
Aufwendungen für übernommene Verantwortung und Zukunftsprojekte / Fördervolumen von 1,3 Mio. Euro für Projekte und 5,2 Mio. Euro für Daueraufgaben / Finanzerträge decken zusätzliche Rückstellungen für Anerkennungsleistungen
Paderborn, 13. August 2026. Die Stiftungen des Erzbischöflichen Stuhls zu Paderborn haben im Jahr 2025 insgesamt 6,5 Mio. Euro für Förder- und Unterstützungsmaßnahmen bewilligt. Damit finanzieren die Stiftungen sowohl dauerhaft angelegte Aufgaben im kirchlichen und wissenschaftlichen Bereich als auch ausgewählte Projekte, die Bildung, Kultur, Forschung und gesellschaftliche Teilhabe stärken.
Rund 1,3 Millionen Euro flossen in Bildungsinitiativen und Forschungsprojekte. Ein Schwerpunkt mit einer Fördersumme von 749.000 Euro war das Projekt „Zukunft hoch2 – Junge Mütter. Neue Chancen.“ des Caritasverbands Hamm. Das Projekt richtet sich an junge Mütter zwischen 18 und 27 Jahren, die keinen oder keinen anerkannten Schulabschluss haben und nicht mehr schulpflichtig sind. Viele von ihnen haben ihren Schulbesuch infolge von Schwangerschaft und Geburt unterbrochen. Kinderbetreuung, finanzielle Belastungen, fehlende Unterstützung im sozialen Umfeld oder weitere persönliche Problemlagen erschweren ihnen jetzt den Wiedereinstieg in Schule und Ausbildung. Das Angebot schließt eine bestehende Lücke: In drei aufeinanderfolgenden Lerngruppen werden jeweils zehn bis zwölf junge Frauen im Caritas Bildungsforum in Hamm auf den Erwerb eines Schulabschlusses durch die Externenprüfung vorbereitet.
Projektförderung und Daueraufgaben
Neben wechselnden Projekten finanziert der Erzbischöfliche Stuhl Daueraufgaben. Die Stiftung Badurad, die sich der Dommusik widmet, förderte die Mädchenkantorei. Hinzu kommt die Finanzierung der Theologischen Fakultät und der Erzbischöflichen Akademischen Bibliothek durch die Stiftung Dietrich IV. von Fürstenberg. Aus den der Stiftung Erzbischof von Paderborn angegliederten unselbständigen Stiftungen und dem sogenannten Ergänzenden Hilfesystem wurden weitere Unterstützungsmaßnahmen geleistet.
Insgesamt stiegen die Aufwendungen des Erzbischöflichen Stuhls gegenüber dem Vorjahr um 4,5 Mio. Euro auf 12,6 Mio. Euro (2024: 8,1 Mio. Euro). Der Anstieg resultiert vor allem aus um 3,4 Mio. Euro gestiegenen Aufwendungen für Zuwendungen und Zuschüsse, darunter eine Zuführung zur Rückstellung in Höhe von 4,1 Mio. Euro für Anerkennungsleistungen im Zusammenhang mit der Aufarbeitung von Missbrauchsfällen in der Vergangenheit.
Neben den Fördermaßnahmen waren die Personalaufwendungen im Bereich der Theologischen Fakultät Paderborn mit rund 4,3 Mio. Euro der größte Aufwandsposten. 2025 waren in der Theologischen Fakultät und in der ihr angegliederten Erzbischöflichen Akademischen Bibliothek insgesamt 62 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt, davon drei Priester. Ein Großteil der Verwaltungsleistungen wird im Rahmen der Amtshilfe durch Personal des Erzbistums Paderborn erbracht.
Aufgrund der positiven Kapitalmarktentwicklung stiegen die Erträge des Erzbischöflichen Stuhls auf 24,0 Mio. Euro (2024: 21,0 Mio. Euro). Davon entfielen auf die Finanzerträge 22,9 Mio. Euro. Deren Anstieg um rund 3,0 Mio. Euro wird ermöglicht durch erhöhte Ausschüttungen des vermögensverwaltenden Spezialfonds des Erzbischöflichen Stuhls.
Insgesamt sank der konsolidierte Jahresüberschuss auf 11,4 Mio. Euro (2024: 12,9 Mio. Euro). Der Rückgang ergibt sich im Wesentlichen aus der Zuführung zur Rückstellung für Anerkennungsleistungen, gemildert durch das verbesserte Finanzergebnis.
Hintergrund: Erzbischöflicher Stuhl zu Paderborn
Der Erzbischöfliche Stuhl zu Paderborn legt in seinem Finanzbericht 2025 zum siebten Mal umfassende Informationen über seine Aufgaben und Tätigkeiten vor. Die Körperschaft öffentlichen Rechts (KöR) umfasst sieben Stiftungen mit unterschiedlichen Zwecken beziehungsweise Förderschwerpunkten. Dazu gehören die Stiftung Erzbischof von Paderborn (der Erzbischöfliche Stuhl im engeren Sinne) und die Stiftung Dietrich IV. von Fürstenberg als Trägerin der Theologischen Fakultät sowie fünf weitere Stiftungen, die Fördermittel vor allem für karitative Aufgaben, Bildung und Kultur vergeben oder Sicherungsaufgaben übernehmen.
Die im Finanzbericht dargestellten Jahresabschlüsse des Erzbischöflichen Stuhls zu Paderborn KöR als konsolidierter Jahresabschluss der Stiftungen sowie die Jahresabschlüsse der einzelnen Stiftungen folgen den Regeln des Handelsgesetzbuches und tragen den uneingeschränkten Bestätigungsvermerk eines unabhängigen Wirtschaftsprüfers.
Den vollständigen Finanzbericht 2025 gibt es zum Download unter:

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Mit seinen 200 Quellen mitten in Paderborn im ist die Pader der kürzeste Fluss in Deutschland und mündet im benachbarten Schloß Neuhaus in die Lippe.

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