
Zehn Priester-Weihejubilare feiern mit Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz und Weihbischof Josef Holtkotte Dankgottesdienst im Paderborner Dom
Paderborn (pdp) „Wir brauchen Ihre Erfahrung, um unseren Glauben fruchtbar werden zu lassen.“ Diese Ermutigung richtete Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz am Tag der Weihejubilare im Erzbistum Paderborn, 26. Oktober 2026, an zehn Männer, die vor 50, 60 und 65 Jahren zu Priestern des Erzbistums geweiht wurden. Gemeinsam mit dem Paderborner Erzbischof und mit Weihbischof Josef Holtkotte, Bischofsvikar für die Ruhestandsgeistlichen des Erzbistums, feierten die zehn Priester-Weihejubilare zum Auftakt ihres Treffens einen Dankgottesdienst in der Paderborner Bischofskirche. Auch weitere Ruhestandsgeistliche des Erzbistums waren zum Mitfeiern gekommen.
„Sie haben aus Ihrer Erfahrung den Blick dafür, was sich auf Dauer als tragfähig erwiesen hat“, sagte Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz in seiner Predigt im Hohen Dom mit Blick auf die schnelllebigen Herausforderungen dieser Zeit auch in der Kirche. Er wünsche den Jubilaren „gute Räume, wo Sie diesen Blick teilen können“.
„Vor vielen Jahrzehnten haben Sie die Priesterweihe empfangen“, blickte der Paderborner Erzbischof zurück. „Heute danken wir Gott für seine Treue. Und ich danke Ihnen für Ihr Ja, das über so viele Jahre geblieben bist.“ Es komme darauf an, die Ruhestandsgeistlichen mit ihrer Geschichte, ihrem Glauben und ihrer Erfahrung wahrzunehmen. Ausgehend von der im Lukas-Evangelium überlieferten Geschichte einer verkrümmten Frau, erklärte Erzbischof Dr. Bentz, dass der priesterliche Dienst Jesu Handeln an dieser Frau zum Vorbild habe: Es gehöre zur priesterlichen Berufung, „verkrümmtes Leben mitzutragen und Menschen aufzurichten. Der priesterliche Dienst ist und bleibt ein wunderbarer Dienst“, zeigte sich der Paderborner Erzbischof überzeugt.
Erzbischof Dr. Bentz dankte den Jubilaren, dass viele von ihnen noch „regelmäßig und verlässlich“ die Seelsorge beispielsweise durch Gottesdienste, Beichtgespräche oder Krankendienste unterstützen. „Ihr Dienst trotz Ruhestand ist ein großer Segen für unser Erzbistum. Unser Dank bleibt auch bestehen, wenn Sie keinen Dienst mehr übernehmen können“, versicherte der Paderborner Erzbischof. Besonders denke er an die Mitbrüder, die am diesjährigen Tag der Weihejubilare wegen Krankheit oder Gebrechlichkeit fehlten. Zu einem langen priesterlichen Leben gehöre auch Unvollendetes oder Sprachlosigkeit. „Lassen Sie sich aufrichten von Jesus Christus. Wir haben eine Zukunft, die größer ist als alles, was Menschen möglich ist.“
Weihbischof Josef Holtkotte, der die Ruhestandsgeistlichen im Erzbistum Paderborn als Bischofsvikar begleitet, hatte die Weihejubilare zu Beginn des Gottesdienstes begrüßt und Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz für das „große Zeichen der Wertschätzung gedankt, dass er sich die Zeit für den Gottesdienst und den Austausch mit uns nimmt.“ Die Predigt des Erzbischofs habe deutlich gemacht, so Weihbischof Holtkotte beim Abschluss des Gottesdienstes, dass priesterliche Existenz „bis zum Schluss zähle“. Der Paderborner Erzbischof betonte am Beginn der Heiligen Messe, wie wichtig es ihm sei, „immer wieder in Austausch mit den Priestern unseres Erzbistums zu kommen“. Ausdrücklich dankte er Weihbischof Josef Holtkotte und Schwester Gabriele Lüdenbach FCJM für deren „Fürsorge um die Lebenssituation der älteren Mitbrüder“.
Neun Priester des Erzbistums Paderborn feierten am Tag der Weihejubilare im Paderborner Dom einen Dankgottesdienst (Wohnort und Weihejahrgang in Klammern):
Pfarrer i.R. Witold Szmigielski (Rheda-Wiedenbrück, 1976), Pfarrer i.R. Johannes Klaka (Hochstadt/Rheinland-Pfalz, 1976), Pfarrer i.R. Josef Sczyrba (Bad Sassendorf, 1976), Pastor i.R. Georg Anton Rudek (Paderborn, 1976), Domkapitular i.R. Prälat Theo Ahrens (Paderborn, 1966), Pfarrer i.R. Franz Seidel (Bad Lippspringe, 1961), Pfarrer i.R. Adolf Schöning (Lippstadt, 1961), Pastor i.R. Prälat Manfred Kania (Paderborn, 1961), Pfarrer i.R. Günter Weige (Beverungen, 1966) und Pastor i.R. Benno Marker (Schwerte, 1966)

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