
Helsinki, 22. Juni 2026 – Deutschland und Finnland intensivieren ihre Zusammenarbeit im Sicherheits- und Verteidigungssektor. Ziel ist es, technologisches Know-how zu bündeln, um rasch innovative Verteidigungslösungen zu entwickeln, von denen auch die NATO profitiert. Finnland bringt unter anderem seine Expertise im Bereich Dual-Use-Technologien ein. Das Land verfügt über mehrere schnell wachsende Ökosysteme, die mit ihren unterschiedlichen Kompetenzen alle erforderlichen Vorteile vereinen, um erstklassige europäische Produkte kundenorientiert auf den Markt zu bringen.
Sie wirken so realistisch wie die reale Welt und modernisieren die Ausbildung in der Luftfahrt und im Verteidigungsbereich: Mit den Virtual- und Mixed-Reality-Lösungen von Varjo Technologies Oy aus Helsinki können Kunden ihr Personal in wirklichkeitsnahen Simulationsszenarien schulen. Nach Angaben des Unternehmens wird die Technologie bereits in über 120 Verteidigungsprogrammen weltweit eingesetzt. Das finnische Unternehmen arbeitet nun auch mit dem deutschen Rüstungskonzern Rheinmetall zusammen. Ziel ist es, die Varjo-Technologie in die Simulatoren von Rheinmetall für Landstreitkräfte zu integrieren, um die Ausbildungsmöglichkeiten in ganz Europa und innerhalb der NATO zu erweitern.
Im Rahmen der Partnerschaft wird Varjo die modularen Fahr- und Waffensimulationssysteme von Rheinmetall mit Headsets und Software der Varjo XR-4-Serie ausstatten. „Durch die Kombination der High-Fidelity-Simulatoren von Rheinmetall mit unserer XR-Technologie können Streitkräfte mit einer Geschwindigkeit, Mobilität und einem Realismus trainieren, die den heutigen operativen Anforderungen entsprechen“, erklärt Valentin Storz, Chief Revenue Officer bei Varjo. Bartek Panasewicz, VP Training Systems Land bei Rheinmetall Electronics, fügt hinzu: „Mixed Reality gibt uns die Flexibilität, eine große Anzahl von Soldaten dort auszubilden, wo sie gebraucht werden, ohne Kompromisse bei der Qualität oder der realistischen Darstellung einzugehen. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit Varjo, um die Verteidigungsbereitschaft der NATO zu beschleunigen.“
Nach dem Beitritt Finnlands zur NATO im Jahr 2023 als Reaktion auf den russischen Angriffskrieg und der damit verbundenen Aufgabe seiner militärischen Bündnisfreiheit intensivieren das nordische Land und Deutschland ihre sicherheitspolitische Zusammenarbeit. Beide Länder unterstützen eine engere Vernetzung innerhalb der NATO – insbesondere in Nordeuropa. Im Mittelpunkt stehen Themen wie der Schutz kritischer Infrastruktur, die Sicherheit im Ostseeraum und der Informationsaustausch über umfassende Verteidigungsstrategien.
Für Deutschland und Europa dient Finnland mit seinem Modell der „umfassenden Sicherheit“ und der Krisenprävention als strategisches Vorbild in der Verteidigungspolitik. „Finnlands Ansatz zur umfassenden Sicherheit basiert auf dem Verständnis, dass Resilienz eine gesamtgesellschaftliche Verantwortung ist“, sagt Kai Sauer, Finnlands Botschafter in Deutschland. Dies bedeutet, dass Ministerien, das Militär, die Privatwirtschaft und die Zivilgesellschaft Hand in Hand arbeiten, um lebenswichtige gesellschaftliche Funktionen – wie Sicherheit, funktionierende Infrastruktur und Wirtschaft – auch in Kriegszeiten aufrechtzuerhalten. „Als enge Partner innerhalb der NATO und der Europäischen Union haben Finnland und Deutschland eine hervorragende Möglichkeit, diese Erfahrungen mit technologischer Innovation und industrieller Expertise zu verbinden, um Europas Sicherheit und Krisenvorsorge zu stärken“, erklärt Sauer.
Kirsi Kokko, Head of Defense and Digital Resilience bei Business Finland, fügt hinzu: „Gemeinsam mit Partnern wie Deutschland wollen wir starke europäische Verteidigungslösungen entwickeln und die bilaterale Zusammenarbeit ausbauen. Der Krieg in der Ukraine und die aktuelle geopolitische Lage haben gezeigt, dass wir innerhalb der Europäischen Union die Effizienz und Souveränität im Verteidigungssektor steigern und innovative Verteidigungslösungen schneller entwickeln müssen.“
Ein Teil des strategischen Verteidigungskonzepts Finnlands ist der Einsatz sogenannter „Dual-Use“-Technologien. Ein alternativer Begriff hierfür ist „New Defense“. Dabei handelt es sich um Produkte, die in erster Linie für den zivilen Einsatz entwickelt wurden, aber auch für militärische Zwecke genutzt werden können. Neben Varjo sind zahlreiche weitere finnische Unternehmen Vorreiter auf diesem Gebiet. Ein Beispiel ist das Luft- und Raumfahrtunternehmen ICEYE, das die weltweit größte kommerzielle Konstellation von Radarsatelliten (Synthetic-Aperture-Radar-Technologie) besitzt und betreibt. Diese Satelliten erstellen hochauflösende Bilder der Erdoberfläche. Im zivilen Bereich werden diese Daten vor allem für die Erdbeobachtung und das Katastrophenmanagement genutzt, während sie im militärischen Bereich der Aufklärung dienen. ICEYE hat gemeinsam mit Rheinmetall das Joint Venture „Rheinmetall ICEYE Space Solutions“ gegründet, um die satellitengestützte Aufklärung für Deutschland auszubauen. „Im zivilen Sektor entstehen Innovationen in deutlich schnelleren Zyklen. Ein Beleg dafür ist, dass viele traditionelle Unternehmen eine verstärkte Zusammenarbeit mit KMU und Start-ups aufgebaut haben“, erklärt Kokko.
