Sep. 21, 2026

AvD nimmt Winter- und…

Mit zwei neuen Reifentests liefert der Automobilclub von Deutschland (AvD) Autofahrern…
Okt. 02, 2026

Noch 10 Tage…

Der Countdown läuft Nur noch 10 Tage: Die Landesgartenschau geht mit einer leuchtenden…
Richtig trainieren im Winter
Kälte und Muskelsteifheit: Bei kaltem Wetter sind Muskeln, Sehnen und Bänder steifer. Das kann die Beweglichkeit beeinträchtigen und das Verletzungsrisiko erhöhen. Dr. Saß, Sportmedizinerin am renommierten Johannesbad Gesundheitszentrum Raupennest in Altenberg im Erzgebirge, empfiehlt, längere Zeit für das Aufwärmen und den Cool-down einzuplanen ©Adobe Stock
  • 27. November 2023

Richtig trainieren im Winter

Von Gerald Kaufmann

Altenberg - Die kalte Jahreszeit hat Einzug gehalten - und für Sportbegeisterte stellt sich die Frage, wie sie ihre Fitness im Winter aufrechterhalten können, ohne dabei Gesundheitsrisiken einzugehen. Dr. Aniko Saß, Sportmedizinerin am renommierten Johannesbad Gesundheitszentrum Raupennest in Altenberg im Erzgebirge, gibt wertvolle Ratschläge, um das Training im Winter sicher und effektiv zu gestalten.

Das Gesundheitszentrum im Erzgebirge ist heute für viele Spitzensportler eine wichtige Anlaufstelle in der erfolgreichen Wettkampfvorbereitung. Wenn Deutschlands Bobsportler im Eiskanal die Nase vorn haben, Biathleten in der Loipe triumphieren oder als die deutschen Sportkletterer 2020 erstmals zu den Olympischen Spielen fuhren, waren und sind es auch Sportmediziner aus dem sächsischen Altenberg, die Anteil am Erfolg haben. Von dem Know-how können allerdings auch Nicht-Profis und Freizeitsportler profitieren. "Die richtige Vorbereitung und eine angepasste Herangehensweise machen das Training im Winter zu einer gesunden und angenehmen Erfahrung", sagt Oberärztin Dr. Saß.

Mehr Zeit fürs Aufwärmen

Kälte und Muskelsteifheit: Bei kaltem Wetter sind Muskeln, Sehnen und Bänder steifer. Das kann die Beweglichkeit beeinträchtigen und das Verletzungsrisiko erhöhen. Dr. Saß empfiehlt, längere Zeit für das Aufwärmen und den Cool-down einzuplanen. Intensive Belastungen sollten erst nach einer ausreichenden Aufwärmphase erfolgen, um Verletzungen zu minimieren. Ein lockeres Einlaufen, Fahrradergometrie-Training oder Fahrradfahren im Außenbereich sind hilfreiche Aufwärmübungen.

Wie sich das Erkältungsrisiko minimieren lässt

"Die Wahl der richtigen Kleidung im Winter ist entscheidend, um nicht zu stark zu schwitzen und gleichzeitig vor Erkältungen geschützt zu sein", sagt die Sportmedizinerin. Funktionsbekleidung, die Feuchtigkeit ableitet, gilt als ideal. Bei leichten Erkältungssymptomen rät Dr. Saß von intensivem Sport ab. Denn wer bei Erkältungssymptomen oder Atemwegsinfekten dennoch intensiv trainiert, läuft Gefahr, sich eine schwerwiegendere Infektion oder Erkrankung zuzuziehen. Auch kann dann ein sonst in der Regel harmloser Virusinfekt zu Komplikationen führen. Was stattdessen ratsam ist: erholsame Spaziergänge. "Dabei sollte das Tempo so angelegt sein, dass man sich noch entspannt mit seiner Begleitung unterhalten kann", so die Medizinerin. Auf Morgen- oder Abendgymnastik ohne anstrengende Belastung muss hingegen niemand wegen einer leichten Erkältung verzichten.

