
Paderborn, 24. Juli 2026. Das Erzbistum Paderborn hat die künftige Struktur seiner Bistumsverwaltung vorgestellt. Die beiden Organisationsbereiche Dienste (Leitung Generalvikar Msgr. Dr. Michael Bredeck) und Ressourcen (Leitung: Generalvikar Prälat Thomas Dornseifer) bleiben bestehen. Die koordinierende Leitung für den unmittelbaren Aufgabenbereich der Generalvikare führt Dr. Michael Werneke fort. Zugleich werden einzelne Aufgaben neu zugeschnitten, ergänzt oder stärker in der Leitungsstruktur verankert. Zu den wesentlichen Veränderungen zählen die Trennung der Verantwortlichkeiten für Personal und Verwaltung, der neue Bereich Seelsorgeräume, die Einbindung der neuentstehenden Kita-Holding in die Bistumsverwaltung, die Weiterentwicklung des Bereichs Recht zu Recht & Governance sowie die Führung der bisherigen Abteilung Kommunikation als eigenständiger Bereich.
„Wir tragen gemeinsam Verantwortung dafür, unser Erzbistum so aufzustellen, dass es seinen Auftrag auch unter veränderten Bedingungen verlässlich erfüllen kann. Das neue Organigramm schafft Klarheit darüber, wer in der erweiterten Bistumsleitung Verantwortung für die Menschen, Aufgaben und Zukunftsthemen unseres Erzbistums übernimmt. Es verbindet bewährte Kompetenz mit den Veränderungen, die jetzt notwendig sind“, erklärt Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz.
Ziel der weiterentwickelten Struktur ist es, Zuständigkeiten nachvollziehbar zu ordnen, Führung zu stärken und die Zusammenarbeit über Bereichsgrenzen hinweg zu erleichtern.
Im Zuge der Verwaltungstransformation sollen aus dem Erzbischöflichen Generalvikariat und den drei Gemeindeverbänden die Strukturen einer gemeinsamen Bistumsverwaltung entstehen. Damit wachsen insbesondere Umfang und Verantwortung der Allgemeinen Verwaltung. Die bislang im Bereich Personal und Verwaltung zusammengeführten Aufgaben werden deshalb künftig auf zwei eigenständige Bereiche verteilt.
Sebastian Schrage übernimmt die Leitung des neu zugeschnittenen Bereichs Allgemeine Verwaltung. Der Bereich Personal wird künftig gemeinsam von Frank Rosenberger und Julia Kroker geleitet.
Auch der bisherige Bereich Recht wird weiterentwickelt. Unter der Leitung von Marcus Baumann-Gretza trägt er künftig die Bezeichnung Recht & Governance. Rechtliche Beratung/Aufsicht sowie die Themen Governance/Compliance und Revision werden damit aufgebaut beziehungsweise gestärkt. Der Bereich trägt zu rechtssicheren Strukturen, klaren Verantwortlichkeiten und einem verlässlichen Risikomanagement bei. Dienstleistungs- und Aufsichtsfunktionen werden klar voneinander getrennt.
Die Bereiche Bauen, Finanzen und IT werden unter der Leitung von Carmen Matery-Meding, Volker Mauß und Frank Siemen fortgeführt.
Im Organisationsbereich Dienste werden mit den neuen Bereichen Seelsorgeräume, Kita-Holding und Kommunikation drei Handlungsfelder organisatorisch stärker verankert, die für die weitere Entwicklung des Erzbistums von besonderer Bedeutung sind.
Der neue Bereich Seelsorgeräume soll die Entwicklung der künftigen Seelsorgeräume begleiten, die Zusammenarbeit mit den unterschiedlichen Fachbereichen der Bistumsverwaltung unterstützen und dazu beitragen, dass Erfahrungen und Bedarfe aus den Seelsorgeräumen in zentrale Beratungen und Entscheidungen einfließen. In dem Bereich werden Themen der Gesamtentwicklung der Seelsorgeräume sowie die Führung der zukünftigen Leitungstrios der Seelsorgeräume verankert sein. Die Leitung ist noch nicht besetzt und soll in den kommenden Monaten bestimmt werden.
Die regionalen Kita-Gesellschaften sollen künftig unter dem Dach einer gemeinsamen Kita-Holding zusammengeführt werden. Sie verbindet die regionalen Gesellschaften, den Fachbereich Pastoral & Pädagogik sowie zentrale Funktionen unter anderem in den Feldern Personal, Finanzen, IT, Immobilien und Bau.
Die Geschäftsführung der Kita-Holding übernimmt zugleich die Leitung des Bereichs innerhalb der Bistumsverwaltung und vertritt das Handlungsfeld Kita in der Erzbischöflichen Leitungskonferenz. Als erster Geschäftsführer steht Detlef Müller fest. Die zweite Geschäftsführungsposition ist noch offen.
Die Kita-Holding folgt damit demselben Führungsmodell wie der Bereich Caritative und soziale Dienste. Dort nehmen Esther van Bebber und Ralf Nolte als Geschäftsführer zugleich die gemeinsame Bereichsleitung wahr und vertreten den Bereich in der Erzbischöflichen Leitungskonferenz.
Die bisherige Abteilung Kommunikation wird künftig als eigenständiger Bereich geführt. Die Leitung übernimmt Heike Meyer. Damit trägt das Erzbistum der wachsenden strategischen Bedeutung von Kommunikation Rechnung. Der Bereich soll kirchliches Handeln und Glaubensthemen für unterschiedliche Zielgruppen verständlich und sichtbar vermitteln und zugleich den Veränderungsprozess kommunikativ begleiten.
Die Pastoralen Dienste werden unter der Leitung von Thomas Klöter fortgeführt. Der Bereich Pastorales Personal wird weiterhin gemeinsam von Oliver Lücke und Dr. Rainer Hohmann geleitet. Der Bereich Schule und Hochschule bleibt unter der Leitung von Dompropst Msgr. Joachim Göbel.
Die neue Organisationsstruktur wird schrittweise umgesetzt; noch offene Leitungspositionen sollen in den kommenden Monaten besetzt werden.
„Ein Organigramm schafft zunächst Klarheit über Zuständigkeiten und Verantwortlichkeiten. Wirksam wird die neue Struktur aber erst durch die Menschen, die Verantwortung übernehmen, über Bereichsgrenzen hinweg zusammenarbeiten und die Veränderungen im Alltag mit Leben füllen. Gemeinsam wollen wir die Bistumsverwaltung so weiterentwickeln, dass sie ihren Dienst für die Menschen und für die pastorale Zukunft unseres Erzbistums verlässlich leisten kann“, erklären die Generalvikare Msgr. Dr. Michael Bredeck und Prälat Thomas Dornseifer. „Unser besonderer Dank gilt allen, die bereit sind, in der weiterentwickelten Struktur Verantwortung neu zu übernehmen oder ihre bisherigen Aufgaben verlässlich fortzuführen.“

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