
„In der Ukraine merkt man, wie wichtig Augen im Weltall sind.“ Karen Florschütz, Executive Vice President, Airbus Defence and Space GmbH
„Wer hätte vor sechs Jahren gedacht, dass wir über das Thema Defence sprechen müssen?“ Mit diesen Worten eröffnete Unternehmerin Jutta Zülow die sechste Ausgabe der Veranstaltung „Unternehmen im Fluss – Der Rhein verbindet“. Die Frage machte deutlich, wie sehr sich die sicherheitspolitische Lage in den vergangenen Jahren verändert hat.
Sabotageakte, Hackerangriffe, Cyberkriminalität und die wachsende Bedrohung kritischer Infrastrukturen unter anderem durch Drohnen zeigen: Die Zeitenwende ist längst nicht mehr nur ein politischer Begriff, sondern betrifft zunehmend auch Unternehmen und ihre Geschäftsmodelle.
Über die neue Bedrohungslage diskutierten an Bord der MS RheinMagie mehr als 600 Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Gesellschaft und Wirtschaft. Organisiert und durchgeführt wurde die Veranstaltung von der Digitalen Stadt Düsseldorf e.V. und ihren Kooperationspartnern Unternehmerschaft Düsseldorf und Umgebung e.V., DIE FAMILIENUNTERNEHMER e.V. sowie dem Rhein-Kreis Neuss, dem Wasserstoff Hub RKN / Rheinland e.V. und der RheinEnergie.
René Gassen, Direktor beim Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr, bezeichnete in seiner Keynote die völkerrechtswidrige Besetzung der Krim im Jahr 2014 als Wendepunkt. Seitdem sei die Frage nach der Wiederherstellung der Verteidigungsfähigkeit immer drängender geworden – verbunden mit Herausforderungen bei der Rüstungsbeschaffung und der Frage, wie Unternehmen stärker in diesen Prozess eingebunden werden können.
Im ersten Panel zum Thema „Physical Defence“ rückte die Bedeutung moderner Technologien in den Mittelpunkt. Sicherheitsexpertin Karen Florschütz, Executive Vice President, Airbus Defence and Space GmbH, verdeutlichte mit ihrem Satz „In der Ukraine merkt man, wie wichtig Augen im Weltall sind“, wie wesentlich satellitengestützte Aufklärung und Kommunikation für militärische und zivile Sicherheit seien.
Auch der Schutz kritischer Infrastruktur war ein zentrales Thema. Susanne Fabry, Vorstandsmitglied der RheinEnergie AG, betonte, absolute Sicherheit gebe es nicht. Vielmehr gehe es darum, Störungen schnell zu erkennen, ihre Auswirkungen zu begrenzen und den Betrieb rasch wiederherzustellen.
Duisburgs Hafenchef Markus Bangen meinte: „Drohnen über dem Hafen sind seit Jahren eine Tatsache.“ Darauf reagiere man mit eigenen Überwachungsdrohnen. Die Problematik: „Unsere Drohnen dürfen keine Schienen der Deutschen Bahn überfliegen.“ Davon gebe es aber im Hafen Dutzende. Bangen forderte bessere gesetzliche Grundlagen.
Einig war man sich, dass Sicherheit viel Geld kostet. Doch die Folgen eines tatsächlichen Vorfalls seien nicht nur materieller Natur. Gerade bei kritischer Infrastruktur könne schon der Vertrauensverlust erhebliche Auswirkungen haben.
Gekonnt moderiert wurde das Panel von der Europaabgeordneten Dr. Marie-Agnes Strack-Zimmermann.
Das zweite Panel widmete sich der Cyberkriminalität – einer Bedrohung, die längst nicht nur Unternehmen, sondern auch unsere Infrastruktur und Verteidigungsarchitektur betrifft. Der Schaden, den Cybercrime für unsere Gesellschaft verursacht, wird immer größer, zugleich bleibt es schwierig, die Täter ausfindig zu machen und zur Verantwortung zu ziehen, betonte Markus Hartmann, Leitender Oberstaatsanwalt und Leiter der ZAC NRW, der durch das Panel führte. Es diskutierten: Dr. Michael Karl, Institut für KI-Sicherheit, Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt, Tim Seil, Public Affairs Manager Defence & Security, Daimler Truck AG, und Steffen Bauer, CEO, Häfen und Güterverkehr Köln AG (HGK AG).
Auf die Frage des Moderators, wie man sich schützen könne, lautete die Antwort: Besser werden. Das fange schon damit an, bei jeder Einführung neuer Technologien entsprechende Sicherheitssysteme nicht nachträglich zu ergänzen, sondern bereits in der Entwicklung einzuplanen und zu integrieren. Eine weitere Forderung aus der Diskussion lautete: „Wir müssen die Awareness hochhalten.“
Fazit: Moderne Verteidigung reicht längst über klassische militärische Strukturen hinaus. Daten, Satelliten, künstliche Intelligenz, sichere Kommunikationswege und widerstandsfähige Infrastrukturen sind zu mitentscheidenden Faktoren geworden.
Abschließend hatten ausgewählte Start-ups aus dem Bereich Defence die Gelegenheit, ihre Modelle und Lösungen zu präsentieren und mit potentiellen Geschäftspartnern ins Gespräch zu kommen. Folgende Start-ups nahmen an der Veranstaltung teil: Xensor/Asdro, Greenlyte Carbon Technologies GmbH, Skylance GmbH, CRoSS Robotics, ARQON GmbH/Schwarmwächter und SWARM Biotactics.
Eigentlich sollte die MS RheinMagie mit ihren Gästen von Köln nach Düsseldorf fahren. Doch der niedrige Wasserstand machte die geplante Fahrt unmöglich – der Pegel lag unter 80 Zentimetern. Das Schiff verblieb am Anleger.
Am Thema änderte das nichts. Im Gegenteil: Die Einschränkungen machten sichtbar, wie abhängig Wirtschaft und Gesellschaft von funktionierenden Infrastrukturen sind.
Nach sechs Jahren „Unternehmen im Fluss – Der Rhein verbindet“ zeigte die Veranstaltung einmal mehr ihre Stärke: Sie bringt unterschiedliche Perspektiven zusammen und schafft Raum für den Austausch zwischen Politik, Wirtschaft, Forschung und Sicherheitsakteuren.
Unter den Gästen waren u.a.: Kristina Larischová, tschechische Generalkonsulin, Veit Ulbricht, NRW-Vorstandvorsitzender von DIE FAMILIENUNTERNEHMER, Michael Grütering, Hauptgeschäftsführer, Unternehmerschaft Düsseldorf, Christoph Sochart, Geschäftsführer, Unternehmerschaft Düsseldorf, Dirk Brügge, Kreisdirektor Rhein-Kreis Neuss, Lothar Grünewald, Regionalvorstand Niederrhein Düsseldorf, DIE FAMILIENUNTERNEHMER, Anke Eickhoff, Regionalvorstand Metropolregion Köln Bonn, DIE FAMILIENUNTERNEHMER, Dominikus Penners, Vorstandsvorsitzender Sparkasse Neuss, Karin-Brigitte Göbel, Volker Staufert, Volker Staufert Stifung, Nicole Simon, Unternehmerin, David Zülow, Unternehmer, Zülow AG, Sebastian Schulte-Fecks, NRW-Vorstand von DIE FAMILIENUNTERNEHMER, Dr. Christian Dowidat, GEDORE Holding GmbH, Sandra Lohr, stellv. Landrätin Rhein-Kreis Neuss, Judith Pirscher, Staatssekretärin a.D., Birgitta Radermacher, Regierungspräsidentin Düsseldorf a.D., Peter Biesenbach, Justizminister NRW a.D., Prof. Andreas Meyer-Falcke und der ehemalige NRW-Innenminister Dr. Ingo Wolf.

