
Eine aktuelle Studie der Technischen Universität München (TUM) stellt die bisherige CO2-Regulierung für Pkw grundlegend infrage. Der Forschungsverbund CirculaTUM hat 19 Studien mit 47 Szenarien ausgewertet und kommt zu dem Ergebnis, dass batterieelektrische Fahrzeuge die CO2-Emissionen über ihren gesamten Lebenszyklus im Durchschnitt nur um 41 Prozent gegenüber Verbrennern reduzieren. Grund dafür ist die ganzheitliche Betrachtung von der Fahrzeugproduktion über die Energieerzeugung bis zum Recycling. Die EU bewertet Elektrofahrzeuge dagegen in ihrer derzeitigen Regulierung allein anhand der Auspuffemissionen als 100 Prozent emissionsfrei. Der Automobilclub von Deutschland (AvD) sieht sich damit einmal mehr in seiner Forderung nach mehr Technologieoffenheit bestätigt. E-Autos können und sollten nicht das alleinige Mittel sein, um die EU-Klimaziele zu erreichen.
Die TUM hält die EU-Betrachtung für eine Fehlsteuerung und schlägt einen lebenszyklusbasierten Standard vor. Besonders relevant ist hierbei, dass bis 2030 nach der von der TUM herangezogenen Modellierung weniger als 80 Millionen Tonnen CO2 eingespart werden könnten, obwohl zur Erreichung des EU-Ziels etwa 188 Millionen Tonnen notwendig wären. Gleichzeitig werden von den aktuell über 49 Mio. in Deutschland zugelassenen Fahrzeugen in 2030 voraussichtlich noch 78 Prozent mit Verbrennungstechnologie sein.
Für den AvD sind diese Ergebnisse ein wichtiger Beleg für einen Kurs, den der Club bereits seit Langem vertritt: Technologieoffenheit statt Festlegung auf einen einzigen Antrieb. Elektromobilität ist ein wichtiger Baustein, aber nicht die alleinige Lösung für Klimaneutralität. Gerade weil das Durchschnittsalter der Pkw-Flotte inzwischen bei mehr als elf Jahren liegt, muss Klimaschutz auch mit dem vorhandenen Fahrzeugbestand funktionieren. Deshalb fordert der AvD seit Langem neben E-Mobilität auch synthetische Kraftstoffe, moderne Biokraftstoffe und weitere Technologien. E-Fuels sollten in die Klimastrategie einbezogen werden und die Kosten für Autofahrer sind im Blick zu behalten.
An die Bundesregierung richtet der AvD einen klaren Auftrag, nämlich CO2-Einsparungen technologieübergreifend und über den gesamten Lebenszyklus zu bewerten. Gleichzeitig braucht es bezahlbare Energie, niedrigere Ladekosten, eine leistungsfähige Ladeinfrastruktur und Anreize für klimafreundliche Kraftstoffe, damit auch Millionen bestehender Fahrzeuge einen Beitrag leisten können. Verkehrspolitik sollte sich weniger von ideologischen Vorgaben leiten lassen und stattdessen Klimaschutz mit bezahlbarer individueller Mobilität verbinden.
Die EU bewegt sich inzwischen in eine ähnliche Richtung. Das „Automotive Package“ der Europäischen Kommission vom Dezember 2025 sieht für die Zeit ab 2035 weiterhin eine Reduktion der Auspuffemissionen um 90 Prozent vor. Die verbleibenden zehn Prozent sollen unter anderem über CO2-armen europäischen Stahl sowie E-Fuels und Biokraftstoffe kompensiert werden können. Zugleich sollen Vorgaben für Hersteller flexibler und technologieoffener werden. Die TUM sieht darin allerdings noch keine ausreichende Lösung, da die möglichen Gutschriften für Stahl und Kraftstoffe höchstens zehn Prozent der vorgeschriebenen Reduktion abdecken. Die politische Entscheidung über die Reform der CO2-Verordnung ist nach TUM-Angaben für den 23. November 2026 im Europäischen Parlament vorgesehen.
Für Autofahrer bleibt somit die Hoffnung, dass der technologische Spielraum für die Automobilwirtschaft demnächst größer wird. Wer ein Fahrzeug kauft, sollte nicht allein danach entscheiden, welche Technologie politisch gerade bevorzugt wird. Entscheidend sind Nutzung, Kosten, Infrastruktur und die tatsächliche Klimabilanz. Aus Sicht des AvD muss die Politik deshalb jetzt dafür sorgen, dass Verbraucher zwischen mehreren klimafreundlichen Lösungen wählen können, statt ihnen eine Technologie vorzuschreiben.
AvD Präsident Lutz Leif Linden: „Die Ergebnisse der TUM bestätigen, was der AvD seit Jahren fordert, dass Klimaschutz Technologieoffenheit braucht statt politischer Einbahnstraßen. Das Elektroauto wird einen wichtigen Beitrag leisten, aber es ist nicht die alleinige Lösung für eine klimaneutrale Mobilität. Deshalb müssen neben der Elektromobilität auch E-Fuels und weitere Technologien berücksichtigt werden, die unsere Bestandsflotte klimafreundlicher machen können. Nicht die Politik sollte den Antrieb bestimmen, sondern die beste Klimabilanz und die Anforderungen der Autofahrer sollten entscheiden!“
Mit über 125 Jahren Geschichte ist der Automobilclub von Deutschland (AvD) einer der traditionsreichsten und zugleich vielseitigsten Mobilitätsdienstleister des Landes. Seit seiner Gründung im Jahr 1899 setzt sich der AvD für die Interessen einer mobilen Gesellschaft ein und hat die Entwicklung des Automobils von Beginn an aktiv mitgestaltet. Bereits 1904 gehörte der AvD zu den Gründern der Internationalen Automobil-Ausstellung (IAA) in Frankfurt und war Mitinitiator der AIACR (Association Internationale des Automobile Clubs Reconnus), aus der später der Weltautomobilverband FIA hervorging. Meilensteine wie die Einführung der ersten Kfz-Versicherung ab 1918 oder die ab 1924 ausgestellte „Bestallungsurkunde für Kraftfahrer“ als Vorläufer des heutigen Führerscheins unterstreichen die Pionierrolle des Clubs.
Auch im Motorsport steht der AvD seit jeher für Kompetenz und Engagement: So organisierte der Club bereits 1926 den ersten Großen Preis von Deutschland auf der legendären AVUS-Rennstrecke in Berlin. Heute verbindet der AvD seine motorsportliche Tradition mit modernen Formaten wie der seit 2022 ausgetragenen AvD Drift-Championship, die vor allem bei jüngeren Motorsportfans wachsende Aufmerksamkeit genießt. Als seit jeher kompetentem Ratgeber für Autofahrer führt der AvD seit 2025 wieder eigene, neutrale Reifentests durch und bietet damit praxisnahe Orientierung für fundierte Kaufentscheidungen. Mit rund 1,5 Millionen Mitgliedern und Kunden bietet der Club ein umfassendes Leistungsspektrum: von der weltweiten Pannenhilfe mit eigener 24/7-Notrufzentrale über internationalen Fahrzeug- und Reiseschutz bis hin zu maßgeschneiderten Versicherungsangeboten. Damit steht der AvD für sichere, zeitgemäße und ganzheitliche Mobilität.

