Der Hammer ist gefallen!
Juli 22, 2026

Boom bei…

In Erbengemeinschaften kann jeder Miterbe die Teilungsversteigerung der…
Immobilien
Juli 21, 2026

A-Städte im Vergleich:…

Berlin und Düsseldorf vorn Frankfurt am Main – In Deutschlands acht A-Städten zeigt sich…
Juli 29, 2026

Ordenschristen sind…

Weihbischof Matthias König feiert Pontifikalamt mit Ordenschristen und Missionaren…
Juli 31, 2026

Fast die Hälfte der…

– während Deutsche nachkaufen Die wichtigsten Zahlen im Überblick: – 17 % der…
Frieden bedeutet keine Unterwerfung der Ukraine unter Russland
Panzer ©Gerald Kaufmann
  • 14. April 2023

Frieden bedeutet keine Unterwerfung der Ukraine unter Russland

Von Dennis Riehle | Konstanz

Autonome und demilitarisierte Regionen als Ansatz für Diplomatie

Der Sprecher des Philosophischen Laienarbeitskreises, Dennis Riehle (Konstanz), veröffentlicht folgende Stellungnahme:

Der Krieg in der Ukraine tobt unaufhörlich weiter. Nachdem Russland die Ukraine grundlos und ohne völkerrechtliche Grundlage willkürlich und brutal überfallen hat, sterben täglich unzählige Soldaten und Zivilisten an der Front. Seit mehreren Wochen scheint sich dort aber kaum noch eine Verschiebung der Verhältnisse abzuzeichnen. Der Konflikt entwickelt sich zunehmend zu einer Abnutzung von Material und Menschenleben. Noch immer gehen wohl beide Seiten davon aus, dass der Krieg mit militärischen Mitteln auf dem Schlachtfeld entschieden werden könne.

Trotz anderslautender Expertenmeinungen, die vor einem jahrelangen Stellungsmanöver und einer unsäglichen Verpulverung von Waffen und Truppen ausgehen, hat sich der Westen dazu entschieden, mit weiterer Waffenlieferung an Kiew dafür zu sorgen, dass sich das Land nicht nur verteidigen kann, sondern in neuen Offensiven die gegnerischen Truppen aus den besetzten Gebieten zurückschlagen wird. Leider haben die unterstützenden Partner der Ukraine bisher kein Konzept dafür entwickelt, wohin die immer weitere Aufrüstung führen soll. Dass man in Berlin, Washington oder London tatsächlich meint, dass die Armee des Verteidigers den annektierten Donbass und die Krim befreien kann, ist schwer zu glauben. Letztlich gewinnt der Beobachter eher den Eindruck eines künstlich in die Länge gezogenen Krieges, von dessen Ausgang niemand eine wirkliche Vorstellung hat. Unbestritten ist, dass der Aggressor in Moskau immer wieder unverhohlen damit drohte, die Ukraine „auslöschen“ zu wollen. Allerdings stammen diese Aussagen aus den Mündern von Politikern der zweiten Reihe, die sich in geschichtsvergessenen und wahnhaften Erzählungen verstricken.

Inwieweit Russland tatsächlich zu Verhandlungen bereit wäre, bleibt weiterhin offen – zumal zumindest nach außen nicht bekannt ist, dass in den letzten Monaten ein einflussreicher westlicher Politiker Kontakt nach Moskau hatte, um eruieren zu können, wie es um die Offenheit zur Diplomatie wirklich steht. Weder von Seiten der EU, noch der NATO besteht ein Konzept für eine langfristige Perspektive, wie der Krieg gelöst werden kann. Dass man mit dem Kreml zu Vereinbarungen kommen kann, haben nicht zuletzt das Abkommen über die Getreideausfuhr und die regelmäßigen Gefangenenaustausche bewiesen. Wenngleich in diesen Tagen Friedensaktivisten schnell als „Schwurbler“ und „Putin-Versteher“ diskreditiert werden, sollte eine pragmatische Herangehensweise an den Konflikt zwingend sein, zumal nicht absehbar ist, dass das Leiden und Sterben in der Ostukraine allzu schnell ein Ende finden wird. Und die Gefahr, dass durch Munitionsmangel die Luftabwehr der Ukraine zusammenbrechen könnte, scheint angesichts entsprechender Geheimdienstberichte ein realistisches Szenario bereits für den Sommer. Daher drängt die Zeit, doch der verständliche Siegeswillen von Präsident Selenskyj darf nicht zu einem Selbstzweck werden. Kiew kann sich bei menschlich nachvollziehbarer Rachsucht nicht über den Wunsch eines immer größer werdenden Anteils der ukrainischen Bevölkerung, die in unabhängigen Reportagen offen über die Sehnsucht nach Frieden spricht, hinwegsetzen und aus Eigeninteresse und persönlichem Bedürfnis nach Selbstjustiz einen Kampf prolongieren und das Ende von Pein, Drangsal, Schicksal und Nöten an der Grenzlinie hinauszögern. Der Idealismus des Gewinnens ist bei Tod und Verletzung keine Option.