Kloster Corvey war mit das größte Kloster hier im Hochstift. Beeindruckend ist, wie schon im vorletzten Jahrtausend mit dem Aufbau begonnen wurde.

Mit seinen 200 Quellen mitten in Paderborn im ist die Pader der kürzeste Fluss in Deutschland und mündet im benachbarten Schloß Neuhaus in die Lippe.

Rathaus im Stil der Weserrenaissance. Nach der Zerstörung im 2. Weltkrieg wurde ist wieder aufgebaut und ist noch heute Tagungsort des Stadtrates.

Das Drei-Hasen-Fenster im Kreuzgang des Paderborner Doms ist ein Wahrzeichen von Paderborn, und findet sich auch an vielen weiteren Orten in der Paderstadt wieder.

Abdinghofkriche ist ungefähr gleich alt wie der Dom und wurde als Klosterkirche gegründet. Heute ist sie so etwas wie der Evangelische Dom in Paderborn.






Liboriuskapelle in Paderborn

Die Kapuzinerkirche in Brakel entstand im 18. Jahrhundert und beinhaltet barocke als auch gotische Elemente.

Das Brakeler Rathaus im im Renaissance-Stil. Davor steht die Rolandssäule, welche auch als Pranger genutzt wurde.

Der Käsemarkt in Nieheim ist sehenswert. Internationale Käsehersteller treffen hier zusammen und bieten ihren Käse an.

Käsehersteller aus dem Brezenzer Wald zu Gast in Nieheim!

Warburg liegt ziemlich mit am äußersten Rand vom Hochstift Paderborn, Höxter.
