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Solar ©Gerald Kaufmann
  • 03. Mai 2023

Solarhauptstadt 2023: Diese Orte sind Spitzenreiter in puncto Solarenergie

Von Simon Behnisch | tonka-pr

Berlin – Mit rund 2.230 Stunden pro Jahr scheint die Sonne in Paderborn nicht nur vergleichsweise häufig, ihre Energie wird auch besonders gewinnbringend genutzt: Mit einer Quote von 15 Solarinstallationen pro 1.000 Einwohnern wurden in der Universitätsstadt in den letzten fünf Jahren die meisten Photovoltaikanlagen in Deutschland gebaut. Das geht aus einer Untersuchung des Solaranlagen-Anbieters Enpal (www.enpal.de) hervor. Für die Studie wurden rund 1,1 Millionen Eintragungen neuer Solaranlagen der letzten fünf Jahre im Marktstammdatenregister ermittelt und miteinander verglichen. Berücksichtigt wurden alle Städte mit mindestens 100.000 Einwohnern.

Das sind Deutschlands Solarhochburgen

Neben Paderborn als Spitzenreiter kann sich eine weitere Stadt in Ostwestfalen einen Platz auf dem Siegertreppchen sichern: Gütersloh landet mit 14,7 Solarinstallationen pro 1.000 Einwohnern auf Platz zwei. Die Bronzemedaille geht nach Oldenburg: Hier gingen in den letzten fünf Jahren 2.228 Photovoltaikanlagen in Betrieb, was einer Quote von 13,1 entspricht. Die Top Fünf werden von Erlangen und Wolfsburg vervollständigt.

Der Süden ist Vorreiter bei der Solarenergie

Mit Blick auf die Bundesländer gehen Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz bei der PV-Quote voran. In allen Bundesländern liegt der Anteil bei über 15 Anlagen pro 1.000 Personen (18,5, 16,1 bzw. 15,5). Hier nutzen viele Einwohner die Sonnenstunden bereits, um ihren eigenen Strom zu produzieren.

Die Stadtstaaten bilden hingegen das Schlusslicht, in Hamburg, Berlin und Bremen liegt die Quote bei lediglich 2,4, 2,6 bzw. drei Einheiten. Anders als im benachbarten Rheinland-Pfalz ist auch im Saarland der Status Quo verbesserungsfähig: Lediglich zehn Solaranlagen wurden in dem südwestlich gelegenen Bundesland pro 1.000 Einwohnern in den letzten fünf Jahren gebaut.

Abseits vom Ranking: Großstädte tun sich schwer, mittelgroße Städte gehen voran

Schaut man sich das Ranking der deutschen Solarhochburgen genauer an, fällt schnell auf, dass vor allem mittelgroße Städte das Ranking dominieren. Metropolen wie Berlin, Hamburg, München, Bremen und Frankfurt am Main kommen hingegen nicht über eine Quote von drei installierten PV-Anlagen pro 1.000 Einwohnern hinaus. In den mittelgroßen Städten (50.000 - 100.000 Einwohner) läuft es dagegen besser: In Städten wie Nordhorn, Ibbenbüren, Willich, Rheine und Pulheim sind die Quoten deutlich höher als in den Großstädten.

Ausbau immer noch nicht ausreichend

Insgesamt liegt der Solar-Ausbau weit hinter den Zielen der Bundesregierung zurück. So wurden im Februar 2023 nur 746 MW neu installiert – nur die Hälfte dessen, was für die Ausbauziele erforderlich wäre. Für das Jahr 2030 strebt die Bundesregierung eine Gesamtleistung von 215 GW an. Heute sind unter 70 GW verbaut.

Dr. Wolfgang Gründinger, Chief Evangelist bei Enpal, kommentiert:
„Deutschlands Solarhochburgen sind über die gesamte Republik verteilt. Das ist erstmal ein gutes Zeichen für die Energiewende. Dazu kommt: Für Privathaushalte fällt seit Januar 2023 für die Lieferung und die Installation von Photovoltaikanlagen keine Umsatzsteuer mehr an. Das zeigt teilweise zwar Wirkung, liefert insgesamt aber immer noch zu wenig Anreiz. Trotz aller positiven Tendenzen im Zubau von PV-Anlagen gibt es nämlich noch enormes Entwicklungspotenzial: Erst kürzlich gab die Bundesnetzagentur bekannt, dass der Zubau im Februar nur die Hälfte dessen betrug, was durchschnittlich pro Monat nötig wäre, um die Klimaziele für 2030 zu erreichen. Vor allem in den Millionenstädten ist der Anteil an Anlagen pro Einwohner vergleichsweise gering. Hier braucht es noch mehr Initiative, damit auch unsere Metropolen den Wechsel auf Solarenergie schaffen.” 


Ressort: Hochstift

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Kommentare

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Anonym
3 jahre vor
Zumindest gibt es für Solarstrom bei heißem Wetter dank Klimaanlagen stets auch gleich eine Verwendung. Windstrom ist ja eher so zufällig verfügbar und um das Speicherproblem lösen zu können müsste man den Bodensee zusätzlich um zehn Meter aufstauen.
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