
Kristin Wichert, Ortskuratorin Paderborn der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD), überreicht am Dienstag, den 3. Juni 2026 um 11.00 Uhr am Schloss Amelunxen in Beverungen an Louisa Freifrau von Weichs und ihre Familie eine Bronzeplakette. Diese wird künftig sichtbares Zeichen der Unterstützung für die Instandsetzung und Erhaltung des denkmalgeschützten Schlosses sein, das zu den bedeutenden Adelssitzen der Weserrenaissance in Ostwestfalen gehört.
Die DSD hat mehrere Bauabschnitte der Sanierung der Dachkonstruktion und die Dacheindeckung mit regionaltypischem Sollingstein mit insgesamt mehr als 300.000 Euro gefördert. Im Jahr 2023 wurden 100.000 Euro zur Verfügung gestellt, 2024 folgte eine weitere Förderung in Höhe von 115.000 Euro. Im Jahr 2025 hat die Stiftung die Substanzerhaltung des Daches erneut unterstützt und für Dachdecker- und Zimmermannsarbeiten weitere 120.000 Euro bereitgestellt. Die Mittel konnte die DSD dank zahlreicher privater Spenden und den Erträgen der Lotterie GlücksSpirale bereitstellen.
Im 16. Jahrhundert waren die Brüder Gerd und Ludolf von Amelunxen die Eigentümer des von ihnen 1554 erbauten Schlosses. 1718 wurde das Ensemble an den Paderborner Fürstbischof Franz Arnold Freiherr von Wolff-Metternich zur Gracht verkauft, seitdem befindet es sich in Familienbesitz.
Das Herrenhaus, das von den Erbauern als Doppelwohnsitz mit spiegelbildlich angeordneten Wohnungen errichtet wurde, ist ein langgestreckter, zweigeschossiger und verputzter Steinbau aus der Mitte des 16. Jahrhunderts im Stil der frühen Weserrenaissance, für die symmetrische Formen, das Material Stein, Verzierungen an zentralen Stellen wie Eingänge oder Giebel typisch sind, ebenso wie die Verbindung von Wohnen und Arbeiten, wie es auch bei Schloss Amelunxen mit dem Herrenhaus und dem angrenzendem Wirtschaftshof der Fall ist. Die Anlage, an die ein Landschaftspark anschließt, geht auf einen mittelalterlichen bischöflichen Gutshof zurück.
Die Außenwände des Herrenhauses sind schlicht verputzt und durch regelmäßig angeordnete Fenster gegliedert. Der Zugang erfolgt über eine breite Freitreppe mit zwei Aufgängen, die zu zwei Eingängen führt. Über den Türen ist das Wappen des Adelsgeschlechtes von Amelunxen angebracht.
Das Dach des Herrenhauses ist mit regionaltypischen Sandsteinplatten gedeckt. Sogenannte Kreuzstockfenster und hervorspringende Steinerker mit Dreiecksgiebeln prägen das Aussehen des Gebäudes. Der Bau ist über eine zweiläufige Freitreppe zugänglich, die zu zwei Rundbogenportalen mit Wappen darüber als Eingang führt.
Mehrere Dachfenster sowie ein mittig angeordneter Dachaufbau sorgen für Licht im Inneren. Dieser Dachteil stammt vermutlich aus dem 19. Jahrhundert. Ebenfalls im 19. Jahrhundert wurde einer der beiden ursprünglichen Treppenaufgänge im Inneren entfernt und der große Saal im Obergeschoss in zwei kleinere Räume aufgeteilt.
Das Herrenhaus von Schloss Amelunxen veranschaulicht, wie der westfälische Adel in der frühen Neuzeit gelebt hat. Bis heute prägt das Gebäude gemeinsam mit dem Wirtschaftshof und dem angrenzenden Landschaftspark das Orts- und Landschaftsbild von Amelunxen.
Das Schloss gehört zu den mehr als 900 Denkmalen, die die DSD dank privater Spenden, der Erträge ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Lotterie GlücksSpirale allein in Nordrhein-Westfalen fördern konnte.

Kloster Corvey war mit das größte Kloster hier im Hochstift. Beeindruckend ist, wie schon im vorletzten Jahrtausend mit dem Aufbau begonnen wurde.

Mit seinen 200 Quellen mitten in Paderborn im ist die Pader der kürzeste Fluss in Deutschland und mündet im benachbarten Schloß Neuhaus in die Lippe.

Rathaus im Stil der Weserrenaissance. Nach der Zerstörung im 2. Weltkrieg wurde ist wieder aufgebaut und ist noch heute Tagungsort des Stadtrates.

Das Drei-Hasen-Fenster im Kreuzgang des Paderborner Doms ist ein Wahrzeichen von Paderborn, und findet sich auch an vielen weiteren Orten in der Paderstadt wieder.

Abdinghofkriche ist ungefähr gleich alt wie der Dom und wurde als Klosterkirche gegründet. Heute ist sie so etwas wie der Evangelische Dom in Paderborn.






Liboriuskapelle in Paderborn

Die Kapuzinerkirche in Brakel entstand im 18. Jahrhundert und beinhaltet barocke als auch gotische Elemente.

Das Brakeler Rathaus im im Renaissance-Stil. Davor steht die Rolandssäule, welche auch als Pranger genutzt wurde.

Der Käsemarkt in Nieheim ist sehenswert. Internationale Käsehersteller treffen hier zusammen und bieten ihren Käse an.

Käsehersteller aus dem Brezenzer Wald zu Gast in Nieheim!

Warburg liegt ziemlich mit am äußersten Rand vom Hochstift Paderborn, Höxter.
