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„Ach schade, ist die Probe schon vorbei?“
Mächenkantorei und Herrenstimmen des Domchors mit Domkapellmeister Thomas Berning und Domkantor Patrick Cellnik im Jahr 2023 anlässlich des 15-jährigen Jubiläums der Mädchenkantorei, als „Junge Kantorei Paderborn“ das Oratorium „Die Schöpfung“ aufführen. ©Ronald Pfaff / Erzbistum Paderborn)
  • 27. April 2023

„Ach schade, ist die Probe schon vorbei?“

Von Presse-Team des Erzbistums Paderborn | Erzbischöfliches Generalvikariat

Mädchenkantorei der Paderborner Dommusik feiert 15-jähriges Bestehen mit dem Oratorium „Die Schöpfung“ von Joseph Haydn

Das 15-jährige Bestehen der Mädchenkantorei feiert die Paderborner Dommusik am Wochenende (29. und 30. April 2023) mit zwei Konzerten. Mit der Aufführung von Joseph Haydns Oratorium „Die Schöpfung“ – dem zeitlosen und mehr denn je aktuellen Loblied auf die Erschaffung der Erde – begeht die Mädchenkantorei gemeinsam mit den Herrenstimmen des Domchors als „Junge Kantorei Paderborn“ sowie Solisten und Orchester dieses Jubiläum in Köln und in Paderborn. „Das frische Grün der ‚Schöpfung‘ passt ganz ausgezeichnet zu diesem jungen Chor“, freut sich Domkapellmeister Thomas Berning auf die Konzerte.

Dabei sei es für viele der Mädchen der erste große Auftritt mit einem Oratorium, betont Domkantor Patrick Cellnik, der seit Februar 2021 die Leitung der Mädchenkantorei von der Mitbegründerin und langjährigen Domkantorin Gabriele Sichler-Karle übernommen hat. Zugleich sei die „Schöpfung“ eine gute Herausforderung für die jungen Sängerinnen, da die in die Musik gebrachte Liebe zum Detail und die strahlende Freude an der Welt von Mensch und Tier so einnehmend sei wie kaum ein anderes Werk. Der Schöpfung gebühre eine Lobeshymne, wie Haydn sie als Oratorium in die Musik gelegt habe, betonen Berning und Cellnik.

206 junge Schülerinnen geben der Mädchenkantorei ihre Stimme

206 Mädchen gehören derzeit der Mädchenkantorei an. „Wir konnten uns in den letzten beiden Jahren über viele Neuaufnahmen freuen und haben das ‚Corona-Loch‘ gut stabilisiert“, blickt Patrick Cellnik zurück. Auch die Zusammenarbeit mit der Grundschule St. Michael habe sich dabei sehr positiv ausgewirkt.

Die Mädchenkantorei der Paderborner Dommusik ist seit ihrer Gründung 2008 stetig gewachsen. „Von Beginn an war die Resonanz schon sehr gut“, erinnert sich Domkapellmeister Thomas Berning: „Vielfach waren es Schwestern von Jungs, die bereits im Domchor sangen, und nun endlich zum Chor finden konnten. Erzbistum und Metropolitankapitel hatten schon länger den Wunsch gehegt, eine Mädchenkantorei ins Leben zu rufen – wie es andere Bistümer schon umgesetzt hatten.“ Als damals neuer Domkapellmeister griff Thomas Berning die Idee auf und leitete weitere Vorbereitungen ein, um gute Bedingungen für die fast 40 Mädchen, die in den Startlöchern standen, zu schaffen.

Gabriele Sichler-Karle – die Mutter des Chores

Das Johannes-Hatzfeld-Haus wurde zum Haus der Paderborner Dommusik umfunktioniert. Mit Gabriele Sichler-Karle war die richtige Domkantorin gefunden, die die Mädchen zusammenführte, die Freude am Singen vermittelte und schnell ein hohes Leistungsniveau erreichte. Aus der Anfangseuphorie wuchs ein sich ständig erneuernder und lebendiger Chor. „Ein Vierteljahr nach der ersten Probe fand bereits der erste Auftritt statt“, bezeichnet Berning die ehemalige Domkantorin auch gern als „Mutter des Chores, die stets bienenfleißig war und keine Mühe und Zeit für die Arbeit gescheut hat.“

Die Mädchenkantorei setzt sich aus Schülerinnen im Alter von 8 bis 21 Jahren zusammen. Nur vier der derzeitigen Sängerinnen haben die Schule schon abgeschlossen. „Das Konzept mit Talenten ab einem gewissen Alter funktioniert insgesamt gut, auch wenn viele Sängerinnen ein Studium beginnen und den Wohnort wechseln. Denn viele Sängerinnen beginnen ein Studium und wechseln somit auch den Wohnort“, berichtet Thomas Berning. Sowie Johanna Mues (28), die in Bochum Geschichte studiert. „Es war damals eine tolle Chance, dem neuen Chor beizutreten“, sagt Johanna Mues, die als 13-Jährige gleich von Beginn an dabei war. „Unsere Familie ist musikalisch, mein Bruder sang im Domchor und ich im Kinderchor der Gemeinde.“ So sei die Mädchenkantorei eine neue Herausforderung gewesen.

