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Moralischen Maßstab im Denken und Handeln verlieren
Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz Foto: Erzbistum Paderborn
  • 21. August 2026

Moralischen Maßstab im Denken und Handeln verlieren

Von Presse-Team des Erzbistums Paderborn

Stellungnahme von Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz zu den Äußerungen des israelischen Ministers Itamar Ben-Gvir / „Auch der Feind im Krieg bleibt ein Mensch“

Jüngste Äußerungen des israelischen Ministers Itamar Ben-Gvir haben international Empörung hervorgerufen. Zurecht! Die Forderung, täglich 30 bis 40 Personen im Gaza-Streifen zu töten, zeigt ein erschreckendes Ausmaß an Verrohung und Menschenverachtung, das niemandem gestattet ist und erst recht nicht einem Minister, dem die Öffentliche Sicherheit anvertraut ist. Ben-Gvir geiferte über Menschen, die es nicht verdienten zu leben. Gruppen in der Bevölkerung von Gaza sprach er schlichtweg das Menschsein ab. Das widerspricht grundlegend nicht nur dem christlichen, sondern dem biblischen Menschenbild, das Christen und Juden miteinander verbindet. Solche Parolen, wie jetzt geäußert, enthüllen den wahren Charakter des Rechtsextremismus, und zwar nicht nur in Israel: Die Überzeugung, dass jeder Mensch über eine unantastbare Würde verfügt, ist hier gänzlich abwesend, zumindest hat sie anscheinend jede Relevanz in politischen und auch militärischen Auseinandersetzungen eingebüßt. Es ist eine Sache, die Gewalt der Hamas zu bekämpfen, und eine andere, in einem solchen Kampf jeglichen moralischen Maßstab im Denken und Handeln zu verlieren. Auch der Feind im Krieg bleibt ein Mensch. Wo dieser Konsens aufgekündigt wird, gibt es kein Halten mehr auf der abschüssigen Bahn in den Nihilismus. Die Welt würde zum Schlachthaus.

Es braucht kaum erwähnt zu werden, dass die Rhetorik des Ministers und der dahinterstehende Ungeist jegliche Schritte zur Lösung der Konflikte im Nahen Osten in noch weitere Ferne rücken. Das gilt nicht nur für Gaza, sondern auch für das Westjordanland, wo die völlig außer Rand und Band geratene Siedlergewalt vom israelischen Staat nicht wirkungsvoll kontrolliert wird. Rhetorische Brandfackeln, die von einem hochrangigen Vertreter des Staates geworfen werden, nähren das Feuer des Hasses und den Vernichtungswillen auf allen Seiten.

Es ist befremdlich, dass die israelische Politik bisher dazu schweigt und anscheinend nicht willens oder in der Lage ist, offensichtlich rechtsextreme Kräfte aus den Machtzentren zu entfernen. Eine politische Folge davon ist die wachsende internationale Isolation Israels, über die sich niemand freuen wird, der es mit dem Frieden im Nahen Osten und mit dem Wohlergehen Israels ernst meint. Stillschweigen und Wegsehen ist in dieser Situation gerade den Freunden Israels nicht erlaubt. Auch um Israels Zukunft willen müssen sie ein Stoppschild aufstellen. Es ist gut, dass sich unsere Regierung jetzt in dieser Situation klar positioniert hat. Es ist auch gut nachvollziehbar, wenn in der Europäischen Union über wirksame Sanktionen nachgedacht wird. Worte brauchen Taten. Israel muss verstehen, in welche Lage es gerät, wenn die derzeitige Dynamik nicht gestoppt wird. Offenkundig werden die Palästinenser weiterhin Opfer sein, nicht nur die militanten Kräfte, sondern auch die zivilen Bürger – Christen wie Muslime –, die nichts als ein erträgliches Leben für sich und ihre Gemeinschaften erstreben. Aber auch Israel selbst und seine Einwohner werden Stück für Stück mehr zu Opfern einer Politik, die die Legitimität schmelzen lässt und das positive Selbstbild, das auch die anderen überzeugt, verdunkelt.

Der Paderborner Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz leitet innerhalb der Deutschen Bischofskonferenz die Arbeitsgruppe Naher und Mittlerer Osten der Kommission Weltkirche und ist Vorsitzender der Deutschen Kommission Justitia et Pax.


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Das Drei-Hasen-Fenster

Das Drei-Hasen-Fenster im Kreuzgang des Paderborner Doms ist ein Wahrzeichen von Paderborn, und findet sich auch an vielen weiteren Orten in der Paderstadt wieder.

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Abdinghofkriche in Paderborn

Abdinghofkriche ist ungefähr gleich alt wie der Dom und wurde als Klosterkirche gegründet. Heute ist sie so etwas wie der Evangelische Dom in Paderborn.

Paderborner Dom ©Gerald Kaufmann

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Waschfrauen an der Pader ©Gerald Kaufmann

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Platz zwischen Dom und Kaiserpfalz. Im Hintergrund die

Kapuzinerkirche ©Gerald Kaufmann

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Die Kapuzinerkirche in Brakel entstand im 18. Jahrhundert und beinhaltet barocke als auch gotische Elemente.

Rathaus Brakel ©Gerald Kaufmann

Rathaus Brakel

Das Brakeler Rathaus im im Renaissance-Stil. Davor steht die Rolandssäule, welche auch als Pranger genutzt wurde.

Nieheim Fachwerkhaus

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Der Käsemarkt in Nieheim ist sehenswert. Internationale Käsehersteller treffen hier zusammen und bieten ihren Käse an.

Käse und Käsemacher

Käse und Käsemacher

Käsehersteller aus dem Brezenzer Wald zu Gast in Nieheim!

Warburg am Tag! ©Gerald Kaufmann

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