
Weihbischöfe aus den NRW-(Erz-)Bistümern treffen sich in Paderborn / Informationen zum Paderborner Leocampus und Besuch des Mahnmals zur sexualisierten Gewalt im Paderborner Dom
Paderborn (pdp). Zwölf Weihbischöfe der fünf NRW-(Erz-) Bistümer Aachen, Essen, Köln, Münster und Paderborn trafen sich am Montag, 20. Juli 2026, auf Einladung der Weihbischöfe im Erzbistum Paderborn in der Bischofsstadt an der Pader. Sie informierten sich vor Ort über ein Zukunftsprojekt des Erzbistums, das überdiözesane Wirkung entfalten möchte: den neuen Paderborner Leocampus. „Unser Leocampus ist ein Zukunftsprojekt mit Strahlkraft über das Erzbistum Paderborn hinaus“, zeigte sich Weihbischof Josef Holtkotte im Gespräch mit den bischöflichen Mitbrüdern überzeugt. Die Weihbischöfe aus den NRW-(Erz-)Bistümern besuchten im Paderborner Dom auch gemeinsam das Mahnmal für die Betroffenen sexualisierter Gewalt im Erzbistum Paderborn.
„Mit dem Leocampus ist mitten in Paderborn ein Ort entstanden, an dem junge Menschen gemeinsam leben, studieren und sich auf ihren späteren Dienst vorbereiten. Gemeinschaft, geistliches Leben und eine ganzheitliche Ausbildung gehen dabei Hand in Hand und helfen, die persönliche Berufung Gottes zu entdecken und zu entfalten“, erklärte Stefan Kendzorra, Regens des Erzbischöflichen Priesterseminars Paderborn. Gemeinsam mit der Ausbildungsleiterin der pastoralen Laienberufe, Michaela Welling, und Johannes Schäfers als Leiter der Diözesanstelle Berufungspastoral bildet Regens Stefan Kendzorra das dreiköpfige Leitungsteam des neuen Leocampus.
Auf dem Leocampus, dem Gelände des ehemaligen Leokonvikts und Priesterseminars, das lange ausschließlich der Ausbildung von Priestern diente, werden heute Ausbildung und Berufungsklärung zusammengeführt. „Der Leocampus steht allen Menschen offen, die ihren Weg noch suchen. Und auch denen, die bereits einen Schritt weiter sind und den Weg zu einem pastoralen Beruf begonnen haben, als Piester oder als Gemeinde- oder Pastoralreferentin beziehungsweise -referent“, erläuterte Michaela Welling. Der Leocampus lade dazu ein, gemeinsam zu leben, zu wohnen, zu lernen und zu glauben. Dazu arbeiten auf dem Leocampus Hochschulen wie die Theologische Fakultät Paderborn oder die Katholische Hochschule NRW (katho), Ausbildungsleitungen und Berufungscoaching eng zusammen.
Diejenigen, die bereits in der Ausbildung zu einem pastoralen Beruf sind, leben auf dem Leocampus zusammen. Dazu zählen Männer, die auf dem Weg zum Priester sind und in Paderborn Theologie studieren, aber auch Studierende der Angewandten Theologie oder der Voll-Theologie mit dem Ziel Gemeinde- oder Pastoralreferentin oder -referent. Zudem gibt es auf dem Leocampus die come!-WG: „come!“ ist der Name für ein christliches Orientierungsjahr, in dem parallel zu einem Einsatz als FSJler oder Bufdi oder zu einem theologischen Vorstudium die Frage nach der eigenen Berufung geklärt werden kann.
Perspektivisch möchte der Leocampus noch mehr sein als ein Wohn- und Ausbildungsort, bekräftigte Regens Stefan Kendzorra. „Der Leocampus soll zu einem Ort werden, an dem Kirche von morgen erprobt wird, und zwar von den Menschen, die Kirche künftig als pastorale Mitarbeitende gestalten werden. Schritt für Schritt soll alles, was mit der Ausbildung künftiger pastoraler Mitarbeitender zu tun hat, auf dem Leocampus gebündelt werden.“
Auf einen Blick in die Zukunft folgte auch ein Blick in die Vergangenheit – jedoch mit einer klaren Verantwortungs-Perspektive nach vorn: Die Weihbischöfe aus den fünf NRW-(Erz-)Bistümern besuchten bei ihrem Treffen in Paderborn auch das Mahnmal für Betroffene sexualisierter Gewalt im Erzbistum Paderborn. Am Paderborner Dom soll es das Leid der Betroffenen sichtbar machen und die öffentliche Auseinandersetzung mit dem Thema sexuellen Missbrauchs fördern und wachhalten, damit das geschehene und erlittene Unrecht nicht vergessen wird. In der Brigidenkapelle der Paderborner Bischofskirche hat der Künstler Christoph Brech in enger Abstimmung mit dem Erzbistum Paderborn, dem Metropolitankapitel des Paderborner Doms und der Unabhängigen Betroffenenvertretung im Erzbistum Paderborn einen einzigartigen Gedenkort geschaffen: Mit den Mitteln der Kunst soll es den von sexuellem Missbrauch Betroffenen eine Stimme geben, die menschenverachtende Schuld der Täter aufzeigen, das Versagen der Institution Kirche im Umgang mit dem Missbrauch, den Tätern und insbesondere den Betroffenen bekennen und die öffentliche Auseinandersetzung mit dem Thema fördern. Mit einer Gedenkstunde im Hohen Dom und einer Pressekonferenz wurde das Mahnmal für die Betroffenen sexuellen Missbrauchs am 2. März 2026 der Öffentlichkeit präsentiert. Es ist ein bleibendes und wegweisendes Zeichen der Verantwortung. „Das von Christoph Brech geschaffene Werk ‚Memory‘ im Atrium des Domes erinnert und mahnt uns als Kirche, bewusst und verantwortungsvoll mit einem dunklen Kapitel unserer Vergangenheit und Gegenwart umzugehen. Zugleich weist es in die Zukunft und möchte Zukunft gestalten“, fasste Weihbischof Matthias König zusammen.
Die jährliche Zusammenkunft der Weihbischöfe aus den NRW-(Erz-)Bistümern hat eine lange Tradition. Zu Beginn der Sommerferien tauschen sich die Weihbischöfe im aktiven Dienst und die Emeriti (pensionierte Weihbischöfe) aus. Folgende Weihbischöfe trafen sich in Paderborn: Aus dem Bistum Aachen Karl Borsch, aus dem Bistum Essen Ludger Schepers und Wilhelm Zimmermann, aus dem Erzbistum Köln Ansgar Puff und Rolf Steinhäuser, aus dem Bistum Münster Dr. Christoph Hegge, Dr. Stefan Zekorn und Rolf Lohmann sowie Hubert Berenbrinker, Manfred Grothe, Josef Holtkotte und Matthias König aus dem Erzbistum Paderborn.
Jeweils eines der fünf (Erz-)Bistümer in NRW bereitet den Tag vor. Er dient der Begegnung und dem Austausch, aber auch dem gemeinsamen Gebet sowie dem Kennenlernen von Orten und Projekten in der gastgebenden Diözese.

