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Trotz Abstand: Corona bringt Verwandte einander näher
Viele Familien haben in der Pandemie durch die digitalen Kanäle mehr Kontakt zu ihren Verwandten. Diese neue Verbundenheit lässt sich durch gemeinsame Erlebnisse nach der Pandemie intensivieren, sagt Familienexpertin Nora Imlau ©Maria Herzog
  • 03. Februar 2021

Trotz Abstand: Corona bringt Verwandte einander näher

Von Pressebüro FeWo-direkt

Familienexpertin Nora Imlau und FeWo-direkt erklären, warum die im Alltag häufig vergessenen Verwandten durch die Pandemie zu wichtigen Bezugspersonen werden und was die Deutschen aus der neuen Vertrautheit machen möchten

Frankfurt, M. – Hat man sich früher zu Kaffee und Kuchen mit Kind und Kegel bei den Großeltern verabredet, finden Familientreffen in Pandemie-Zeiten fast nur noch vor dem Bildschirm statt – mit positivem Nebeneffekt. Denn laut einer aktuellen Umfrage1 von FeWo-direkt®, seit mehr als 20 Jahren ein Experte für Familienurlaub im Ferienhaus, hat mehr als jeder dritte Erwachsene in Deutschland (37%) seit Beginn der Pandemie durch den digitalen Austausch insgesamt mehr Kontakt zu seinen Verwandten als zuvor. Der virtuelle Kontakt hat nicht nur das Zugehörigkeitsgefühl gestärkt, sondern ebenso das Bedürfnis geweckt, zukünftig auch in der echten Welt mehr Zeit mit der gar nicht so buckligen Verwandtschaft zu verbringen.

Ob virtuelle Spieleabende, digitale Geburtstagsrunden oder kurze Gruppenchats – durch zahlreiche digitale Anbieter ist die Auswahl an Kommunikationsmöglichkeiten nahezu unbegrenzt und eben nur einen Klick entfernt. So ist im Pandemiejahr dank der digitalen Kanäle der Kontakt zu direkten Angehörigen wie Geschwistern (32%), Eltern (28%) und erwachsenen Kindern (22%) gestiegen. Zu den Großeltern hat sich durch die virtuellen Möglichkeiten altersgemäß vor allem bei den 18- bis 29-Jährigen der Kontakt intensiviert (28%), wiederum 29 Prozent der über 60-Jährigen geben in der FeWo-direkt-Umfrage an, mehr Kontakt zu ihren Enkelkindern zu haben. Fast jeder Dritte (30%) bestätigt aber auch, sich nun häufiger mit entfernteren Verwandten wie Onkeln und Tanten, Cousins und Cousinen sowie Neffen und Nichten auszutauschen.

Die Familie hält in schweren Zeiten zusammen

Familienexpertin Nora Imlau kennt die Gründe, warum sich die Menschen in schweren Zeiten nicht nur ihren direkten, sondern auch ihren entfernten Verwandten zuwenden: „In unserer Kultur ist die Botschaft tief verankert, dass familiäre Bande die sichersten und verlässlichsten sind, gerade in Krisenzeiten. Nicht umsonst hört man häufig den Satz: Blut ist dicker als Wasser. Und tatsächlich stellen familiäre Beziehungen für viele Menschen den Ankerpunkt im Leben dar. Gleichzeitig erwächst aus diesen Beziehungen auch eine große Verantwortung: Gerade mit den nun verhängten Kontaktbeschränkungen ist es vielen sehr wichtig, dass ihre Familienmitglieder nicht vereinsarmen, und halten deshalb vermehrt Kontakt.“

Dies bestätigen auch die Umfrageergebnisse: 37 Prozent der Befragten geben an, dass sie sich jetzt mehr um die Gesundheit ihrer Verwandten sorgen, einem Viertel (25%) ist erst durch die Pandemie bewusst geworden, dass die Familie das Allerwichtigste in ihrem Leben ist, fast genauso viele (24%) gehen davon aus, dass die Menschen in schweren Zeiten allgemein stärker zusammenhalten.

Gute Vorsätze für die Zeit nach Covid-19

Zwar geben 42 Prozent der Befragten an, dass der Kontakt über die digitalen Kanäle einfacher zu halten sei als der persönliche, 50 Prozent möchten ihre Verwandten aufgrund der positiven Erfahrung künftig aber auch im echten Leben öfter treffen, sobald dies wieder möglich ist. Vom intensiven Kontakt beflügelt, können sich rund zwei Drittel der Befragten (65%) vorstellen, mit den Angehörigen auch einmal einen gemeinsamen Urlaub zu verbringen. Familien mit Kindern zeigen sich besonders offen. Mehr als drei Viertel der Eltern, die seit Beginn der Pandemie über die digitalen Kanäle mehr Kontakt zu bestimmten Verwandten haben, will zukünftig mit anderen Mitgliedern der Familie zusammen in den Urlaub fahren.

Die Lust auf einen gemeinsamen Urlaub mit der ganzen Rasselband zeigt sich nicht nur in der Umfrage, sondern auch in den Daten von FeWo-direkt. „Der Trend geht zum größeren Ferienhaus“, bestätigt Aye Helsig, Regional Director Zentraleuropa bei FeWo-direkt. „Große Ferienunterkünfte mit mehr als vier Schlafzimmern waren auf FeWo-direkt bereits nach dem ersten Lockdown zwischen Mai und August 2020 mehr gefragt als noch im gleichen Zeitraum im Jahr zuvor2."

Dass besonders Kinder einen gemeinsamen Urlaub genießen, sehen nicht nur 28 Prozent der Deutschen so. Auch Nora Imlau weiß, wie wichtig es für den Nachwuchs ist, mit anderen Personen aus der Familie Zeit zu verbringen. „Die eigenen Wurzeln zu kennen, ist ein menschliches Urbedürfnis und hilft Kindern, ihren eigenen Platz in der Welt zu finden. Im Kontakt mit Tanten und Onkeln, Großeltern, Cousins und Cousinen gehen sie auf die Suche nach Gemeinsamkeiten und Unterschieden, nähern sich an und grenzen sich ab. Das ist sehr wertvoll für die Persönlichkeitsentwicklung.“

Gemeinsame Erlebnisse festigen das Verwandtschaftsverhältnis

Wer wie 76 Prozent der Deutschen auch nach der Pandemie den neu gewonnenen Kontakt mit den Verwandten beibehalten möchte, sollte laut Nora Imlau auf eine unaufgeregte Verbundenheit im Alltag achten. Um das Verwandtschaftsverhältnis zu festigen, sind zusätzlich auch außergewöhnliche Erfahrungen von Vorteil. „Für den Kontakt zwischen Großeltern und Enkelkindern ist es etwa schön, wenn sich die verschiedenen Generationen im Alltag immer mal wieder gegenseitig Nachrichten und Schnappschüsse schicken oder kurz anrufen, um von Alltagserlebnissen zu berichten“, erklärt die Familienexpertin. „Und dann darf es ab und zu ein besonderes Erlebnis geben, zum Beispiel einen Mehrgenerationen-Urlaub. Tatsächlich ist es so, dass bereits eine Woche miteinander Familien unglaublich zusammenschweißen kann. Das schafft wunderbare gemeinsame Erinnerungen.“


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Käse und Käsemacher

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