
China-Zentrum der HTWG erweitert Tätigkeitsspektrum und wird in Kooperation mit der Zeppelin University zum „China-Kompetenzzentrum Bodensee“ – Beratung und Vernetzung von Hochschulen zur China-Kooperation sowie Weiterentwicklung von Lehrmaterialien
China ist für die exportorientierte Wirtschaft Baden-Württembergs derzeit der zweitwichtigste internationale Kooperationspartner. Doch angesichts Chinas aktueller gesellschaftspolitischer Entwicklungsrichtung herrscht in Deutschland und anderen liberalen Demokratien große Verunsicherung hinsichtlich der Kooperation – in der Wirtschaft, aber auch in Wissenschaft und Forschung. China wird gleichsam als Partner, Wettbewerber und systemischer Rivale gesehen, dessen wirtschaftliche und technologische Stärke nicht zuletzt auf Entwicklungen im Bereich Wissenschaft und Forschung basiert.
Gleichzeitig wird an den Hochschulen der eklatante Mangel an Chinakompetenzen immer deutlicher wahrgenommen, studieren hier doch junge Menschen, die in ihrem Berufsleben unter Umständen über Kooperationen mit China bzw. deren Ausrichtung entscheiden. „Für eine erfolgreiche wissenschaftliche Kooperation sind fundierte Kenntnisse über die besonderen Gegebenheiten und Anforderungen der Partnerinstitutionen in China erforderlich. Basis einer nachhaltigen Kooperation auf Augenhöhe sind daher grundlegende China-Kompetenzen: ein Verständnis aktueller gesellschaftlicher, politischer und wirtschaftlichen Entwicklungen und geschichtlicher Hintergründe sowie fremdsprachliche und interkulturelle Fähigkeiten“, sagt Prof. Dr. Gabriele Thelen.
Die Sinologin leitet mit Dr. Helena Obendiek und Dr. Yinchun Bai das China-Zentrum der HTWG Hochschule Konstanz Technik, Wirtschaft und Gestaltung. Es wurde 2018 aus Fördermitteln des Bundesforschungsministeriums ins Leben gerufen mit dem Ziel, die China-Kompetenz an der Hochschule Konstanz zu stärken. Die Leistung des Teams und die langjährige Beschäftigung der Hochschule mit China, unter anderem durch Wirtschaftsstudiengänge mit Asien- und China-Schwerpunkten, wurde nun nochmals honoriert: Eine Förderung des Bundesforschungsministeriums mit rund 500.000 Euro bis 2026 macht den Aufbau des „China-Kompetenzzentrum Bodensee“ möglich. Kooperationspartner ist die Zeppelin Universität Friedrichshafen, Lehrstuhl Moderne China-Studien mit Prof. Dr. Klaus Mühlhahn.
„Ich freue mich sehr über die Förderung des Bundesforschungsministeriums und die damit verbundene enge Zusammenarbeit im Bodenseeraum. In Bezug auf China den Kopf in den Sand zu stecken, wäre die falsche Herangehensweise. Mit dem China-Kompetenzzentrum Bodensee werden wir die Hochschulen in Baden-Württemberg dabei unterstützen, Kompetenzen zu erwerben, damit Kooperationen mit China auf Augenhöhe gelingen können“, sagt Prof. Dr. Sabine Rein, Präsidentin der Hochschule Konstanz.
Das China-Kompetenzzentrum Bodensee an der HTWG Konstanz unterstützt den Aufbau dieser China-Kompetenzen im Rahmen von zwei Hochschulnetzwerken: einem regionalen China-Netzwerk der Hochschulen für Angewandte Wissenschaften (HAW) in Baden-Württemberg (in Kooperation mit HAW BW e.V.) sowie einem internationalem China-Netzwerk der Hochschulen in der Bodenseeregion (in Kooperation mit dem Wissenschaftsverbund Vierländerregion Bodensee EVTZ, früher Internationale Bodensee-Hochschule IBH). „Wir möchten zu einer umfassenden Informiertheit beitragen, so dass die Akteure im Forschungs- und Innovationssystem in der Lage sind, bewusst über Kooperationen mit China zu entscheiden“, sagt Dr. Helena Obendiek.