Kloster Corvey war mit das größte Kloster hier im Hochstift. Beeindruckend ist, wie schon im vorletzten Jahrtausend mit dem Aufbau begonnen wurde.

Mit seinen 200 Quellen mitten in Paderborn im ist die Pader der kürzeste Fluss in Deutschland und mündet im benachbarten Schloß Neuhaus in die Lippe.

Rathaus im Stil der Weserrenaissance. Nach der Zerstörung im 2. Weltkrieg wurde ist wieder aufgebaut und ist noch heute Tagungsort des Stadtrates.

Das Drei-Hasen-Fenster im Kreuzgang des Paderborner Doms ist ein Wahrzeichen von Paderborn, und findet sich auch an vielen weiteren Orten in der Paderstadt wieder.

Abdinghofkriche ist ungefähr gleich alt wie der Dom und wurde als Klosterkirche gegründet. Heute ist sie so etwas wie der Evangelische Dom in Paderborn.






Liboriuskapelle in Paderborn

Die Kapuzinerkirche in Brakel entstand im 18. Jahrhundert und beinhaltet barocke als auch gotische Elemente.

Das Brakeler Rathaus im im Renaissance-Stil. Davor steht die Rolandssäule, welche auch als Pranger genutzt wurde.

Der Käsemarkt in Nieheim ist sehenswert. Internationale Käsehersteller treffen hier zusammen und bieten ihren Käse an.

Käsehersteller aus dem Brezenzer Wald zu Gast in Nieheim!

Warburg liegt ziemlich mit am äußersten Rand vom Hochstift Paderborn, Höxter.