Die Atemwege richtig schützen

Kalte, trockene Winterluft kann Atemwegsprobleme verursachen. Um diesen vorzubeugen, empfiehlt Dr. Saß das Tragen eines Halsschlauchs oder Schlauchtuchs. Dieses wird bis über die Nase gezogen, um die Atemwege zu schützen. Ebenfalls sinnvoll: die Atemwege mit Lutschpastillen, Dragees oder Kaugummis feuchtzuhalten. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist wichtig, um die Schleimhäute zu unterstützen. Wie lässt sich der Körper im Winter richtig hydrieren? Aus sportmedizinischer Sicht sind besonders lauwarme Getränke gut geeignet. Denn sie beeinflussen den Energieumsatz nicht ungünstig.

Auf den eigenen Körper hören

Der Körper benötigt im Winter mehr Energie, um sich warm zu halten. Dies kann das Training intensiver erscheinen lassen. Eine Reduktion der Trainingsintensität und des Umfangs ist jedoch nach den Worten von Sportmedizinerin Dr. Saß nicht generell erforderlich, solange die individuellen Bedürfnisse und Empfehlungen berücksichtigt werden. "Nach längeren Trainingspausen, Verletzungen oder einem infektbedingten Aussetzen des Trainings ist selbstverständlich auch eine Reduktion der Trainingsumfänge und Intensitäten notwendig", verdeutlicht sie.

Fehlendes Sonnenlicht: Den Vitamin-D-Mangel ausgleichen

Der Mangel an Sonnenlicht im Winter kann - selbst bei einer ausgewogenen Ernährung - zu einem Mangel an Vitamin D führen. Dieser wiederum kann unsere Knochengesundheit und das Immunsystem beeinträchtigen. Die Sportmedizinerin aus dem Johannesbad Gesundheitszentrum Raupennest empfiehlt die Ergänzung mit einem niedrigdosierten Vitamin D-Präparat in den Wintermonaten, insbesondere in unseren Breiten. "Eine Kontrolle des Vitamin D-Spiegels im Blut ist ratsam", betont Dr. Saß.

Nach drinnen ausweichen?

Wann ist es aus medizinischer Sicht empfehlenswert oder sogar geboten, eher alternative Indoor-Aktivitäten in Betracht zu ziehen und auf Sport draußen vollkommen zu verzichten? Sportler mit Vorerkrankungen sollten im Zweifelsfall auf Indoor-Aktivitäten ausweichen, um Gesundheitsrisiken zu minimieren. Wer bereits weiß, dass er bei Kälte empfindlich an Händen und Füßen reagiert, sollte hier entsprechende Vorsorge tragen und insbesondere regelmäßige Kontrollen der Durchblutung durchführen, um Erfrierungen vorzubeugen.

"Einen festen ‚Minus-Grenzwert‘ für das Training im Freien aber gibt es nicht, da die empfundene Kälte von verschiedenen Faktoren wie beispielsweise Sonneneinstrahlung und Wind abhängt", sagt die Oberärztin, und ergänzt: "Hier spielen die individuellen Anpassungsfähigkeiten eine entscheidende Rolle." Angemessene Kleidung, wie das "Zwiebelprinzip" mit mehreren Isolationsschichten seien wichtig, um sich vor Unterkühlung und Erfrierungen zu schützen. "Das Trainieren im Winter ist eine Herausforderung für den Körper, aber wer diese grundlegenden Dinge beachtet, wird dennoch erfolgreich, verletzungsfrei und gesund trainieren können", so Dr. Saß.