Ein sehr bekanntes Start-up ist beispielsweise NestAI Oy. Das finnische Technologieunternehmen integriert künstliche Intelligenz in unbemannte Fahrzeuge, autonome Systeme sowie Führungs- und Kontrollplattformen. NestAI arbeitet eng mit Nokia und den finnischen Streitkräften zusammen, um KI-gestützte Verteidigungstechnologien zu entwickeln. Im November 2025 erhielt NestAI zudem mehr als 100 Millionen Euro Investitionskapital, um Europas führendes physisches KI-Labor auszubauen.
In ganz Finnland nutzen Unternehmen und Experten ihr vorhandenes Know-how, um eine Vielzahl von Verteidigungstechnologien zu entwickeln. Regional in Clustern organisiert, intensivieren diese Akteure zunehmend ihre Zusammenarbeit – sowohl in der Forschung als auch bei der Überführung ziviler technologischer Innovationen in den operativen Einsatz bei den finnischen Streitkräften. Ein gemeinsames Merkmal dieser regionalen Zentren ist, dass sie über Technologie- und Innovationszentren Spitzenforschung betreiben und renommierte Universitäten sowie ein robustes Ökosystem für Start-ups beherbergen. Hochqualifizierte Arbeitskräfte, hervorragende logistische Anbindungen und eine ausgezeichnete digitale Infrastruktur stellen weitere Vorteile dar, die Investoren aus Deutschland anziehen.
Beispiele für solche Cluster ist unter anderem der DEFINE Accelerator (Defence Innovation Network Finland) mit Sitz in der finnischen Garnisonsstadt Riihimäki. Dieses dreimonatige Accelerator-Programm konzentriert sich auf die Skalierung von Start-ups im Verteidigungs- und Sicherheitssektor sowie auf „Dual-Use“-Innovationen in Bereichen wie KI und autonome Systeme.
Ein weiteres wichtiges Programm, das in diesem Zusammenhang hervorsticht, ist der NATO DIANA Accelerator (Defence Innovation Accelerator for the North Atlantic) in Espoo – betrieben von Organisationen wie dem VTT Technical Research Centre of Finland, der Aalto-Universität und der Universität Helsinki als Teil des NATO-DIANA-Netzwerks. Er unterstützt Deep-Tech-Start-ups, insbesondere solche, die an zukünftigen Kommunikationssystemen und Quantentechnologien arbeiten. Erwähnenswert ist auch das Oulu 6G Test Centre. Dieses offizielle NATO-DIANA-Testzentrum, das von der Universität Oulu und dem VTT betrieben wird, bietet hochmoderne Labor- und Feldnetzwerke in Nordfinnland. Es ermöglicht Unternehmen, Kommunikations- und Dual-Use-Technologien für internationale Verteidigungsmärkte zu validieren.
Zu den weiteren bedeutenden Clustern zählt Zentralfinnland – mit Schwerpunkt auf der Stadt Jyväskylä –, das als wichtiger Kompetenzknotenpunkt für die Konvergenz von Cybersicherheit und Gesundheitstechnologie fungiert. Ein weiteres Beispiel ist der Pirkanmaa-Cluster in Südfinnland, ein hochspezialisiertes Ökosystem, in dem Unternehmen wie Saab von der lokalen Expertise in den Bereichen digitale Technologien und mechanische Fertigung profitieren.
Der finnische Rüstungssektor wird zudem durch öffentliche Programme unterstützt. Im Rahmen des Europäischen Verteidigungsfonds (EDF), der Forschungs- und Entwicklungsprojekte im Verteidigungsbereich durch internationale Zusammenarbeit finanziert, bietet Business Finland eine nationale Kofinanzierung für Verteidigungsprojekte an, die Mittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) erhalten. Länder wie Deutschland können zudem von finnischen Initiativen wie dem Programm „Defense and Digital Resilience“ (120 Millionen Euro, Laufzeit 2024 bis 2028) profitieren, das internationale Partnerschaften fördert und ausbaut.
Laut einer aktuellen Studie der PIA – dem Dachverband finnischer Unternehmen aus den Bereichen Verteidigung, Luft- und Raumfahrt sowie Sicherheit, der dafür sorgt, dass finnische Firmen europäische Programme effektiv nutzen können – blieben die Investitionen in Forschung, Entwicklung und Innovation bei den Mitgliedsunternehmen mit 15 Prozent des Umsatzes auf hohem Niveau. Die PIA-Mitgliedsunternehmen tätigten erhebliche Investitionen in Innovation, neue Technologien, Fachwissen und Produktionskapazitäten, was das langfristige Wachstum und die Wettbewerbsfähigkeit der Branche unterstützt. „Dies bietet gute Geschäftsmöglichkeiten für deutsche Unternehmen. Wenn Deutschland zu den Vorreitern gehören will, profitiert es von der Zusammenarbeit mit finnischen Unternehmen und Forschungseinrichtungen“, sagt Kokko.
Weitere Informationen unter: www.businessfinland.com

