
Bonn/New York, 7. Oktober 2026: Das globale Rennen um den Aufbau von Infrastruktur für künstliche Intelligenz verleiht dem Welthandel starken Schwung – auch in Zeiten höherer Zölle und geopolitischer Konflikte. Zu diesem Ergebnis kommt die neueste Ausgabe des DHL Globalization Tracker, den DHL und die Stern School of Business der New York University heute veröffentlicht haben. Der Bericht untersucht internationale Ströme von Handel, Kapital, Information und Personen. Er basiert auf mehr als 30 Millionen Datenpunkten und bietet die umfassendste verfügbare Analyse zum Stand der Globalisierung. In der vorliegenden Ausgabe erscheint der Bericht erstmals unter neuem Namen. Zuvor hatte er „DHL Global Connectedness Tracker“ geheißen.
Der weltweite Warenhandel ist im ersten Halbjahr 2026 laut dem Bericht schneller gewachsen als in jedem anderen Halbjahr der vergangenen 15 Jahre – mit Ausnahme der außergewöhnlich volatilen Covid-19-Zeit. Ein wichtiger Treiber war die starke Nachfrage nach Gütern für den Aufbau von KI-Infrastruktur – etwa Halbleiter und Technik für Datenübertragung. Der Handel mit solchen Gütern trug im Jahr 2025 zu 42% des Wachstums im Warenhandel bei. Im ersten Quartal 2026 waren es laut Analysen von WTO und OECD sogar 76%.
„Das derzeit größte Thema im globalen Handel ist KI – nicht Zölle“, sagte John Pearson, CEO von DHL Express. „Jede KI-Abfrage gründet letztlich auf Logistik: Chips, Netzwerktechnik und die vielen anderen Güter hinter dieser Technologie müssen zur richtigen Zeit am richtigen Ort sein. DHL verbindet die Unternehmen und Märkte in diesen komplexen Lieferketten. Wann immer Innovation neue Handelsströme hervorbringt, sorgt unser globales Netzwerk dafür, dass sie in Bewegung bleiben.“
Gleichzeitig haben der Iran-Krieg und die Sperrung der Straße von Hormus wichtige Handelsrouten beeinträchtigt. Die Folgen konzentrierten sich jedoch vor allem auf Volkswirtschaften, die von der Meerenge abhängig sind. So sank der Wert des Handels in Saudi-Arabien in den ersten fünf Monaten 2026 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 37%. In den Vereinigten Arabischen Emiraten ging er um 7% zurück.
Auch die Handelspolitik sorgte für Gegenwind. US-Zölle erreichten den höchsten Stand seit Jahrzehnten. Ihre globalen Auswirkungen blieben jedoch begrenzt. Einer der Gründe: Auf die USA entfielen in den vergangenen Jahren nur 13% der weltweiten Importe, und rund die Hälfte dieser Importe war – Stand August 2026 – von den Zollerhöhungen ausgenommen. Zudem verzichteten die meisten Länder auf umfassende Vergeltungsmaßnahmen. Viele verstärkten stattdessen ihre Bemühungen, sich durch neue Handelsabkommen Zugang zu alternativen Märkten zu sichern.
Laut aktueller Prognose soll der weltweite Warenhandel bis 2029 um durchschnittlich 3,4% pro Jahr wachsen. Das wäre deutlich schneller als die 2,7% im vergangenen Jahrzehnt.
„Überraschend ist nicht nur, dass der Welthandel trotz neuer Zölle und des Iran-Kriegs weiter gewachsen ist“, sagte Prof. Steven A. Altman, Leiter der DHL Initiative on Globalization am Center for the Future of Management der NYU Stern. „Die Aussichten sind heute sogar besser als vor diesen Schocks. Das verdeutlicht, dass die Widerstandsfähigkeit des Welthandels auf tieferen Fundamenten beruht. Der KI-Boom ist ein Beispiel dafür, dass technologischer Fortschritt oft eine länderübergreifende Kooperation von Spezialisten erfordert. Gleichzeitig zeigt der KI-Boom, wie flexibel Unternehmen sich immer wieder anpassen, um den Handel am Laufen zu halten – trotz Krisen und politischer Umbrüche.“
Von allen Regionen erzielte Ostasien und Pazifik das stärkste Handelswachstum. Der Wert des Handels der Region stieg in den ersten fünf Monaten 2026 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 24%. Europa folgte mit 12% und Subsahara-Afrika mit 11%.
Die Region Ostasien und Pazifik verzeichnete aber nicht nur das stärkste Wachstum. Ein größerer Anteil des Handels blieb auch innerhalb dieser Region. Dieser Anteil lag in den ersten fünf Monaten 2026 bei 60% – nach 57% im Gesamtjahr 2025. Zum Anstieg trugen starke asiatische Lieferketten bei, die für den KI-Boom wichtig sind.
Eine der markantesten Veränderungen bei den internationalen Strömen ist die Entkoppelung zwischen den USA und China. Die globalen Auswirkungen sind jedoch überraschend gering. Auf dem Höhepunkt im Jahr 2015 machte der Handel zwischen beiden Ländern 3,5% des Welthandels aus. In den ersten fünf Monaten 2026 waren es nur noch 1,6%. Noch geringer ist der Anteil der internationalen Unternehmensinvestitionen zwischen beiden Ländern: unter 1%. Gleichzeitig haben enge Verbündete der USA ihre Beziehungen zu China weitgehend aufrechterhalten.
Diese Ergebnisse sprechen gegen die verbreitete Annahme, dass die Entkopplung zwischen den USA und China zu einer Teilung der Weltwirtschaft in rivalisierende Blöcke führen könnte.
Bei genauerer Betrachtung wird außerdem deutlich: Die Zahlen zum direkten Handel stellen die Abhängigkeit der USA von China nicht aussagekräftig genug dar. Denn Waren, die die USA aus anderen Ländern importieren, enthalten zunehmend chinesische Materialien und Komponenten. Berücksichtigt man auch diese indirekten Importe, ist die Abhängigkeit der USA von China bis 2024 nur leicht gesunken. Für spätere Jahre liegen noch keine Daten vor.
Der Bericht analysiert auch den Stand der Globalisierung im weiteren Sinne – auf Grundlage internationaler Ströme von Handel, Kapital, Information und Personen. Die Skala für den Grad der Globalisierung reicht von 0% (keine grenzüberschreitenden Ströme) bis 100% (Grenzen und Entfernungen spielen keine Rolle).
2025 stieg der Globalisierungsgrad der Welt mit 25,8% auf einen neuen Rekordwert. Der Handel mit Gütern für KI-Infrastruktur und KI-bezogene Investitionen spielten auch hier eine Rolle.