Derzeit führe die Verunsicherung über den Umgang mit China teilweise zu einer grundlegenden Abwehrhaltung gegenüber jeglichem Austausch mit China. Gleichzeitig besteht der eindeutige Wunsch von Seiten der Bundesregierung, die Kooperation mit China - trotz aller Meinungs- und Systemunterschiede - nicht abreißen zu lassen. „Weiterhin gilt, dass die wissenschaftliche und technologische Kooperation mit China als zentralem Global Player vor allem hinsichtlich der Lösung globaler Menschheitsprobleme weitergeführt und intensiviert werden sollte. In vielen Bereichen wird China zu einem fachlich zunehmend attraktiven akademischen Kooperationspartner“, sagt Prof. Dr. Klaus Mühlhahn, selbst Sinologe und Präsident der Zeppelin University.
Deshalb sehen die Verantwortlichen des China-Kompetenzzentrum Bodensee den Bedarf an der Entwicklung von Richtlinien und Strategien eines informierten Umgangs miteinander, der die Abwägung von Risiken und Chancen von Kooperationen unter Wahrung deutscher bzw. europäischer wissenschaftlicher Standards sicherstellt. „Wissenschaftliche Kontakte sind eine wichtige Möglichkeit, trotz Differenzen auf politischer Ebene Verbindungen aufzubauen bzw. aufrechtzuerhalten. Denn in der Regel beinhalten vertrauensvolle persönliche Kontakte zwischen (Nachwuchs-)Wissenschaftlern sowie Mitarbeitern in Wissenschafts- und Forschungsverwaltung weit mehr, als nur den rein fachlichen Informationsaustausch“, so Mitarbeiterin Dr. Yinchun Bai.
Besondere Aufgaben der Hochschulen für angewandte Wissenschaften
Mit ihrer praxisbezogenen Lehre und anwendungsorientierten Forschung in enger Kooperation mit der (lokalen) Wirtschaft erfüllen insbesondere Hochschulen für angewandte Wissenschaften zentrale Aufgaben im Wissens- und Technologietransfer sowie in der Ausbildung qualifizierter Nachwuchskräfte. Einige HAW in Baden-Württemberg haben zum Teil langjährige aktive Kooperationen, andere haben bisher keine Erfahrung in der China-Kooperation, aber Interesse diese aufzubauen. Der Erfahrungsaustausch zwischen baden-württembergischen HAW im Rahmen des neuen China-Netzwerks soll alle Beteiligten mit den Herausforderungen der Kooperation, sei es im Aufbau, in der Konsolidierung oder im Ausbau bestehender Kontakte, gegebenenfalls auch in deren Einschränkung oder Abbruch unterstützen.
Besonderes Programm für Nachwuchswissenschaftler*innen
Das China-Kompetenzzentrum Bodensee entwirft auch Maßnahmen zur Erhöhung der China-Kompetenz für Promovierende und Masterstudierende an den Netzwerkhochschulen. Für sie sind unter anderem China-Exkursionen mit Besuchen an chinesischen Partnerhochschulen geplant, um das Interesse von Nachwuchswissenschaftlern an einem Forschungsaufenthalt in China zu wecken, sie in der Organisation eines solchen zu unterstützen und sie zu befähigen, sich informiert und kompetent im chinesischen Kontext zu bewegen. Die Integration unterschiedlicher Schulungseinheiten zu einem China-Kompetenzzertifikat soll die Attraktivität der Maßnahme für Promovierende der Netzwerkhochschulen und Masterstudierende vor allem der Ingenieurwissenschaften/Informatik erhöhen.

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