Die Weihbischöfe der fünf NRW-(Erz-) Bistümer trafen sich
Juli 20, 2026

Zukunftsprojekt des…

Weihbischöfe aus den NRW-(Erz-)Bistümern treffen sich in Paderborn / Informationen zum…
Der Hammer ist gefallen!
Juli 22, 2026

Boom bei…

In Erbengemeinschaften kann jeder Miterbe die Teilungsversteigerung der…
Katharina Reinhold und Dr. Dieter Ostermann
Juli 20, 2026

Neusser…

neoxid hydrogen AG erreicht Jurystufe beim „Großen Preis des Mittelstandes…
Juli 21, 2026

A-Städte im Vergleich:…

Berlin und Düsseldorf vorn Frankfurt am Main – In Deutschlands acht A-Städten zeigt sich…
Juli 29, 2026

Ordenschristen sind…

Weihbischof Matthias König feiert Pontifikalamt mit Ordenschristen und Missionaren…
Juli 31, 2026

Fast die Hälfte der…

– während Deutsche nachkaufen Die wichtigsten Zahlen im Überblick: – 17 % der…
Online-Glücksspiel: Kein Hobby wie jedes andere auch
Roulette Kessel ©Gerald Kaufmann
  • 08. März 2023

Online-Glücksspiel: Kein Hobby wie jedes andere auch

Von Stuhlemmer | Universität Hohenheim

Online-Glücksspiele werden im Alltag immer sichtbarer – durch Werbung, Sponsoring oder verschiedene Medienkanäle. In der Folge könnte sich auch die Zahl der Menschen mit Spielproblemen erhöhen. Die Forschenden der Forschungsstelle Glücksspiel an der Universität Hohenheim stellen eine wachsende Normalisierung von Glücksspiel fest. „Durch die allgegenwärtige Werbung werden auch Kinder und Jugendliche schon früh an das Thema herangeführt. Als Erwachsene könnte es für sie selbstverständlich sein, zum Beispiel an Sportwetten teilzunehmen“, glaubt Dr. Steffen Otterbach, Leiter der Forschungsstelle, im Vorfeld des 20. Glücksspiel-Symposiums. Die Fachtagung findet am 14. und 15. März 2023 in hybrider Form statt. Infos:  Glücksspiel

Die Digitalisierung hält in allen Bereichen des täglichen Lebens Einzug, so auch beim Glücksspiel. Durch den Mitte 2021 in Kraft getretenen Glücksspielstaatsvertrag können Anbieter von Online-Glücksspielen, wie beispielsweise Online-Sportwetten oder virtuelle Automatenspiele, unter gewissen Auflagen eine Erlaubnis zum Veranstalten dieser Spiele erhalten.

Ein erklärtes Ziel des Glücksspielstaatsvertrags ist es zwar, das Entstehen von Glücksspiel- und Wettsucht zu verhindern sowie die Voraussetzungen für eine wirksame Suchtbekämpfung zu schaffen. Zugleich wurde aber auch Werbung für Glücksspiele und Wetten vermehrt zugelassen.

Normalisierung von Online-Sportwetten

„Nicht nur in den sozialen Medien ist Werbung für Glücksspiele und insbesondere für Online-Sportwetten sehr präsent“, hat Dr. Otterbach beobachtet. Letztendlich mündet die starke Präsenz in verschiedenen Medienkanälen nach Einschätzung des Experten in eine gewisse Normalisierung: „Die ständige Verknüpfung beispielsweise von Fußballspielen mit der Sportwette führt dazu, dass es irgendwann selbstverständlich geworden ist zu wetten.“

„Zudem führt eine laufende Wette zu einem noch stärkeren Kick beim Mitfiebern mit der eigenen Mannschaft und zu einer stärkeren emotionalen Beteiligung der Wettenden. Auf lange Sicht können Glücksspiele so als etwas ganz Alltägliches, als eine Art Freizeitbeschäftigung wie jede andere auch wahrgenommen werden“, so Dr. Otterbach weiter.

Glücksspiel-Werbung in sozialen Medien gefährdet junge Menschen 

Eine Gruppe ist durch diese Normalisierung besonders gefährdet: Kinder und Jugendliche. So zeigte eine Untersuchung von Dr. Raffaello Rossi von der Universität Bristol, dass in Großbritannien Glücksspielwerbung auf Twitter für Kinder und Jugendliche stark und deutlich ansprechender ist als für Erwachsene. Besonders E-Sport Wetten und Content Marketing sind besonders attraktiv und lösen bei unter 25-Jährigen starke positive Emotionen hervor.

„Zwar ist die Teilnahme an Glücksspielen in Deutschland erst ab 18 Jahren erlaubt, dennoch begegnet Kindern und Jugendlichen in den sozialen Medien ein hohes Maß an Werbung dafür“, weiß Andrea Wöhr, wissenschaftliche Mitarbeiterin der Forschungsstelle. „Influencer:innen vermitteln ihren Followern, dass Glücksspiel ein völlig harmloses und Spaß bringendes Hobby ist.“ Nicht immer sei diese Form der Werbung mit Warnhinweisen oder Hinweisen zur Altersbegrenzung versehen. Jugendliche würden so schon früh mit Glücksspielen und Sportwetten vertraut gemacht.

