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Erfolgsformat Gnadentaler Unternehmer-Tisch feiert zwanzigjähriges Bestehen
Foto: v.l.n.r.: David Zülow, Nadia Zülow, Uwe Schulz, Jutta Zülow und Ulrich Deppendorf
  • 21. Februar 2023

Erfolgsformat Gnadentaler Unternehmer-Tisch feiert zwanzigjähriges Bestehen

Von Jörg Schwarz | Journalismus, PR & Lyrik

Der damalige Außenminister Sigmar Gabriel, Innenminister Thomas de Maizière (2017), SPD-Chef Lars Klingbeil, Minister Peter Altmaier (2017), Christian Lindner, Friedrich Merz, Unternehmerin Christiane Underberg und Ministerin Christa Toben (2006) – sie alle kamen zum Gnadentaler Unternehmertisch (GUT) von Jutta Zülow, Vorstand der Zülow AG, die den GUT vor zwanzig Jahren gründete. Damit bietet die Unternehmerin seit nunmehr zwei Dekaden ein in der Region einzigartiges Gesprächsforum, in dem sich Interessierte mit Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Kultur austauschen können. Jetzt feierte das Format mit 140 Gästen das runde Jubiläum.

Zugleich erfolgte die Staffelübergabe: Ulrich Deppendorf, ehemaliger Leiter des ARD-Hauptstadtstudios, der den Gnadentaler Unternehmertisch in den letzten sechs Jahren moderiert und entscheidend geprägt hat, übergab das Mikro an seinen Nachfolger, den WDR-Rundfunkmoderator Uwe Schulz.

Novum für Ulrich Deppendorf: Diesmal war er der Interviewte. Sein Nachfolger, WDR-Mann Uwe Schulz, stellte die Fragen und Medienprofi Deppendorf, intimer Kenner der bundesrepublikanischen Politik, gab Auskunft zu seiner Karriere und unterhielt das Publikum mit Anekdoten zu seinen prominenten Gästen: etwa, wie Sigmar Gabriel, den man noch als Wirtschaftsminister eingeladen hatte, an seinem ersten Tag als Außenminister an den Niederrhein kam. „Keine Sau im Bundesaußenministerium verstand, warum der Bundesaußenminister am ersten Tag im Amt ausgerechnet nach Neuss fuhr“, erzählte Deppendorf. Oder zu Thomas de Maizière: Als er kam, befand sich das Land in der Flüchtlingskrise, und der Innenminister sprach sehr ehrlich darüber und gestand Fehler ein.

Auch von seiner Arbeit an der Nachrichtenfront im politischen Berlin wusste er einiges zu erzählen, zum Beispiel, dass der damalige Kanzler Helmut Kohl nach einem Interview zur Parteispendenaffäre ein halbes Jahr kein Wort mehr mit ihm gesprochen habe – „Freunde sind wir nie geworden.“ Apropos Kanzler: „Ich wünsche mir von Bundeskanzler Olaf Scholz etwas mehr Empathie“, merkte Deppendorf an.

Was die wenigsten wissen: Medienprofi Deppendorf hat bei der ARD das Format „tagesschau.de“ eingeführt. Dennoch betonte er: „Unterschätzen Sie nicht die linearen Kanäle.“ Sein Fazit: „Die Zukunft liegt in der Information.“

Auch Privates kam zur Sprache. So verriet Deppendorf, dass er eigentlich Dirigent werden wollte und gelegentlich zu Hause immer noch heimlich dirigiere. Glück gehabt. Der Welt der Politik und der Information wäre etwas verloren gegangen, wenn er sich ganz der Musik verschrieben hätte.

Dem ist eigentlich nichts hinzuzufügen. Außer, wie Jutta Zülow betonte: „Vielen Dank, Sie brachten den politischen Diskurs zu uns.“ Und: „Wir sehnen uns nach Menschen, die die Zeit lesen können.“ Auch Deppendorf bedankte sich bei der Unternehmerin und lobte das tolle Format und die sehr gute Organisation.

Jetzt übernimmt Uwe Schulz, Jahrgang 1966, der sich vornehmlich mit Landespolitik und Fragen zur Zivilgesellschaft befasst, die Moderation der kommenden Gnadentaler Unternehmertische. „Ich weiß, in welch große Fußstapfen ich trete“, so der neue Moderator. „Als Frau Zülow und der Kollege Deppendorf mit ihrem Ansinnen auf mich zukamen, das GUT-Vermächtnis ins dritte Jahrzehnt zu überführen, habe ich herzlich gerne zugesagt. Diese Reihe ist ein Juwel.“

Der „GUT“- Gnadentaler Unternehmertisch - ist ein etabliertes Forum, auf dem seit 2003 der offene Austausch zwischen Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Gesellschaft stattfindet. Im Publikum sitzen im Schnitt zwischen 100 und 130 Gäste: ein Drittel Unternehmer, ein Drittel Vertreter aus Wissenschaft und Politik, ein Drittel Menschen wie Du und ich – Nachbarn, Freunde, Ehrenamtler.

Die Zülow AG ist ein Dienstleistungsunternehmen der Elektrobranche und seit seiner Gründung 1971 ein eigentümergeführtes Familienunternehmen am Standort Neuss. Heute sind ca. 350 Mitarbeiter im Unternehmen beschäftigt.

Seit 1996 ist der Stammsitz auf Gut Gnadental in Neuss, wo das Unternehmen in historischer Umgebung Raum geschaffen hat, um Kommunikation in einer sich digitalisierenden Welt – zu der es mit seinen Dienstleistungen in der Daten- und Netzwerktechnik ebenfalls seinen Beitrag leistet – auch „analog“ die Begegnung von Menschen zu ermöglichen.


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Käse und Käsemacher

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