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Öko-Feldtage 2021 auf drei Tage erweitert
Die dritten Öko-Feldtage finden auf einem neuen Standort statt, der Hessischen Staatsdomäne Gladbacherhof, Lehr- und Versuchsgut der Justus-Liebig-Universität Gießen. ©Heinrich Herberlein
  • 03. Dezember 2020

Öko-Feldtage 2021 auf drei Tage erweitert

Von Redaktion

Die FiBL Projekte GmbH reagiert proaktiv auf die unklare Corona-Situation im nächsten Jahr und erweitert die Öko-Feldtage um einen Tag, um die Besucherströme besser zu leiten. Der aktuelle Termin: 22. bis 24. Juni 2021 auf der Hessischen Staatsdomäne Gladbacherhof in Villmar.

Frankfurt am Main – Die dritten Öko-Feldtage finden auf einem neuen Standort statt, der Hessischen Staatsdomäne Gladbacherhof, Lehr- und Versuchsgut der Justus-Liebig-Universität Gießen. „Wir erwarten noch mehr Besucherinnen und Besucher als in den Vorjahren. Die Menschen wollen sich endlich wieder live sehen, da im Winterhalbjahr alle wichtigen Agrar-Veranstaltungen wegen Corona abgesagt oder ins Netz verlagert wurden“, sagt Projektleiter Carsten Veller von der FiBL Projekte GmbH

Er geht davon aus, dass die Corona-Situation im Sommer 2021 wieder besser aussieht und die Öko-Feldtage am 22. bis 24. Juni 2021 wie geplant auf dem Gladbacherhof stattfinden können. Die Voraussetzungen sind gut: Ausstellungs- und Versuchsflächen werden auf einem weitläufigen Gelände von fast 20 Hektar präsentiert. Für alle Programmpunkte und die Wegeleitung gibt es ein Hygiene-Konzept, das je nach Situation angepasst wird.

Schon 140 Anmeldungen

„Wir sind sehr zufrieden mit den Anmeldungen, denn die Verunsicherung bei allen Unternehmen ist groß. Doch die Mitarbeit von allen Mitveranstaltenden und Sponsoren (BejoSamen, Deutsche Saatveredelung, Rentenbank und dennree) und das Engagement aller Ausstellenden helfen, diese Herausforderungen zu meistern“, sagt Projektleiter Veller. Aktuell sind 140 Ausstellende angemeldet. „Das ist mehr als wir zu diesem Zeitpunkt erwartet haben und wir bekommen viel positives Feedback von Ausstellenden und Akteur*innen aus der Branche“, freut Veller sich. „Wir begrüßen es, wenn die Öko-Feldtage um einen Tag verlängert werden, da das Besucheraufkommen 2019 schon sehr groß war und das Interesse an der Branche immer weiter steigt“, kommentiert beispielsweise Laura Tebbe vom Landtechnikhersteller Amazone.

Die Standflächen in und vor der Ausstellungshalle sind ausgebucht. Gebucht werden können noch Standflächen ohne Demonstrationsparzellen im Außenbereich, sowie Maschinenvorführungen zu den Themen Striegeltechnik, Hacktechnik und Futterbergung (Mähtechnik, Schwadtechnik). Anmeldeschluss dafür ist der 31. Dezember 2020. Die Vergabe der Standnummern erfolgt im ersten Quartal nächsten Jahres.

Vielfältiges Programm
Das Programm der Öko-Feldtage bietet eine Mischung aus Praxis und Forschung im ökologischen Pflanzenbau und in der Tierhaltung. In zahlreichen Vorführungen können Besucherinnen viele Maschinen im praktischen Einsatz ansehen. Innovationsbeispiele zeigen Prototypen und Neuentwicklungen. Ein Schwerpunktthema auf den Öko-Feldtagen 2021 ist das Klima, zu dem es einen Parcours mit circa zehn Stationen geben wird. Beispielsweise demonstrieren Mitarbeitende der Universität Gießen in Feldversuchen die Messung von Treibhausgasemissionen. Auf einer Agroforstfläche erklären Expertinnen unter anderem, wie tiefwurzelnde Bäume und Sträucher die Bodenerosion auf stark geneigten Hangflächen verringern können. Thema in der Tierhaltung: Flächengebundene Tierhaltung und die geschickte Verzahnung von Pflanzenbau und Tierhaltung.
Neuste Erkenntnisse zu Herausforderungen wie Öko-Züchtungen und Tierwohl werden in Foren behandelt und von Wissenschaftlerinnen und Praktikerinnen diskutiert. Auf zahlreichen Demoparzellen stellen Firmen, Züchter*innen und Beratung zudem Kulturen von Ackerbohne bis Zuckerrübe und Betriebsmittel für den ökologischen Landbau vor. Am Neubau des Forschungsstalls präsentieren sich Ausstellende rund um das Thema Tierhaltung sowie das Tier-Forum Stallgespräche. Ein Kulturprogramm und kulinarische, regionale Köstlichkeiten in Bioqualität runden das Programm ab.

Hessische Staatsdomäne Gladbacherhof: Ein idealer Veranstaltungsort
Schwerpunkte des 190 Hektar großen Betriebes sind die Erzeugung von Saatgut (Getreide) und die Milchproduktion. 110 ha werden als Ackerland und 75 ha als Dauergrünland bewirtschaftet. Ziel der Milchproduktion (90 schwarzbunte Milchkühe) sind optimale Lebensleistungen der Tiere statt kurzfristige Höchstleistungen. Die Forschungsaktivtäten befassen sich mit der Resilienz von Agrarsystemen, wie zum Beispiel die Optimierung von Fruchtfolge und Bodenbearbeitung im ökologischen Landbau. Klimaschutz und -anpassung durch Agroforst, Humuswirkungen von Körnerleguminosen und Mulchsystemen, Sortenversuche sowie verbesserte Milchproduktionssysteme sind weitere Schwerpunkte. Die Universität Gießen hat Agroforstflächen auf dem Gladbacherhof angelegt, um das Thema Klimaanpassung, Humusaufbau und resiliente Agrarsysteme auf den Öko-Feldtagen 2021 verstärkt in den Fokus zu rücken.

Organisation & Veranstalter
Das starke Team von Partnern organisiert die Veranstaltung 2021 in weitgehend bewährter Zusammenarbeit. Die FiBL Projekte GmbH ist Veranstalter. Mitveranstalter sind das Hessische Landwirtschaftsministerium und die Justus-Liebig-Universität Gießen mit der Hessischen Staatsdomäne Gladbacherhof sowie der Landesbetrieb Landwirtschaft Hessen und die Stiftung Ökologie und Landbau. Der BÖLW ist Schirmherr der Veranstaltung. Das Hessische Landwirtschaftsministerium unterstützt die Veranstaltung auch 2021 wieder finanziell im Rahmen des Ökoaktionsplans. Interessierte finden weitere Informationen auf der Webseite: www.oeko-feldtage.de.


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Käse und Käsemacher

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