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Mit Telematik-Tarifen bei der Kfz-Versicherung sparen
Autofahrerin ©ERGO Group
  • 21. Februar 2023

Mit Telematik-Tarifen bei der Kfz-Versicherung sparen

Von ERGO Group AG

Wie das funktioniert und worauf Autofahrer achten sollten

Wer sicher und vorausschauend Auto fährt, kann mit einem sogenannten Telematik-Tarif seinen Kfz-Versicherungsbeitrag senken. Dabei zeichnen die Anbieter das Fahrverhalten der Kunden auf, werten es aus und belohnen unter anderem umsichtiges und sicheres Fahren mit Rabatten. Für wen sich ein Telematik-Tarif lohnen kann, weiß Peter Schnitzler, Kfz-Experte von ERGO.

Immer mehr Versicherer bieten ihren Kunden mittlerweile die Möglichkeit, in der Kfz-Versicherung zusätzlich Telematik-Tarife auszuwählen. „Die hierbei eingesetzte Technologie erfasst verkehrsbezogene Daten von Autofahrer und Fahrzeug. Auf dieser Basis ermittelt die Versicherung dann eine Gesamtbewertung für die letzten zwölf Monate: Versicherte können so nach einem Jahr bis zu 30 Prozent ihres Kfz-Beitrags zurückbekommen“, erläutert Peter Schnitzler, Kfz-Experte von ERGO. „Die Rabatte sollen Autofahrer anspornen, ihren Fahrstil anzupassen“. Die Faktoren und die Gewichtung, die bei der Berechnung des Kfz-Beitrags eine Rolle spielen, unterscheiden sich je nach Versicherer. Häufig fließen unter anderem Daten zu Fahrweise, Geschwindigkeit, Aufmerksamkeit, Fahrtdauer und Tageszeit mit ein.

Autofahrer können mit Telematik-Tarifen allerdings nicht nur Geld sparen. Da unter anderem auch Beschleunigung, Bremsverhalten und Geschwindigkeit aufgezeichnet werden, helfen sie Autofahrern, ihren Fahrstil gezielt zu optimieren. „Wer gleichmäßiger und vorausschauender fährt und sich an die Geschwindigkeitsbegrenzungen hält, verbessert nicht nur seine Punktzahl, sondern senkt zusätzlich das Unfallrisiko“, sagt der Kfz-Experte von ERGO. Um nicht vom Verkehrsgeschehen abgelenkt zu sein, sollten Fahrer zudem auf Telefonate, Textnachrichten oder die Nutzung von Apps während der Fahrt verzichten. Außerdem erhöhen regelmäßige Pausen auf langen Fahrten – mindestens alle zwei Stunden – sowie das Vermeiden von Nachtfahrten die Sicherheit, was sich positiv auf den Punktestand auswirkt. „Vor allem für Fahranfänger unter 30 Jahren können Telematik-Tarife sinnvoll sein, denn sie zahlen zu Beginn meist hohe Beiträge“, informiert Schnitzler.

Wie funktioniert die Datenerfassung?

Anbieter von Telematik-Tarifen nutzen unterschiedliche Möglichkeiten, um die Fahrzeugdaten aufzuzeichnen. „Viele Versicherer bieten beispielsweise eine App fürs Smartphone an. Versicherte müssen ihr Handy nur noch zu jeder Fahrt mitnehmen und die Aufzeichnung erfolgt dann automatisch per GPS“, so Schnitzler. Sind Versicherte mit einem fremden Fahrzeug oder als Beifahrer unterwegs, können sie die aufgezeichneten Fahrten ganz einfach in der App kennzeichnen, damit sie nicht in die Bewertung einfließen. Übrigens: „Wer sich für die App-Nutzung entscheidet, bekommt zusätzlich einen Überblick und Feedback zu jeder einzelnen Fahrt“, ergänzt Schnitzler. Je nach Anbieter kann auch ein separates Gerät, zum Beispiel ein Sensor für die Windschutzscheibe oder ein Stecker für den Zigarettenanzünder, zur Datenerfassung notwendig sein. Auch sogenannte Telematikboxen oder -stecker, die von einem Fachbetrieb beispielsweise im Handschuhfach oder unter dem Sitz fest installiert werden, sind möglich.


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