katholischen Trägergruppen – Bund Deutscher Katholischer Jugend (BDKJ), Diözesan-Caritasverband, Kolping-Bildungswerk Paderborn, IN VIA und Katholisches Jugendwerk Förderband Siegen-Wittgenstein – warnten vor den Auswirkungen auf ihre Arbeit, wenn das Thema „Soziales“ in den MFR-Verhandlungen nicht den nötigen Stellenwert erhalte.

Dabei sind es gerade die vielen kleineren Projekte, die eine passgenaue Begleitung der Menschen vor Ort ermöglichen. Zudem würde unter anderem weniger Einzelfallhilfe möglich sein: „Spezifische Bedarfe können dann nicht mehr ausreichend berücksichtigt werden. Statt individueller Begleitung müssten häufiger Gruppen- oder Infrastrukturangebote an ihre Stelle treten. Das gefährdet die Erfolgschancen der Förderangebote“, erklärte Markus Rickert, Geschäftsführer Kolping-Bildungszentren Südwestfalen. Risiken sieht er neben der reduzierten Individualisierung auch in der höheren Abbruchgefahr, der Überlastung von Regelsystemen und steigendem Steuerungs- und Nachweisdruck.

„Bedarfslage wird größer und komplexer

Welche wichtige Funktion die Träger der katholischen Jugendsozialarbeit mit ihren Projekten und Angeboten für den gesellschaftlichen Zusammenhalt sowie für die Stärkung und den Schutz der Demokratie haben, demonstrierte der Gastgeber des Jahresgesprächs exemplarisch: Authentische Einblicke in die aktuellen Entwicklungen und Herausforderungen im Bildungsbereich bekamen die Gäste bei einem Streifzug durch die IN-VIA-Projektvielfalt und bei eindrücklichen Erfahrungsberichten. Von der Jugendberufshilfe über Vermittlung in Berufsperspektiven bis hin zu Migration und Integration: Rund 40 Projekte vereint IN VIA unter einem Dach. Zum Leben erweckten die IN-VIA-Expertinnen ihre Arbeit unter anderem mit O-Tönen aus der Uma-Hilfe, einem Rundgang durch das IN-VIA-Lädchen und die Kreativwerkstatt sowie die Vorstellung des Jugendmigrationsdienstes (JMD) und des Projektes „EQ plus Sprache“.

„Die Bedarfslage bei Jugendlichen mit Einschränkungen wird immer größer und komplexer“, verdeutlichte Margarete Schwede, IN-VIA-Vorständin. Große Themen in der Migrationsarbeit sind unter anderem die langwierige Anerkennung von ausländischen Schulabschlüssen, bezahlbarer Wohnraum für junge Migrantinnen und Migranten, eine Verschlechterung der Ausbildungsplatzsuche und die veränderte Stimmung in der Gesellschaft gegenüber Migrantinnen und Migranten. „Das wird an vielen Stellen deutlich, wenn es um Unterstützung bei der gesellschaftlichen und beruflichen Integration der Jugendlichen geht“, schilderte Margarete Schwede. Veränderte Fördermittelstrukturen lasse die Luft zudem für die Träger immer dünner werden.

„Insbesondere trifft es die Arbeit mit Jugendlichen und damit die Schwächsten der Gesellschaft. Es ist unsere Aufgabe, die Anwaltschaft für sie zu übernehmen und auf die Probleme aufmerksam zu machen“, betonte Wolfgang Gelhard. „Es war ein sehr informativer Nachmittag. Ich gehe sehr nachdenklich aus dem Gespräch und nehme sehr viele Impulse mit“, sagte Generalvikar Dr. Michael Bredeck zum Abschluss.

Info

Das Betätigungsspektrum der Arbeitsgemeinschaft Jugendsozialarbeit ist breit: Gefördert werden die Jugendberufshilfe, die Schulsozialarbeit, das Jugendwohnen und die Jugendmigrationsdienste.


Ressort: Hochstift

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Mit seinen 200 Quellen mitten in Paderborn im ist die Pader der kürzeste Fluss in Deutschland und mündet im benachbarten Schloß Neuhaus in die Lippe.

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Das Drei-Hasen-Fenster im Kreuzgang des Paderborner Doms ist ein Wahrzeichen von Paderborn, und findet sich auch an vielen weiteren Orten in der Paderstadt wieder.

Abdinghofkriche in Paderborn ©Gerald Kaufmann

Abdinghofkriche in Paderborn

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Paderborner Dom ©Gerald Kaufmann

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Waschfrauen an der Pader ©Gerald Kaufmann

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Die Kapuzinerkirche in Brakel entstand im 18. Jahrhundert und beinhaltet barocke als auch gotische Elemente.

Rathaus Brakel ©Gerald Kaufmann

Rathaus Brakel

Das Brakeler Rathaus im im Renaissance-Stil. Davor steht die Rolandssäule, welche auch als Pranger genutzt wurde.

Nieheim Fachwerkhaus

Großes Fachwerkhaus in Nieheim

Der Käsemarkt in Nieheim ist sehenswert. Internationale Käsehersteller treffen hier zusammen und bieten ihren Käse an.

Käse und Käsemacher

Käse und Käsemacher

Käsehersteller aus dem Brezenzer Wald zu Gast in Nieheim!

Warburg am Tag! ©Gerald Kaufmann

Warburg am Tag! ©Gerald Kaufmann

Warburg liegt ziemlich mit am äußersten Rand vom Hochstift Paderborn, Höxter.

Adam Eva

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