So geht's: 10 Tipps und Techniken, wie Sie in der kalten Jahreszeit gesund trainieren

  1. Nehmen Sie sich mehr Zeit fürs Aufwärmen! Denn bei kaltem Wetter sind Muskeln, Sehnen und Bänder steifer. Das kann die Beweglichkeit beeinträchtigen und das Verletzungsrisiko erhöhen.
  2. Setzen Sie auf Funktionsbekleidung, die Feuchtigkeit ableiten kann! Das hält den Körper warm und gleichzeitig trocken.
  3. Verwenden Sie angemessene Kleidung im Sinne eines "Zwiebelprinzips"! Schwitzen Sie zu stark, können Sie entsprechende "Zwiebelschichten" ablegen, bei einer später wiedereinsetzenden Abkühlung, beispielsweise in oder nach einer Pause, sollten Sie diese wieder überziehen.
  4. Verzichten Sie bei Erkältungssymptomen auf intensiven Sport! Unternehmen Sie stattdessen Spaziergänge in einem Tempo, bei dem Sie sich noch gut unterhalten können.
  5. Schützen Sie Ihre Atemwege - beispielsweise durch einen "Halsschlauch" oder ein Schlauchtuch, das bis über die Nase reicht!
  6. Halten Sie Ihre Atemwege feucht mit Lutschpastillen, Dragees oder Kaugummis!
  7. Achten Sie auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr, um Ihre Schleimhäute zu unterstützen. Lauwarme Getränke sind im Winter besonders empfehlenswert.
  8. Hören Sie auf den eigenen Körper: Ihr Organismus braucht im Winter mehr Energie, um sich warm zu halten. Dies kann das Training intensiver erscheinen lassen. Gerade nach längeren Trainingspausen, Verletzungen oder einem infektbedingten Aussetzen des Trainings sollten Sie Umfang und Intensität des Trainings verringern.
  9. Die Einnahme eines niedrigdosierten Vitamin D-Präparats kann in den Wintermonaten den durch das fehlende Sonnenlicht hervorgerufenen Mangel ausgleichen.
  10. Wenn Sie Vorerkrankungen haben, sollten Sie im Zweifelsfall auf Indoor-Aktivitäten ausweichen, um Ihre Gesundheitsrisiken zu minimieren.

Ressort: Themen

Das Portal für
Paderborn, Höxter und Warburg

webverzeichnis

Blutspende
Das Portal für Paderborn, Höxter und Warburg
Kloster Corvey ©Gerald Kaufmann

Kloster Corvey, Stiftskirche

Kloster Corvey war mit das größte Kloster hier im Hochstift. Beeindruckend ist, wie schon im vorletzten Jahrtausend mit dem Aufbau begonnen wurde.

Paderquellgebiet ©Gerald Kaufmann

Paderquellgebiet

Mit seinen 200 Quellen mitten in Paderborn im ist die Pader der kürzeste Fluss in Deutschland und mündet im benachbarten Schloß Neuhaus in die Lippe.

Rathaus Paderborn ©Gerald Kaufmann

Rathaus Paderborn

Rathaus im Stil der Weserrenaissance. Nach der Zerstörung im 2. Weltkrieg wurde ist wieder aufgebaut und ist noch heute Tagungsort des Stadtrates.

Das Drei-Hasen-Fenster ©Gerald Kaufmann

Das Drei-Hasen-Fenster

Das Drei-Hasen-Fenster im Kreuzgang des Paderborner Doms ist ein Wahrzeichen von Paderborn, und findet sich auch an vielen weiteren Orten in der Paderstadt wieder.

Abdinghofkriche in Paderborn ©Gerald Kaufmann

Abdinghofkriche in Paderborn

Abdinghofkriche ist ungefähr gleich alt wie der Dom und wurde als Klosterkirche gegründet. Heute ist sie so etwas wie der Evangelische Dom in Paderborn.

Paderborner Dom ©Gerald Kaufmann

Paderborner Dom

Rathaus Höxter ©Gerald Kaufmann

Rathaus Höxter

Wisent in Hardehausen ©Gerald Kaufmann

Wisent in Hardehausen

Kleines Viadukt bei Altenbeken ©Gerald Kaufmann

Kleines Viadukt bei Altenbeken

Waschfrauen an der Pader ©Gerald Kaufmann

Waschfrauen an der Pader

Liboriuskapelle ©Gerald Kaufmann

Liboriuskapelle

Liboriuskapelle in Paderborn

Keiserpfalz ©Gerald Kaufmann

Kaiserpfalz in Paderbortn

Platz zwischen Dom und Kaiserpfalz. Im Hintergrund die

Kapuzinerkirche ©Gerald Kaufmann

Kapuzinerkriche

Die Kapuzinerkirche in Brakel entstand im 18. Jahrhundert und beinhaltet barocke als auch gotische Elemente.