Kloster Corvey war mit das größte Kloster hier im Hochstift. Beeindruckend ist, wie schon im vorletzten Jahrtausend mit dem Aufbau begonnen wurde.

Mit seinen 200 Quellen mitten in Paderborn im ist die Pader der kürzeste Fluss in Deutschland und mündet im benachbarten Schloß Neuhaus in die Lippe.

Rathaus im Stil der Weserrenaissance. Nach der Zerstörung im 2. Weltkrieg wurde ist wieder aufgebaut und ist noch heute Tagungsort des Stadtrates.

Das Drei-Hasen-Fenster im Kreuzgang des Paderborner Doms ist ein Wahrzeichen von Paderborn, und findet sich auch an vielen weiteren Orten in der Paderstadt wieder.

Abdinghofkriche ist ungefähr gleich alt wie der Dom und wurde als Klosterkirche gegründet. Heute ist sie so etwas wie der Evangelische Dom in Paderborn.






Liboriuskapelle in Paderborn

Die Kapuzinerkirche in Brakel entstand im 18. Jahrhundert und beinhaltet barocke als auch gotische Elemente.

Das Brakeler Rathaus im im Renaissance-Stil. Davor steht die Rolandssäule, welche auch als Pranger genutzt wurde.

Der Käsemarkt in Nieheim ist sehenswert. Internationale Käsehersteller treffen hier zusammen und bieten ihren Käse an.

Käsehersteller aus dem Brezenzer Wald zu Gast in Nieheim!

Warburg liegt ziemlich mit am äußersten Rand vom Hochstift Paderborn, Höxter.