Blickt man auf die jüngere Geschichte, so wurden viele Auseinandersetzungen in der Welt nicht durch militärischen Entscheid beendet. Stattdessen bedurfte es bei allem Schmerz, aller Verbitterung und aller Wut darüber, dass Großmächte ihre Stellung für Imperialismus, Unterdrückung und Diktatur missbrauchten, eines Pragmatismus, der die Ursache für die Gewalt nicht vergessen ließ, aber für Momente des Gesprächs und dem Bemühen, aus neuen Gegebenheiten irgendwie zu einer Lösung zu kommen, Nüchternheit in Vordergrund stellt. Denn es geht bei Frieden nicht um einen naiven Pazifismus um des Schweigens von Waffen willen. Aller Ansporn, zu einem Kompromiss zu gelangen, speist sich aus dem Anliegen, weitere Verwundung und Tod zu verhindern. Es geht nicht darum, Moskau seine Schandtat zu vergeben und das Passierte zu verdrängen. Diplomatie versucht, für die Zeit von Verhandlung Schuldigkeiten auszuklammern und sich auf eine Möglichkeit zur Beendigung von unnötigem Sterben und Leiden zu konzentrieren. Natürlich können wir uns darauf zurückziehen, dass Moskau den Krieg sofort stoppen könnte. Doch würde man dieser Logik folgen, würden noch heute unzählige Kriege überall lodern, wo Eitelkeiten im Mittelpunkt standen und der Angegriffene aus Stolz nicht bereit war, an einer Lösung des Konfliktes aktiv mitzuwirken. Denn auch wenn er im Recht sein mag, hat er eine ethische Verantwortung zum Schutz der eigenen Bürger, wofür im Zweifel aus reiner Rationalität heraus ein aufeinander Zukommen beider Parteien notwendig ist. Es geht nicht um eine Unterwerfung der Ukraine unter den russischen Angreifer, sondern um gangbare Wege, Gewalt zunächst einzufrieren. Hierfür hat die Geschichte zahlreiche Optionen gezeigt.

So wäre unter anderem denkbar, autonome und demilitarisierte Zonen zu schaffen, die eben keiner der beiden Seiten zugeschlagen wird. Unter internationaler Absicherung würde dann ein Puffer geschaffen, der die angespannte Lage zwischen Russland und der NATO als dem eigentlichen Feind Moskaus insoweit entzerren könnte, als dass mit neutralen Gebieten die direkte Konfrontation der Kriegsparteien für einige Zeit unterbunden würde und damit die Gelegenheit besteht, die dortige Bevölkerung unter transstaatlicher Aufsicht entscheiden und abstimmen zu lassen, wie mit ihrer Heimat umgegangen werden soll. Solch eine Verständigung würde viele Zugeständnisse und den Mut zum Ausblenden des persönlichen Sühneanspruchs erfordern, weshalb es der Vermittlung durch Außenstehende bedarf, die ohne eigene Interessen in der Region als Türöffner auftreten könnten. Zu denken wäre hierbei an die Türkei, Ungarn, Israel, Brasilien, Indien – nachdem sich China nicht als unabhängiger Akteur erwiesen hat. Aufgabe muss es sein, eine Vision zu entwickeln, wie die geopolitische und Sicherheitslage in Europa neu gelingen kann – zweifelsohne unter Einbeziehung Russlands. Denn wer Moskau bei aller berechtigten Empörung als größten Staat auf dem Kontinent aus einer Friedenarchitektur heraushält, vergisst auch, dass es selbst bei den schlimmsten Kriegen des 20. Jahrhunderts irgendwann zu einem Punkt kam, an dem der Verbrecherstaat wieder in die internationale Gemeinschaft eingebunden wurde – und das sogar, obwohl auf das Konto des deutschen Nazi-Regimes Millionen Tote gegangen waren. Daher sollten wir uns an der Historie orientieren und die Rückkehr zur wie auch immer aussehenden Normalität nicht als ein Verzeihen missverstehen.




Ressort: Hochstift

Das Portal für
Paderborn, Höxter und Warburg

webverzeichnis

Blutspende
Das Portal für Paderborn, Höxter und Warburg
Kloster Corvey ©Gerald Kaufmann

Kloster Corvey, Stiftskirche

Kloster Corvey war mit das größte Kloster hier im Hochstift. Beeindruckend ist, wie schon im vorletzten Jahrtausend mit dem Aufbau begonnen wurde.

Paderquellgebiet ©Gerald Kaufmann

Paderquellgebiet

Mit seinen 200 Quellen mitten in Paderborn im ist die Pader der kürzeste Fluss in Deutschland und mündet im benachbarten Schloß Neuhaus in die Lippe.

Rathaus Paderborn ©Gerald Kaufmann

Rathaus Paderborn

Rathaus im Stil der Weserrenaissance. Nach der Zerstörung im 2. Weltkrieg wurde ist wieder aufgebaut und ist noch heute Tagungsort des Stadtrates.