Neue Herausforderungen für Anbieter, Wissenschaft und Politik 

Das besondere Risiko gehe zudem von dem niederschwelligen und immer verfügbaren Angebot aus: „Online-Glücksspiele kann man rund um die Uhr immer und überall spielen“, so Dr. Otterbach. Dies stellt Anbieter, Wissenschaft und Politik vor neue Herausforderungen. So ist unter anderem ein besonderer Schutz der Spielenden wichtig. Denn im Internet gibt es weniger soziale Kontrolle über das Spielverhalten von Einzelnen als beim Spielen vor Ort. Deswegen fordert auch der Staatsvertrag eine Überwachung auf wissenschaftlicher Basis.

„Durch algorithmenbasierte Systeme kann auffälliges Verhalten frühzeitig erkannt werden“, führt Dr. Otterbach weiter aus. „Beim Online-Glücksspiel kann das Spielverhalten sehr genau beobachtet und ausgewertet werden, weil sämtliche Aktivitäten der Spielenden mitprotokolliert werden.“

Über eine trainierte Software sollen auffällige Spielende identifiziert und den Anbietern gemeldet werden, um dann entsprechende Maßnahmen bis hin zur Spielersperre treffen zu können. „Hier ist die Wissenschaft gefragt, die dahinterliegenden Algorithmen aktuell zu halten und ständig zu optimieren, so dass niemand durchs Raster fällt, aber auch nicht unnötig gesperrt wird“, so Dr. Otterbach weiter.

Die Überwachung durch Algorithmen hat Vorteile für den Schutz der Spieler:innen, muss jedoch auch hinterfragt werden. Wie viel Kontrolle ist dabei richtig und wichtig? Auch diese Frage wird auf dem Symposium thematisiert.

20. Glücksspiel-Symposium am 14. und 15. März 2023

Am 14. und 15. März 2023 beleuchtet das jährlich stattfindende Symposium Glücksspiel den aktuellen Stand der Forschung und aktuelle Themen im Bereich Glücksspiel. Auf dem Programm stehen Fachvorträge zur Liberalisierung des Glücksspielmarkts und dessen Regulierung auch unter technischen Aspekten, zu den Folgen für Kinder und Jugendliche und den Schutz von Spieler:innen sowie zu angrenzenden Themen.

Das jährliche Symposium steht dafür, den Dialog zwischen allen Gruppen zu fördern, also zwischen legalen Anbietern, Politik, Regulierungsbehörden, Anwält:innen, Suchtexpert:innen und Therapieeinrichtungen, den von Glücksspielproblemen Betroffenen und natürlich der Wissenschaft. Das Symposium unterstreicht damit auch die Notwendigkeit für einen gesellschaftlichen Diskurs, bei dem die Risiken und Herausforderungen erkannt und angegangen werden, die mit dem Glücksspiel verbunden sind.

Teilnehmen kann man sowohl vor Ort als auch digital per Live-Stream. Programm, Anmeldung (für Medienschaffende bei Berichterstattung kostenfrei) und weitere Informationen unter Glückspiel .

Gerne nehmen die Veranstaltenden auch Wünsche für Interviews mit den Referent:innen entgegen: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

HINTERGRUND: Forschungsstelle Glücksspiel

Die Forschungsstelle Glücksspiel ist eine 2004 gegründete wissenschaftliche Einrichtung der Universität Hohenheim. Sie hat es sich zur Aufgabe gemacht, die verschiedenen Aspekte des Glücksspiels interdisziplinär und nach wissenschaftlichen Methoden zu beleuchten. Dazu bündelt sie Expertise aus unterschiedlichen Bereichen wie Wirtschaft, Soziologie, Psychologie, Recht usw.

Die Forschungsstelle Glücksspiel veröffentlicht zweimonatlich einen kostenlosen Newsletter mit Informationen aus Politik, Recht und Wissenschaft zum Thema Glücksspiel. Jedes Frühjahr organisiert die Forschungsstelle ein Symposium, das Teilnehmer:innen aus unterschiedlichen Bereichen des Glücksspiels zusammenbringt.

 


Ressort: Themen

Das Portal für
Paderborn, Höxter und Warburg

webverzeichnis

Blutspende
Das Portal für Paderborn, Höxter und Warburg
Kloster Corvey ©Gerald Kaufmann

Kloster Corvey, Stiftskirche

Kloster Corvey war mit das größte Kloster hier im Hochstift. Beeindruckend ist, wie schon im vorletzten Jahrtausend mit dem Aufbau begonnen wurde.

Paderquellgebiet ©Gerald Kaufmann

Paderquellgebiet

Mit seinen 200 Quellen mitten in Paderborn im ist die Pader der kürzeste Fluss in Deutschland und mündet im benachbarten Schloß Neuhaus in die Lippe.