Alle vier Kategorien von Strömen trugen zum neuen Rekord bei und wurden internationaler. Am stärksten globalisiert sind nach wie vor Informationsströme. Es folgen Kapital- und Handelsströme. Personenströme bleiben am wenigsten globalisiert.
Der DHL Globalization Tracker ist ein kompakter Bericht mit interaktiver Website zum Stand der Globalisierung und des Welthandels. Mit regelmäßigen Updates ergänzt er den renommierten DHL Globalization Report, der seit 2011 regelmäßig erscheint. Der Tracker basiert auf über 25 öffentlichen, privaten und wissenschaftlichen Quellen und analysiert mehr als 30 Millionen Datenpunkte zu internationalen Handels-, Kapital-, Informations- und Personenströmen. Mit interaktiven Online-Diagrammen können Nutzerinnen und Nutzer Trends nach Region, geopolitischer Ausrichtung und für einzelne Länder erkunden. Diagramme und Daten lassen sich außerdem herunterladen.
Der DHL Globalization Tracker wird von DHL in Auftrag gegeben. Erstellt wird er von Prof. Steven A. Altman und Caroline R. Bastian von der New York University Stern School of Business. Der Bericht sowie weitere Materialien sind verfügbar unter dhl.com/globalization.
Hinweis: Der DHL Globalization Tracker und der DHL Globalization Report hießen zuvor „DHL Global Connectedness Tracker“ und „DHL Global Connectedness Report“. Die neuen Namen bringen den Forschungsschwerpunkt direkter zum Ausdruck. Umfang und Herangehensweise bleiben unverändert. Die Vergleichbarkeit mit früheren Ausgaben ist damit gewährleistet.
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Der weltweite Boom der künstlichen Intelligenz verleiht dem Welthandel kräftigen Schwung – trotz höherer Zölle und geopolitischer Konflikte. Der globale Warenhandel wuchs im ersten Halbjahr 2026 schneller als in jedem anderen Halbjahr der vergangenen 15 Jahre – mit Ausnahme der außergewöhnlich volatilen Covid-19-Zeit. Über den Handel hinaus untersucht der Bericht auch den Stand der Globalisierung im weiteren Sinne – auf Grundlage internationaler Ströme von Handel, Kapital, Information und Personen. 2025 erreichte die Globalisierung mit 25,8% einen Rekordwert. Gemessen wird dies auf einer Skala von 0% (keine grenzüberschreitenden Ströme) bis 100% (Grenzen und Entfernungen spielen keine Rolle). Alle vier Kategorien von Strömen trugen zum Rekord bei und wurden internationaler.
Die Aussichten haben sich verbessert. Laut aktueller Prognose wächst der globale Warenhandel bis 2029 um durchschnittlich 3,4% pro Jahr. Das wäre deutlich schneller als die 2,7% pro Jahr im vergangenen Jahrzehnt. Besonders bemerkenswert: Die neue Prognose ist optimistischer als jene vor den US-Zollerhöhungen 2025 und 2026 sowie vor dem Iran-Krieg. Das deutet darauf hin, dass die jüngsten Schocks die Weltwirtschaft weniger stark belastet haben als vielfach erwartet.
Zölle und geopolitische Konflikte sorgen weiterhin für Risiken und Störungen. Ihre Auswirkung auf den Welthandel insgesamt blieb jedoch begrenzt. Der Iran-Krieg beeinträchtigte wichtige Lieferrouten. Besonders stark traf er Volkswirtschaften, die von der Straße von Hormus abhängig sind. Die Folgen blieben aber weitgehend regional begrenzt. US-Zölle sind wiederum auf den höchsten Stand seit Jahrzehnten gestiegen. Aber nur 13% der weltweiten Importe entfielen in den vergangenen Jahren auf die USA. Zudem war – Stand August 2026 – rund die Hälfte der US-Einfuhren von den Zollerhöhungen ausgenommen. Viele Länder verzichteten außerdem auf umfassende Vergeltungsmaßnahmen. Stattdessen bauten sie ihre Handelsbeziehungen zu alternativen Märkten aus. All das trug dazu bei, dass der Welthandel weiterwuchs.
Von allen Regionen erzielte Ostasien und Pazifik das stärkste Handelswachstum. Der Wert des Handels stieg dort in den ersten fünf Monaten 2026 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 24%. Europa folgte mit 12%, Subsahara-Afrika mit 11%.
Die Region Ostasien und Pazifik verzeichnete nicht nur das stärkste Wachstum, sondern auch einen höheren Anteil des Handels, der innerhalb der Region blieb. Dieser Anteil stieg von 57% im Gesamtjahr 2025 auf 60% in den ersten fünf Monaten des Jahres 2026. Zu diesem Anstieg trugen starke asiatische Lieferketten bei, die im KI-Boom wichtig sind.
Nein, bislang nicht. Die USA und China haben ihre gegenseitigen Beziehungen im vergangenen Jahrzehnt zwar deutlich reduziert. Zu einer breiteren Spaltung der Weltwirtschaft hat das jedoch nicht geführt. Enge Verbündete der USA haben ihre Wirtschaftsbeziehungen zu China weitgehend aufrechterhalten.
Hinzu kommt: Die direkten Beziehungen zwischen den USA und China machen einen überraschend kleinen Teil der Weltwirtschaft aus. Auf dem Höhepunkt 2015 entsprach etwa der Handel zwischen beiden Ländern 3,5% des Welthandels. In den ersten fünf Monaten 2026 waren es nur noch 1,6%. Noch geringer ist der Anteil der internationalen Unternehmensinvestitionen zwischen beiden Ländern: unter 1%.
Der direkte Handel zwischen beiden Ländern ist stark zurückgegangen. Wenn man aber die Lieferketten mit einbezieht, ergibt sich ein komplexeres Bild. Güter, die die USA aus Drittländern importieren, enthalten zunehmend chinesische Materialien und Komponenten. Berücksichtigt man auch diese indirekten Importe, ist die Abhängigkeit der USA von China bis 2024 nur leicht gesunken.
Führungskräften empfiehlt der DHL Globalization Tracker, sich auf Krisen vorzubereiten, ohne auf die Vorteile internationaler Verbindungen zu verzichten. Volkswirtschaften, Branchen und Handelsrouten können weiterhin großen Risiken ausgesetzt sein. Insgesamt bleiben die globalen Ströme jedoch robust. Wer über eine Verlagerung von Produktion nachdenkt, sollte daher die Widerstandsfähigkeit von Lieferketten gegen die Vorteile globaler Reichweite abwägen. Unternehmen, die sich aus internationalen Märkten zurückziehen, während Wettbewerber global aktiv bleiben, könnten ihre Wettbewerbsposition schwächen.