Johanna Mues lobt ihr Chorgefühl in den höchsten Tönen

„Ich singe heute noch in zwei Chören und kann das in Paderborn Erlernte sehr gut einbringen. Das war stets sehr professionell aufgebaut: zwei- bis dreimal die Woche Proben, schöne Konzerte mit hoher Qualität und ein tolles Programm drumherum“, möchte die Studentin die Zeit in der Mädchenkantorei nicht missen. Natürlich habe es auch Lampenfieber bei den ersten Auftritten gegeben, so Johanna Mues weiter, egal ob bei Gottesdiensten im Hohen Dom oder Konzerten. Die Festivals beispielsweise mit dem Chorverband Pueri Cantores hätten sie stets begeistert. „Es war überhaupt eine großartige Chorgemeinschaft, bei der sehr viele anhaltende Freundschaften entstanden sind. Ich sehe es ein wenig wie im Sport: Gemeinsames Erleben, gegenseitige Unterstützung und eine Begeisterung für die Sache, die Musik.“

Werben mag Johanna Mues noch heute gerne für die Mädchenkantorei: „Es kann anstrengend sein, aber es lohnt sich. Es gibt eine wahnsinnig gute Ausbildung für die Stimme und riesige Konzerterlebnisse. Es macht Spaß mit anderen Gleichgesinnten Musik zu machen.“

„Eine andere Farbe bekommen“

Die Mädchenkantorei habe die Jahre eine positive Entwicklung genommen, resümiert Domkapellmeister Thomas Berning und „mit dem Chorleiterwechsel noch mal eine andere Farbe bekommen. Etwas kraftvoller und volltöniger.“ Das sei gut für das Zusammenspiel der Mädchen mit den Domherren gewesen, die nun gut zusammengefunden haben und zusammen wie ein gemeinsamer Chor klingen.

Domkantor Patrick Cellnik gibt „beste Noten“

Die Corona-Pandemie habe nicht nur schlechte Seiten für den Chor gehabt, konnte Patrick Cellnik feststellen: „In dieser Zeit haben wir nur in kleinen Gruppen singen können. Da konnte sich keine in der Menge verstecken. Es war für alle Mädchen eine super Schulung.“ Der neue Domkantor zieht eine zufriedene Bilanz seiner ersten beiden Jahre: „Ich hatte einen guten Einstieg gemeinsam mit Gabriele Sichler-Karle, habe lebendige Organismen vorgefunden und finde auch viel Unterstützung bei den Familien und Sängerinnen, die sehr engagiert mitziehen.“ Es sei wie eine große Familie und eine Stärke der Paderborner Dommusik.

Zusammen mit dem Freundeskreis der Dommusik ist im Herbst auch eine Konzertreise in die USA (New York und Atlanta) geplant. „Wir waren vor sieben Jahren schon mal dort, jetzt reisen wir sogar auf Einladung einer Stiftung aus Atlanta“, erläutert Thomas Berning, der weiß, dass die Mädchenkantorei bei Patrick Cellnik in guten Händen liegt. Der sieht Freude und Begeisterung bei den Sängerinnen und zieht den positiven Schluss: „Es ist doch schön, wenn alle empfinden und sagen, ‚Ach schade, ist die Probe schon vorbei?‘.“

Das Konzert in der Marktkirche

Das Konzert in Paderborn findet am 30. April um 16.30 Uhr in der Universitäts- und Marktkirche (Kamp 2) statt. Einen Tag zuvor führt die Junge Kantorei „Die Schöpfung“ in der Basilika St. Aposteln in Köln (Neumarkt 30) auf. Der Vorverkauf für den Auftritt in Paderborn läuft bei dommusik.ticket.io und dem Paderborner Ticketcenter Königsplatz. Restkarten werden an der Abendkasse verkauft.

Chor, Solisten und Orchester

Für das Konzertwochenende bilden der Konzertchor der Mädchenkantorei und die Herrenstimmen des Domchores die „Junge Kantorei Paderborn“. Die Sängerinnen und Sänger werden im Konzert begleitet vom Barockensemble Echo di Rheno, das sich überwiegend aus Mitgliedern des WDR-Sinfonieorchesters zusammensetzt und auf historischen Instrumenten musiziert. Dem Solistenterzett fallen in der „Die Schöpfung“ gleich mehrere Aufgaben zu: die Solisten sind Handlungsträger, Kommentatoren und Motivatoren: Carine Tinney (Sopran), Kai Kluge (Tenor) und Yannick Debus (Bass).


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Kloster Corvey, Stiftskirche

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Paderquellgebiet

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Das Drei-Hasen-Fenster

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Abdinghofkriche in Paderborn ©Gerald Kaufmann

Abdinghofkriche in Paderborn

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Paderborner Dom ©Gerald Kaufmann

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Rathaus Höxter ©Gerald Kaufmann

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Wisent in Hardehausen ©Gerald Kaufmann

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Kleines Viadukt bei Altenbeken ©Gerald Kaufmann

Kleines Viadukt bei Altenbeken

Waschfrauen an der Pader ©Gerald Kaufmann

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Liboriuskapelle ©Gerald Kaufmann

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Kapuzinerkirche ©Gerald Kaufmann

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Rathaus Brakel ©Gerald Kaufmann

Rathaus Brakel

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Der Käsemarkt in Nieheim ist sehenswert. Internationale Käsehersteller treffen hier zusammen und bieten ihren Käse an.

Käse und Käsemacher

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Warburg am Tag! ©Gerald Kaufmann

Warburg am Tag! ©Gerald Kaufmann

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