Rathaus Paderborn ©Gerald Kaufmann

Rathaus Paderborn

Rathaus im Stil der Weserrenaissance. Nach der Zerstörung im 2. Weltkrieg wurde ist wieder aufgebaut und ist noch heute Tagungsort des Stadtrates.

Das Drei-Hasen-Fenster ©Gerald Kaufmann

Das Drei-Hasen-Fenster

Das Drei-Hasen-Fenster im Kreuzgang des Paderborner Doms ist ein Wahrzeichen von Paderborn, und findet sich auch an vielen weiteren Orten in der Paderstadt wieder.

Abdinghofkriche in Paderborn ©Gerald Kaufmann

Abdinghofkriche in Paderborn

Abdinghofkriche ist ungefähr gleich alt wie der Dom und wurde als Klosterkirche gegründet. Heute ist sie so etwas wie der Evangelische Dom in Paderborn.

Paderborner Dom ©Gerald Kaufmann

Paderborner Dom

Rathaus Höxter ©Gerald Kaufmann

Rathaus Höxter

Wisent in Hardehausen ©Gerald Kaufmann

Wisent in Hardehausen

Kleines Viadukt bei Altenbeken ©Gerald Kaufmann

Kleines Viadukt bei Altenbeken

Waschfrauen an der Pader ©Gerald Kaufmann

Waschfrauen an der Pader

Liboriuskapelle ©Gerald Kaufmann

Liboriuskapelle

Liboriuskapelle in Paderborn

Keiserpfalz ©Gerald Kaufmann

Kaiserpfalz in Paderbortn

Platz zwischen Dom und Kaiserpfalz. Im Hintergrund die

Kapuzinerkirche ©Gerald Kaufmann

Kapuzinerkriche

Die Kapuzinerkirche in Brakel entstand im 18. Jahrhundert und beinhaltet barocke als auch gotische Elemente.

Rathaus Brakel ©Gerald Kaufmann

Rathaus Brakel

Das Brakeler Rathaus im im Renaissance-Stil. Davor steht die Rolandssäule, welche auch als Pranger genutzt wurde.

Nieheim Fachwerkhaus

Großes Fachwerkhaus in Nieheim

Der Käsemarkt in Nieheim ist sehenswert. Internationale Käsehersteller treffen hier zusammen und bieten ihren Käse an.

Käse und Käsemacher

Käse und Käsemacher

Käsehersteller aus dem Brezenzer Wald zu Gast in Nieheim!

Warburg am Tag! ©Gerald Kaufmann

Warburg am Tag! ©Gerald Kaufmann

Warburg liegt ziemlich mit am äußersten Rand vom Hochstift Paderborn, Höxter.

Adam Eva

Adam und Eva Haus. Daneben der Erzengel

Historische Fachwerkhäuser unweit der Paderqellen am Dom.

Neuestes

Am Ziel der Lichterprozession angekommen

Vorbildliches ehrenamtliches Engagement ist Basis für Gemeinschaftserlebnis

August 18, 2026
17. Erneuerung der Marienweihe in Ostenland führt Hunderte zusammen Paderborn (pdp) Wenn dörfliche Gemeinschaft und kirchliche Tradition zusammenkommen, dann entsteht oftmals Großes. Ostenland, Ortsteil der Stadt Delbrück, ist hier beispielhaft. Alljährlich am Sonntag nach Mariä Himmelfahrt wird…
Auto an Ladestation

AvD: Klimaneutralität nicht ausschließlich mit E-Autos erreichbar

August 17, 2026
Seit Mitte Mai 2026 wird der Kauf als auch das Leasing von Neuwagen durch Zuschüsse gefördert. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) ist vom Bundesumweltministerium (BMKU) beauftragt, die Auszahlungen vorzunehmen. Das BAFA hat jetzt aktuelle Zahlen der bewilligten Förderungen mit…

Neuestes

Maxim Wakultschik - Licht wird Materie

Maxim Wakultschik
Große Solo-Show in der Galerie Ostendorff, Münster Mit „Light becoming Matter“ präsentiert die Galerie Ostendorff eine umfassende Soloausstellung des Künstlers Maxim Wakultschik. Rund 70…

HNF im September 2026

PIT-Hackathon
Von der Idee zum Objekt aus dem 3D-Drucker Veranstaltung im Heinz Nixdorf MuseumsForum Wer einen 3D-Drucker besitzt, greift häufig auf fertige Druckvorlagen aus bekannten Portalen zurück.…

Verkehrswacht fordert bessere Schulwegsicherheit

Kind am Zebrastreifen
- Mehr Kinderunfälle im Straßenverkehr Berlin – Im letzten Jahr sind mehr Kinder im Straßenverkehr verunglückt. Das zeigen aktuelle Zahlen des Statistischen Bundesamtes (Destatis). Demnach…

Meist gelesen




Paderborn und Höxter

erleben!

---


Hochstiftanzeiger!

Finde was zählt!