Kloster Corvey war mit das größte Kloster hier im Hochstift. Beeindruckend ist, wie schon im vorletzten Jahrtausend mit dem Aufbau begonnen wurde.

Mit seinen 200 Quellen mitten in Paderborn im ist die Pader der kürzeste Fluss in Deutschland und mündet im benachbarten Schloß Neuhaus in die Lippe.

Rathaus im Stil der Weserrenaissance. Nach der Zerstörung im 2. Weltkrieg wurde ist wieder aufgebaut und ist noch heute Tagungsort des Stadtrates.

Das Drei-Hasen-Fenster im Kreuzgang des Paderborner Doms ist ein Wahrzeichen von Paderborn, und findet sich auch an vielen weiteren Orten in der Paderstadt wieder.

Abdinghofkriche ist ungefähr gleich alt wie der Dom und wurde als Klosterkirche gegründet. Heute ist sie so etwas wie der Evangelische Dom in Paderborn.






Liboriuskapelle in Paderborn

Die Kapuzinerkirche in Brakel entstand im 18. Jahrhundert und beinhaltet barocke als auch gotische Elemente.

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Der Käsemarkt in Nieheim ist sehenswert. Internationale Käsehersteller treffen hier zusammen und bieten ihren Käse an.

Käsehersteller aus dem Brezenzer Wald zu Gast in Nieheim!

Warburg liegt ziemlich mit am äußersten Rand vom Hochstift Paderborn, Höxter.
