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gesetzlichekrankenkassen.de: „Wir schaffen Transparenz im Gesundheitssystem – ohne zu werten“
Törtchen
  • 25. Juli 2025

gesetzlichekrankenkassen.de: „Wir schaffen Transparenz im Gesundheitssystem – ohne zu werten“

Von Pressestelle Kassensuche GmbH | Nina Meckel

25 Jahre Vergleichsportal

Vor 25 Jahren ging das unabhängige Vergleichsportal gesetzlichekrankenkassen.de an den Start. Heute ist es die erste Adresse im Netz, die systematisch Preis- und Leistungsdaten der gesetzlichen Krankenkassen gegenüberstellt. Gründer Thomas Adolph spricht im Interview über die Anfänge, Nutzerinteressen und politische Herausforderungen im GKV-System: „Unser Anspruch ist es, Orientierung zu geben, gerade in einem Gesundheitswesen, das für viele schwer durchschaubar ist. Daran arbeiten wir auch nach 25 Jahren mit der gleichen Überzeugung wie zu Beginn.“

Herr Adolph, wie entstand vor 25 Jahren die Idee zu Ihrem Vergleichsportal?

Thomas Adolph:

Ende der 1990er-Jahre wurde in Deutschland die Wahlfreiheit der gesetzlichen Krankenkassen eingeführt: Alle nicht betriebsbezogenen Krankenkassen mussten sich öffnen und alle Versicherten konnten sich nun frei für eine Kasse entscheiden – zuvor war vorgeschrieben, wo man sich zu versichern hatte. Dieser überaus wichtige Schritt in der deutschen Sozialpolitik hat zu mehr Wettbewerb zwischen den Kassen geführt und damit auch zu günstigeren Beiträgen. Da sehr viele Menschen deswegen über einen Wechsel nachdachten und in dem Zuge wissen wollten, welche Krankenkassen die günstigsten sind, haben wir damals zunächst die Website billigekrankenkassen.de ins Leben gerufen.

Neben dem Faktor Preis kam dann wenig später der Faktor Leistung hinzu.

TA:

Genau. Im Jahr 2000 haben wir den ersten Fragebogen – nur eine DIN-A4-Seite umfassend – an alle damals rund 420 gesetzlichen Krankenkassen geschickt, um deren Zusatzleistungen abzufragen und vergleichbar zu machen. Die Website haben wir dann auch umbenannt von billigekrankenkassen.de in die heute bekannte gesetzlichekrankenkassen.de, um breiter und neutraler aufgestellt zu sein. Das war der Beginn eines bis heute dauernden Prozesses, den wir kontinuierlich weiterentwickelt haben. So fragen wir heute in regelmäßigen Abständen bei den Kassen ein paar Tausend Leistungspunkte mit mehreren Hundert Fragen ab, um deren freiwillige Mehr- und Zusatzleistungen ganz genau im Detail zu erfassen – und damit auch die Unterschiede zwischen den Anbietern. Mit den allermeisten Krankenkassen ist auf diese Weise eine vertrauensvolle Zusammenarbeit auf Augenhöhe entstanden, weil diese auch ein Interesse daran haben, Transparenz zu zeigen.

Sie verzichten auf Rankings oder Testsiegel. Warum?

TA:

Weil wir keine Bewertungen vornehmen – und das aus Überzeugung. Wir halten uns komplett raus, was „gut“ oder „schlecht“ ist. Wir zeigen stattdessen: Diese Kasse bietet z. B. Osteopathie – jene nicht. Was dem einen wichtig ist, spielt für den anderen keine Rolle. Viele Vergleichsportale wollen möglichst plakativ sagen: „Diese drei sind die besten Krankenkassen!“ Aber nach welchen Kriterien? Man kann das nicht verallgemeinern. Deshalb ist unser Prinzip: Wir liefern die Daten – die Entscheidung trifft die Nutzerin bzw. der Nutzer selbstständig.

Viele Versicherte bleiben einfach ein Leben lang in der gleichen Krankenkasse.

TA:

Leider glauben viele, bei der Wahl der Krankenkasse etwas falsch machen zu können. Dabei ist es so: Rund 95 Prozent der Leistungen sind gesetzlich geregelt und bei allen Kassen gleich. Unterschiede gibt es bei Zusatzangeboten, aber keine Kasse darf medizinisch notwendige Leistungen verweigern. Und beim Beitrag gibt es oft Unklarheiten: Viele wissen nicht, dass der Zusatzbeitrag einkommensabhängig ist, aber dann je nach Kasse unterschiedlich hoch ausfällt. 
 

Wie geht es weiter mit gesetzlichekrankenkassen.de?

TA:

Unsere Grundstruktur ist robust. Wir müssen das Rad nicht neu erfinden. Aber wir arbeiten kontinuierlich an der Nutzerführung, an der mobilen Optimierung und an der Verfeinerung der Suchlogik. Neue Vergleichsmerkmale sind denkbar – etwa im Bereich Prävention oder digitale Gesundheitskompetenz. Wichtig bleibt: Wir wollen sachlich informieren, nicht emotionalisieren.


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