
Düsseldorf — Rang 11 für Deutschland in der 11. Ausgabe des EF English Proficiency Index (EF EPI): In der internationalen Sprachstudie des weltweit agierenden Bildungsunternehmens EF Education First (EF) verschlechtert sich Deutschland im Vergleich zum Vorjahr um drei Plätze und ist damit seit 2015 nicht mehr unter den Top-10-Ländern. Für die diesjährige Studie analysierte EF die Englischkenntnisse von zwei Millionen jugendlichen und erwachsenen Nichtmuttersprachlern aus insgesamt 112 Ländern und Regionen. Den ersten Platz verteidigen die Niederlande mit einem komfortablen Vorsprung vor Österreich und Dänemark. Insgesamt stieg das Englischniveau weltweit an, was auch auf den Anstieg der internationalen digitalen Kommunikation in Zeiten der Corona-Pandemie zurückzuführen ist.
Mit nur zwei Ausnahmen, Singapur auf Platz 4 und Norwegen auf dem 5. Platz, sind in den Top 10 des EF EPI ausschließlich europäische Länder vertreten. Mit einem Index von 663 Punkten führen die Niederlande erneut das Feld an. Auf den restlichen Plätzen ergibt sich 2021 ein leicht verändertes Bild: Die traditionell starken Skandinavier werden von Österreich (641) überholt und landen auf den Plätzen 3 (Dänemark), 5 (Norwegen), 8 (Schweden) und 9 (Finnland). Fast alle Top-10-Länder schneiden im EF EPI regelmäßig besser ab als Deutschland, das auf Vorjahresniveau stagniert (616 Punkte). Simon Dominitz, Country Manager Deutschland bei EF Education First: „Ein Indikator für den Erfolg beim EF EPI scheint zu sein, wie früh Kinder mit der englischen Sprache in Kontakt kommen. Die Niederländer sind hier ein Paradebeispiel. Viele der erfolgreichen Länder verzichten zudem auf das Synchronisieren englischsprachiger Filme. Die Sprache geht so früh ins Ohr und ist vertraut.“ Das Anschauen von Filmen im Originalton schule zudem Vokabelkenntnisse, Sprachrhythmus und das Gefühl für landestypische Redewendungen. Ähnliche Gründe sieht Dominitz für das erneute gute Abschneiden Österreichs. „Auch im zweitplatzierten Österreich werden jedes Jahr mehr englischsprachige Medien konsumiert.“
Weltweit nehmen die Englischkenntnisse langsam, aber stetig zu. Entgegen der landläufigen Meinung, dass es ein goldenes (jugendliches) Alter für das Erlernen von Sprachen gibt, nach dem ein Fortschritt unmöglich ist, zeigt die Studie: Wenn Erwachsene durch soziale und wirtschaftliche Vorteile motiviert sind und regelmäßig in einer Vielzahl praktischer Situationen mit der englischen Sprache in Berührung kommen, können auch sie ihre Kenntnisse verbessern. So liegen laut aktuellen Ergebnissen des EF EPI im weltweiten Durchschnitt Menschen im Alter zwischen 26 und 30 Jahren sowie zwischen 31 und 40 Jahren gleichauf an der Spitze.
Auch in Europa steigt die Englischkompetenz – vorangetrieben von den älteren Erwachsenen. Seit 2015 haben Europäer über 40 ihr Englisch fast doppelt so stark verbessert wie die 20- bis 25-Jährigen. Ein Trend, der in Deutschland so nicht abgebildet wird – im Ranking nach Alter schneidet die Gruppe der 21- bis 25-Jährigen am besten ab, das Ende bilden die Teilnehmenden ab 41 Jahren.
Einen Nord-Süd-Wechsel gibt es im innerdeutschen Städteranking des EF EPI 2021: München setzt sich an die Spitze und verweist Vorjahressieger Berlin auf Platz 5. Karlsruhe macht einen großen Sprung nach vorn und belegt Platz 2. Auch Köln legt zu und schafft es auf den 3. Rang, gefolgt von Stuttgart. Hamburg rutscht von Rang 2 auf Rang 6, gefolgt von Düsseldorf und Frankfurt.
Weltweit haben die Englischkenntnisse der Männer die der Frauen übertroffen. Laut dem EF EPI 2020 lagen die Männer in Europa bereits zum ersten Mal knapp vor den Frauen. 2021 hat sich der Abstand verdoppelt. In Deutschland liegen die Männer (624) ebenfalls vor den Frauen (604).
Im Durchschnitt sind die Englischkenntnisse weltweit in den meisten Branchen niedriger, als sie für einen optimalen Arbeitsalltag erforderlich wären. Auch in diesem Jahr schneiden im Branchenvergleich Beschäftigte im öffentlichen Sektor weltweit am schlechtesten ab. Regierungs- und bildungsnahe Einrichtungen sowie der gesamte Bereich der Gesundheitsindustrie können mit dem privaten Sektor nicht Schritt halten, der mit den Branchen „Beratung“ und „Informationstechnologie“ die Liste erneut anführt. Simon Dominitz: „Gute Englischkenntnisse sind bei der Belegschaft von Privatunternehmen in allen Branchen ein Muss. Arbeitgeber wählen danach ihre Bewerberinnen und Bewerber aus und sind auch bereit, in die Sprachkompetenz der Mitarbeitenden zu investieren.“
Während Wirtschaft und Arbeitswelt 2020 durch die weltweite Pandemie in vielen Teilen lahmgelegt wurden, hat sich durch die Ausnahmesituation gezeigt, welch beträchtlichen Vorteil die großflächige digitale Kommunikation für die Produktivität eines Unternehmens hat. „Es ist zu diesem Zeitpunkt noch offen, welche Gewohnheiten wir aus der Pandemie in die Zukunft mitnehmen werden. Englisch wird eine Schlüsselqualifikation für diejenigen sein, die standortunabhängig arbeiten wollen“, so Dominitz.
Einfluss auf das Sprachniveau hat die Pandemie in den Gruppen der Schülerinnen und Schüler sowie Studierenden genommen. Sie haben sich während der Pandemie an eine neue Art des Englischlernens anpassen müssen: Online-Unterricht. Das veränderte Lernumfeld und die neuen, ausschließlich digitalen Methoden stellen eine große Herausforderung dar und können zu einer Verlangsamung des Englischerwerbs beigetragen haben. Hinzu kommt für diese Alterskategorie der Wegfall von Auslandsaufenthalten im Rahmen von Klassen- und Studienfahrten, eines Gap Years oder eines Auslandssemesters.
Die internationalen Top-10-Länder des EF EPI 2021:

