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„Außenministerium fördert Nihilismus und Gottlosigkeit!“
Wegeskreuz©Gerald Kaufmann
  • 06. November 2022

„Außenministerium fördert Nihilismus und Gottlosigkeit!“

Von Dennis Riehle | Konstanz

Wer Kreuze abhängt, verleugnet unsere christlichen Wurzeln!

Der Sprecher des Philosophischen Laienarbeitskreises gibt angesichts der Debatte um das Entfernen des Kruzifixes während der Zusammenkunft der G7-Außenminister folgende Stellungnahme ab. Dennis Riehle erklärt hierzu wie folgt:

Wir sollen keine Bücher mehr veröffentlichen, weil die daran verwendeten Begrifflichkeiten für die Indigenen Völker diskriminierend seien. Wir sollen ganze Stadtwappen umgestalten, weil der darin befindliche „Mohr“ kolonialistisch anmutet und Ausdruck von Repression sei. Und immer öfter sollen wir auch biblische Verse und christliche Symbole entfernen, damit sich niemand in seinen (nicht-)religiösen „Gefühlen“ verletzt sieht. Wie aktuell geschehen beim Treffen der G7-Außenminister im Münster: Im altehrwürdigen Gemäuer, in dem der „Westfälische Frieden“ geschlossen wurde, ließ Annalena Baerbocks Ministerium das Kruzifix abhängen, bevor Blinken und Kollegen eintrafen.

Was selbsternannten Aufklärern, Feministen, Besserwissern, Weltverbesserern oder Verfechtern eines laizistischen Staates nicht mehr zeitgemäß erscheint, muss aus den Augen und aus dem Sinn. Tradition ausradieren, Geschichte negieren und Erinnerung streichen: Mit der Tendenz, eine Wohlfühl-Atmosphäre zu schaffen, in der sie niemand an irgendetwas stoßen kann, ein Leben ohne Ecken und Kanten, in der stetigen Vorsicht, Mehr- oder Minderheiten nicht auf die Füße treten zu wollen, wird ein Klima der falschen Rücksichtnahme kreiert. Das Verbannen von Unliebsamem geht mit dem Auslöschen eines Gedächtnisses einher, das Mahnung sein könnte. Wer es nicht mehr zulässt, dass sich jüngere Generationen Fehler aus der Vergangenheit als schlechtes Vorbild für das eigene Tun heranziehen können, darf nicht erwarten, dass die Welt im 21. Jahrhundert eine bessere ist. Identität wird nicht dadurch geformt, dass wir einen Kuschelkurs gegenüber jedweder Befindlichkeit fahren.

Nur derjenige, der weiß, dass Indianer über lange Zeit unterdrückt wurden, dass dunkelfarbige Menschen Ziel entwürdigender Sklaverei waren und über viele Jahrhunderte die Heilige Schrift unreflektiert als Buch der absoluten Wahrheit galt, kann heute anders denken und handeln. Wem verschwiegen wird, dass es eine Vergangenheit gibt, in der wir Anderen Gewalt antaten, Macht missbrauchten und Lehrmeinungen ohne Exegese indoktrinierten, begeht auch in der Gegenwart dieselben Sünden, die wir eigentlich als überwunden ansahen und Läuterung versprochen hatten.

Das Kreuz aus unserer Wahrnehmung zu tilgen, entspricht einem gottlosen Nihilismus einer säkularisierten Gesellschaft ohne jede Bereitschaft und Toleranz, Prägungen ganzer Völker zu würdigen und sich mit der Botschaft des Todes Jesu und seiner Auferstehung als wegweisende und Hoffnung stiftende Verkündigung auseinanderzusetzen. In Deutschland mag die Konfessionalität auf dem Rückzug zu sein. Die Sehnsucht nach Glaube und Orientierung ist es nicht, weshalb wir trotz aller Neutralität der Politik die Präsenz der christlichen Wurzeln in der Öffentlichkeit ausdrücklich zulassen. Wer sich durch die Anwesenheit von Symbolik gestört fühlt, missinterpretiert das Trennungsgebot zwischen Religion und Staat insbesondere deshalb, weil es zur demokratischen Anforderung an uns alle gehört, das „Ich“-Bewusstsein hinter die Werte des „Wir zurückzustellen.

Echtheit und Authentizität wird nicht dadurch gelebt, dass wir Räume schaffen, die jedem genehm sind. Es gehört durchaus zur Aufgabe von Amts- und Würdenträger, die spirituelle Herkunft einer ganzen Zivilisation wach zu halten und die Nämlichkeit und das Proprium einer über Jahrtausende majoritär bestehenden Gottesfürchtigkeit zu verteidigen. Insofern kann auch von Gästen in unserem Land verlangt werden, den geistlichen Ursprung unserer Breiten zu respektieren. Das vorbeugende Herabnehmen des Kruzifixes spiegelt auch das Duckmäusertum zeitgeistiger wie beliebiger Überzeugungen wider. Statt auf Haltung zu setzen und mit Rückgrat zur weiterhin die Bundesrepublik prägenden Religion zu stehen, macht sie einen Knicks vor all denen, die sich als Weltpolizei aufspielen und die Souveränität Deutschlands nach unserer dunklen Geschichte über Epochen hinweg beeinflussten.

Selbstbewusstsein statt Anbiederung, dieses Credo kann nicht gelingen, wenn wir Bekenntnisse ausblenden und Abstammung leugnen. Christ zu sein, das ist kein Grund, sich zu schämen – im Gegenteil. Wer sich für Religiosität stark macht, erhält Anerkennung. Diese scheint der Außenministerin zu fehlen, die mit einem diplomatischen Eiertanz die Quadratur des Kreises versucht, wenn sie nun wankelmütig einräumt, dass es sich um eine „organisatorische Entscheidung“ gehandelt habe, das Kruzifix abzunehmen, von der sie selbst erst später erfahren haben will. Entweder handelt es sich um eine unglaubwürdige und verräterische Schutzbehauptung – oder die Ministerin hat schlichtweg ihr Haus nicht im Griff. Niemand wird gezwungen, durch ein Kreuz vom eigenen Glauben abzulassen. Stattdessen ist die heilsame Wirkung der Gegenwart Jesu auch ein Angebot an Andersdenkende, in Verständigung und Versöhnung zu agieren. Diese Einladung täte gerade im Moment vielen Menschen gut, warum sollte man sie den G7-Ländern also vorenthalten?


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Käse und Käsemacher

Käse und Käsemacher

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