
Mit ihrem Sieg beim CURREX Alsterlauf in Hamburg hat Vanessa Mikitenko die Führung in der U23-Gesamtwertung der R5K-Tour übernommen.
GRR - Paderborn: Die Deutsche 5000-Meter-Meisterin Vanessa Mikitenko vom Silvesterlauf Trier e.V. wird beim großen Finale der R5K-Tour im Rahmen des BMW Berlin-Marathon am 26. September von der Pole Position ins Rennen gehen. Nach ihrem Sieg beim CURREX Alsterlauf in Hamburg liegt die 22-Jährige auch in der Gesamtwertung in Führung.
Männersieger Jonas Kulgemeyer vom Laufteam Niedersachsen (Osnabrücker TB) konnte dagegen trotz seines Hamburg-Sieges den Rückstand auf den Gesamtführenden Jakob Dieterich (Franconia Athletics) nicht verkürzen. In 14:32 Minuten war er über fünf Kilometer exakt so schnell wie beim ersten Rennen im Frühjahr in Dresden, so dass er in der Addition seiner zwei schnellsten Läufe weiter bei 28:57 Minuten steht – und damit auf Rang zwei 16 Sekunden hinter Jakob Dieterich (28:41 min), der in Hamburg nicht am Start war. „Ich bin sehr zufrieden, vor allem, weil ich die Zeit im Alleingang gelaufen bin“, meinte Jonas Kulgemeyer, nachdem er sich mit fast 45 Sekunden Vorsprung gegen Tom Stephan (TV Lilienthal/15:16 min) durchgesetzt hatte. „Die Zuschauer waren toll, und es hat richtig viel Spaß gemacht.“
Noch überlegender zeigte sich Frauensiegerin Vanessa Mikitenko beim R5K-Rennen im Rahmen des CURREX Alsterlauf. In 16:22 Minuten war die EM-Teilnehmerin von Birmingham deutlich über eine Minute schneller als U20-Siegerin Tanya Schulz vom SV Rosche, die als Zweitplatzierte aller Nachwuchsläuferinnen nach 17:40 Minuten im Ziel war. „Es hat Spaß gemacht und jetzt freue mich auf Berlin“, meinte Vanessa Mikitenko, die beim letzten Rennen in der Hauptstadt ihre Titelverteidigung in der Gesamtwertung perfekt machen wird. Mit 32:13 Minuten in der Addition ihrer beiden Rennen vor Berlin ist sie uneinholbar vorn.
Tanya Schulz hat mit ihrer neuen Bestzeit und einem tollen Endspurt in der Gesamtwertung einen Sprung nach vorn gemacht und Carlotta Schäfer überholt, die in Hamburg mit 17:58 Minuten Dritte hinter Tanya Schulz und Marielies Quehl (SC Steinatal/17:42 min) wurde. „Es war ein unfassbar geiles Rennen. Die Atmosphäre mit den Leuten an der Strecke war super“, schwärmte die U23-Siegerin im Ziel.
Für das Finale in Berlin bahnt sich in der weiblichen U20 ein packendes Triell um Rang zwei an: Quehl liegt mit 35:36 Minuten auf Rang zwei vor Schulz (35:54 min) und Schäfer (35:55 min). Der Gesamtsieg ist allerdings Luise Brzoska (Eintracht Frankfurt), die in Hamburg nicht startete, kaum noch zu nehmen: Nach zwei Siegen in Dresden und Hannover führt sie in 33:04 mit über 2:30 Minuten Vorsprung.
Bei der männlichen Jugend kamen in Hamburg drei Läufer fast gleichauf ins Ziel. Am Ende setzte sich Tom Stephan vom TV Lilienthal in 15:16 Minuten vor Fiete Timm (LC Paderborn/15:20 min) und Jonas Feldkamp (LAC Kronshagen/15:21 min) durch. In der Gesamtwertung hat Fiete Timm noch gute Chancen auf den Sieg: Mit 30:13 Minuten liegt er nur sechs Sekunden hinter dem Führenden Til Stephan (LAC Erfurt/30:07 min), der in Hamburg nicht am Start war.
Hamburg war das vierte der Fünf-Kilometer-Rennen in insgesamt fünf deutschen Städten, die 2026 zur R5K-Serie gehören. Jetzt folgt noch das große Finale beim BMW Berlin-Marathon in der Hauptstadt am 26. September. Alle Rennen sind offen für ambitionierte Läuferinnen und Läufer von 15 bis 22 Jahren. Gesamtwertung, Preisgelder und Trainingslagerzuschüsse gibt es nur in der U20 und U23 der 18- bis 22-Jährigen – das sind 2026 die Jahrgänge von 2004 bis 2008. Läuferinnen und Läufer der Jahrgänge 2009 und 2010 (U18) können aber auch in der U20 starten.
Für eine Platzierung in der R5K-Gesamtwertung sind Starts bei mindestens drei der fünf Rennen Pflicht. Einer davon muss beim Finale in Berlin sein. Am Ende gewinnt, wer in der Addition des Ergebnisses von Berlin mit den beiden schnellsten Zeiten bei den vorhergehenden R5K-Läufen die schnellste Zeit hat (2+1-Regel). Eingeladen sind alle Talente der Jahrgänge 2004 bis 2010, die fünf Kilometer in 22 Minuten oder schneller laufen können.
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