Rathaus Brakel ©Gerald Kaufmann

Rathaus Brakel

Das Brakeler Rathaus im im Renaissance-Stil. Davor steht die Rolandssäule, welche auch als Pranger genutzt wurde.

Nieheim Fachwerkhaus

Großes Fachwerkhaus in Nieheim

Der Käsemarkt in Nieheim ist sehenswert. Internationale Käsehersteller treffen hier zusammen und bieten ihren Käse an.

Käse und Käsemacher

Käse und Käsemacher

Käsehersteller aus dem Brezenzer Wald zu Gast in Nieheim!

Warburg am Tag! ©Gerald Kaufmann

Warburg am Tag! ©Gerald Kaufmann

Warburg liegt ziemlich mit am äußersten Rand vom Hochstift Paderborn, Höxter.

Adam Eva

Adam und Eva Haus. Daneben der Erzengel

Historische Fachwerkhäuser unweit der Paderqellen am Dom.

Neuestes

Anja und Jens Stevens

DIE FAMILIENUNTERNEHMER auf dem Petersberg

Oktober 19, 2026
Verantwortung, Austausch und Engagement „Am Ende sind es nicht Gebäude oder Organisationen, die Zukunft gestalten. Es sind Menschen, die Verantwortung übernehmen: Für ihre Unternehmen. Für ihre Mitarbeiter. Für ihre Familien.“ Anke Eickhoff, Vorständin von DIE FAMILIENUNTERNEHMER im Regionalkreis…
Weihbischof Matthias König

Erzbistum Paderborn und Hilfswerk missio Aachen rufen zu Kollekte auf

Oktober 19, 2026
Weltmissionssonntag: Erzbistum Paderborn und Hilfswerk missio Aachen rufen zu Kollekte auf – Politisches Zeichen gegen Nationalismus und Egoismus Größte katholische Spendenaktion weltweit: Erzbistum Paderborn 2025 mit fast 135.500 Euro dabei Paderborn. Das Erzbistum Paderborn und das Hilfswerk…
Feel-Good-Challenge

Jetzt wieder mitmachen und „GLÜCKLICH/T SEIN!“

Oktober 16, 2026
Mitmachaktion des Erzbistums Paderborn ruft vom 25. Oktober bis 6. Dezember 2026 zu kleinen Gesten mit großer Wirkung auf Paderborn (pdp) Wenn der Herbst es draußen kälter werden lässt, spenden kleine Zeichen der Zuwendung Wärme zwischen Menschen: ein Lächeln, ein freundliches Wort und ganz…
Daniel Ritter

Neue Zinsrealität: „Warten ist nicht die beste Option“

Oktober 15, 2026
Frankfurt am Main – Viereinhalb Prozent Bauzinsen – für viele Menschen ist das derzeit eine wichtige Zahl, an der sich die Debatte über Wohneigentum mitentscheidet. Dabei führt der Vergleich mit den vergangenen Jahren leicht in die falsche Richtung. Die Zinsen von unter einem Prozent in den Jahren…

Neuestes

HNF im November 2023

Sagenhaft Hall 9000
Sagenhaft! – Geschichte und Fantasien der Künstlichen Intelligenz Vortrag im Heinz Nixdorf MuseumsForum Schon vor Jahrhunderten gab es Vorstellungen davon, eine technische Komponente zu…

4. Tag des Wasserstoffs auf Gut Gnadental

16-Tonnen-Radbagger mit H2-Verbrenner der DEUTZ AG im Innenhof von Gut Gnadental
Wasserstoff im Realitäts-Check – Wo stehen wir, wo geht es hin? „Überall geht ein früheres Ahnen dem späteren Wissen voraus.“ Alexander von Humboldt (1769-1859), Naturforscher und…

Meist gelesen




Paderborn und Höxter

erleben!

---


Hochstiftanzeiger!

Finde was zählt!