Das Drei-Hasen-Fenster ©Gerald Kaufmann

Das Drei-Hasen-Fenster

Das Drei-Hasen-Fenster im Kreuzgang des Paderborner Doms ist ein Wahrzeichen von Paderborn, und findet sich auch an vielen weiteren Orten in der Paderstadt wieder.

Abdinghofkriche in Paderborn ©Gerald Kaufmann

Abdinghofkriche in Paderborn

Abdinghofkriche ist ungefähr gleich alt wie der Dom und wurde als Klosterkirche gegründet. Heute ist sie so etwas wie der Evangelische Dom in Paderborn.

Paderborner Dom ©Gerald Kaufmann

Paderborner Dom

Rathaus Höxter ©Gerald Kaufmann

Rathaus Höxter

Wisent in Hardehausen ©Gerald Kaufmann

Wisent in Hardehausen

Kleines Viadukt bei Altenbeken ©Gerald Kaufmann

Kleines Viadukt bei Altenbeken

Waschfrauen an der Pader ©Gerald Kaufmann

Waschfrauen an der Pader

Liboriuskapelle ©Gerald Kaufmann

Liboriuskapelle

Liboriuskapelle in Paderborn

Keiserpfalz ©Gerald Kaufmann

Kaiserpfalz in Paderbortn

Platz zwischen Dom und Kaiserpfalz. Im Hintergrund die

Kapuzinerkirche ©Gerald Kaufmann

Kapuzinerkriche

Die Kapuzinerkirche in Brakel entstand im 18. Jahrhundert und beinhaltet barocke als auch gotische Elemente.

Rathaus Brakel ©Gerald Kaufmann

Rathaus Brakel

Das Brakeler Rathaus im im Renaissance-Stil. Davor steht die Rolandssäule, welche auch als Pranger genutzt wurde.

Nieheim Fachwerkhaus

Großes Fachwerkhaus in Nieheim

Der Käsemarkt in Nieheim ist sehenswert. Internationale Käsehersteller treffen hier zusammen und bieten ihren Käse an.

Käse und Käsemacher

Käse und Käsemacher

Käsehersteller aus dem Brezenzer Wald zu Gast in Nieheim!

Warburg am Tag! ©Gerald Kaufmann

Warburg am Tag! ©Gerald Kaufmann

Warburg liegt ziemlich mit am äußersten Rand vom Hochstift Paderborn, Höxter.

Adam Eva

Adam und Eva Haus. Daneben der Erzengel

Historische Fachwerkhäuser unweit der Paderqellen am Dom.

Neuestes

Oberbürgermeister Dr. Stephan Keller

Charity-Special bei „Theos Gute Laune Terrasse“ im The Eight

August 24, 2026
- Düsseldorfs OB am Schlagzeug Wenn schamloser Pop, Kult-Schlager, House, Disco und die größten Hits der 80er, 90er und 2000er über die Terrasse schallen, dann ist wieder Zeit für „Theos Gute Laune Terrasse“ im The Eight. Am Mittwoch, den 26. August, 2026 dürfen sich die Gäste auf ein echtes…
Tempo 30 Zone

Volle Straßen, voller Terminkalender

August 21, 2026
TÜV NORD erklärt, warum Zeitdruck am Steuer oft unterschätzt wird Ein Lieferwagen steht in zweiter Reihe, die Kita-Einfahrt ist zugeparkt, und ein Abc-Schütze löst sich aus der Hand seiner Mutter und läuft los. Willkommen zurück im Alltag. Wenn Schul- und Berufsverkehr wieder zusammenkommen, wird…
Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz Foto: Erzbistum Paderborn

Moralischen Maßstab im Denken und Handeln verlieren

August 21, 2026
Stellungnahme von Erzbischof Dr. Udo Markus Bentz zu den Äußerungen des israelischen Ministers Itamar Ben-Gvir / „Auch der Feind im Krieg bleibt ein Mensch“ Jüngste Äußerungen des israelischen Ministers Itamar Ben-Gvir haben international Empörung hervorgerufen. Zurecht! Die Forderung, täglich 30…

Neuestes

Maxim Wakultschik - Licht wird Materie

Maxim Wakultschik
Große Solo-Show in der Galerie Ostendorff, Münster Mit „Light becoming Matter“ präsentiert die Galerie Ostendorff eine umfassende Soloausstellung des Künstlers Maxim Wakultschik. Rund 70…

HNF im September 2026

PIT-Hackathon
Von der Idee zum Objekt aus dem 3D-Drucker Veranstaltung im Heinz Nixdorf MuseumsForum Wer einen 3D-Drucker besitzt, greift häufig auf fertige Druckvorlagen aus bekannten Portalen zurück.…

Meist gelesen




Paderborn und Höxter

erleben!

---


Hochstiftanzeiger!

Finde was zählt!