Kloster Corvey war mit das größte Kloster hier im Hochstift. Beeindruckend ist, wie schon im vorletzten Jahrtausend mit dem Aufbau begonnen wurde.

Mit seinen 200 Quellen mitten in Paderborn im ist die Pader der kürzeste Fluss in Deutschland und mündet im benachbarten Schloß Neuhaus in die Lippe.

Rathaus im Stil der Weserrenaissance. Nach der Zerstörung im 2. Weltkrieg wurde ist wieder aufgebaut und ist noch heute Tagungsort des Stadtrates.

Das Drei-Hasen-Fenster im Kreuzgang des Paderborner Doms ist ein Wahrzeichen von Paderborn, und findet sich auch an vielen weiteren Orten in der Paderstadt wieder.

Abdinghofkriche ist ungefähr gleich alt wie der Dom und wurde als Klosterkirche gegründet. Heute ist sie so etwas wie der Evangelische Dom in Paderborn.






Liboriuskapelle in Paderborn

Die Kapuzinerkirche in Brakel entstand im 18. Jahrhundert und beinhaltet barocke als auch gotische Elemente.

Das Brakeler Rathaus im im Renaissance-Stil. Davor steht die Rolandssäule, welche auch als Pranger genutzt wurde.

Der Käsemarkt in Nieheim ist sehenswert. Internationale Käsehersteller treffen hier zusammen und bieten ihren Käse an.

Käsehersteller aus dem Brezenzer Wald zu Gast in Nieheim!

Warburg liegt ziemlich mit am äußersten Rand vom Hochstift Paderborn, Höxter.
