
Hamburg/Fulda, 18. Juli 2023 – Nach einem Hinweis der internationalen Tierschutzstiftung VIER PFOTEN hat das Veterinäramt Fulda einer Händlerin vier Welpen sowie eine erwachsene Hündin entzogen. Die kränklichen Welpen befanden sich in einem verwahrlosten Zustand und wurden über die Online-Plattform Quoka inseriert.
„Wir waren auf Quoka auf Bilder eines Welpen gestoßen, der sich in einem erbärmlichen Zustand befand“, sagt Birgitt Thiesmann, Expertin für den illegalen Welpenhandel bei VIER PFOTEN. „Der kleine Welpe war viel zu jung und sah völlig verwahrlost aus. Deshalb sind wir überhaupt auf das Inserat aufmerksam geworden.“
Nach ihren Recherchen stand für die Tierschützer:innen von VIER PFOTEN schnell fest, dass es sich bei dem Hund um ein Opfer des illegalen Welpenhandels handelt. Dafür hatten sich VIER PFOTEN Mitarbeiterinnen zum Schein als interessierte Käuferinnen ausgegeben. „Die Verkäuferin wollte den Hund regelrecht loswerden. Sie gab im Vorgespräch zu, dass der Welpe erst sechs Wochen alt ist, noch Milch braucht und noch nie einen Tierarzt gesehen hatte. Nachdem wir Kontakt aufgenommen hatten, drängte sie uns quasi zum schnellen Kauf“, berichtet Birgitt Thiesmann.
Laut der Tierschutz-Hundeverordnung ist es verboten, Welpen vor der achten Lebenswoche von der Mutter zu trennen. VIER PFOTEN alarmierte deshalb das Veterinäramt Fulda, das sofort tätig wurde. Die insgesamt vier Mischlingswelpen, welche den Amts-Mitarbeiter:innen schließlich präsentiert wurden, waren unterschiedlich weit entwickelt und konnten somit nicht aus demselben Wurf stammen. „Die beiden größeren Welpen waren schätzungsweise im Alter von etwa acht Wochen, die beiden kleineren Welpen wurden anhand ihres Gewichts und Entwicklungszustandes deutlich jünger geschätzt", teilte die Pressestelle des Landkreises Fulda VIER PFOTEN mit. Der bemitleidenswerte Zustand der Tiere erforderte sofortigen Handlungsbedarf seitens der Veterinär:innen. „Die Welpen waren in einem unzureichenden Pflegezustand mit deutlichen Verunreinigungen des Fells. Es wurde jeweils ein Befall mit Endoparasiten und eine Ohrenentzündung diagnostiziert." Die vier Welpen und die erwachsene Hündin wurden der skrupellosen Händlerin vom Veterinäramt Fulda entzogen, tierärztlich untersucht und in einer Pflegeeinrichtung untergebracht.
Die internationale Tierschutzstiftung ist dankbar für den schnellen und unbürokratischen Einsatz des Veterinäramts Fulda und warnt vor unseriösen Verkäufer:innen auf Online-Portalen. „Zum Glück, ist das Veterinäramt dieses Mal rechtzeitig eingeschritten. Aber leider bleiben viel zu viele Fälle unentdeckt. Jeden Tag werden unzählige solcher viel zu jungen und häufig kranken Welpen auf Online-Plattformen wie Quoka inseriert. Die Hundebabys werden meist in osteuropäischen Vermehrerstationen produziert und ihren geschundenen Müttern entrissen, wenn sie erst wenige Wochen alt sind. Doch solange es in Deutschland keine bundesweite Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für Hunde und Katzen gibt, ist es nicht möglich, die Herkunft der Tiere zurückzuverfolgen. Und ohne eine verpflichtende Identitätsprüfung für Anbietende von Tieren auf Online-Plattformen können sich die Kriminellen hinter Schein-Identitäten verstecken und sich so einer Strafverfolgung entziehen. Auf Quoka.de lässt sich in Minutenschnelle eine Anzeige erstellen. Ohne Personalausweis. Ohne Angabe von überprüfbaren Daten. Alles, was man benötigt, um ein Lebewesen zu verkaufen, ist eine E-Mail-Adresse. Der Formalitäten-Aufwand bei einem Autokauf ist im Vergleich dazu astronomisch“, so VIER PFOTEN-Expertin Birgitt Thiesmann.
Die internationale Tierschutzstiftung VIER PFOTEN appelliert an Bundeslandwirtschaftsminister Cem Özdemir, die Novellierung des Tierschutzgesetzes zu nutzen, um eine bundesweite Kennzeichnungs- und Registrierungspflicht für alle Hunde und Katzen einzuführen. Eine solche Pflicht ist bereits in weiten Teilen der EU verbreitet. Deutschland bildet mit Polen und Estland die große Ausnahme und damit trauriges Schlusslicht. Darüber hinaus fordert VIER PFOTEN eine verpflichtende Identitätsprüfung für Anbietende von Tieren. Zum Schutz von Tieren und Verbraucher:innen sollte sichergestellt werden, dass die angegebenen Daten auf Online-Plattformen mit denen im Heimtierregister übereinstimmen.

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