Kloster Corvey war mit das größte Kloster hier im Hochstift. Beeindruckend ist, wie schon im vorletzten Jahrtausend mit dem Aufbau begonnen wurde.

Mit seinen 200 Quellen mitten in Paderborn im ist die Pader der kürzeste Fluss in Deutschland und mündet im benachbarten Schloß Neuhaus in die Lippe.

Rathaus im Stil der Weserrenaissance. Nach der Zerstörung im 2. Weltkrieg wurde ist wieder aufgebaut und ist noch heute Tagungsort des Stadtrates.

Das Drei-Hasen-Fenster im Kreuzgang des Paderborner Doms ist ein Wahrzeichen von Paderborn, und findet sich auch an vielen weiteren Orten in der Paderstadt wieder.

Abdinghofkriche ist ungefähr gleich alt wie der Dom und wurde als Klosterkirche gegründet. Heute ist sie so etwas wie der Evangelische Dom in Paderborn.






Liboriuskapelle in Paderborn

Die Kapuzinerkirche in Brakel entstand im 18. Jahrhundert und beinhaltet barocke als auch gotische Elemente.

Das Brakeler Rathaus im im Renaissance-Stil. Davor steht die Rolandssäule, welche auch als Pranger genutzt wurde.

Der Käsemarkt in Nieheim ist sehenswert. Internationale Käsehersteller treffen hier zusammen und bieten ihren Käse an.

Käsehersteller aus dem Brezenzer Wald zu Gast in Nieheim!

Warburg liegt ziemlich mit am äußersten Rand vom Hochstift Paderborn, Höxter.

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